Wetter-Experten warnen vor Sturmgefahr

Heftige Sturmschäden nach „Antonia“: Warnung - hier herrscht jetzt Lebensgefahr

  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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Baden-Württemberg: Mit dem Sturmtief „Antonia“ ist seit gestern in vielen Bereichen die Lebensgefahr erhöht. Experten sprechen über die Hintergründe.

Nachdem Orkan „Zeynep“ schwere Verwüstungen – vor allem im Norden Deutschland – angerichtet hat, fegt der dritte schwere Sturm infolge über das Land. Mit heftigen Windgeschwindigkeiten bis zu 100 km/h wütet das Sturmtief „Antonia“ derzeit über Baden-Württemberg*, wie echo24.de* im aktuellen Wetter-Ticker für den Südwesten* berichtet.

Immer wieder erreichen die Rettungskräfte Meldungen über Personen, die durch umgestürzte Bäume oder herabfallende Äste verletzt wurden. Aufgrund dessen warnt nun auch die Baden-Württembergische Landesregierung bei aktueller Wetterlage vor Aufenthalten in Waldgebieten.

Baden-Württemberg: Warnung des Landes – diese Gebiete bei Sturmwarnung unbedingt meiden

Landesweit ist in den Wäldern – insbesondere in den Hochlagen des Schwarzwaldes – mit umstürzenden Bäumen und herabbrechenden Ästen oder Baumkronen zu rechnen. Wer bei orkanartigen Böen die Wälder betritt, begibt sich in Lebensgefahr, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

„Auch beim Befahren von Straßen, die durch oder entlang von Wäldern führen, ist besondere Vorsicht angezeigt. Zudem ist auf Waldwegen durch wiederholt auftretende, teils kräftige und länger anhaltende Regenfälle mit Ausspülungen und Wegeschäden zurechnen“, sagte der Minister Peter Hauk. So haben Dauerregen und Windböen im Enzkreis zu Überschwemmungen* geführt, wie echo24.de* in einem extra Artikel bereits berichtete.

Sturm „Antonia“ in Baden-Württemberg: Waldreiche Mittelgebirgslagen besonders gefährdet

Waldbesitzern mit Sturmschäden in ihren Wäldern rät das Ministerium, sich nicht vorschnell an die Aufarbeitung ihrer Schadhölzer zu machen. „Suchen Sie den Kontakt zu Ihrer zuständigen unteren Forstbehörde und lassen Sie sich beraten. Die Aufarbeitung von Sturmholz ist sehr gefährlich und benötigt meist die Unterstützung durch Fachleute mit entsprechender technischer Ausrüstung. Bei der Aufarbeitung von Sturmholz passieren immer wieder teils schwere Unfälle. Hier geht Sicherheit vor Schnelligkeit“, betonte Minister Hauk.

Sturmtiefs richten immense Schäden an. Der Arbeitsweg kann so schnell gefährlich werden. (Symbolbild)

Mit Blick auf die momentanen und erwarteten Windgeschwindigkeiten sei mit lokalen Waldschäden durch geworfene oder gebrochene Bäume zu rechnen. Betroffen seien vor allem die waldreichen Mittelgebirgslagen. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Simon Adomat/dpa

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