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Bahnstreik vorerst beendet – Zugausfälle und Verspätungen weiterhin möglich

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Von: Juliane Reyle, Julia Cuprakowa

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Streiks bei Bahnunternehmen
Besonders in Stuttgart: Bahn-Streik sorgt weiter Zugausfälle und Verspätungen. © dpa/ Ilkay Karakurt

Besonders Stuttgart hat am Montag mit den Bahnstreiks der SWEG zu kämpfen. Wer mit dem Zug unterwegs war, der musste mit massiven Behinderungen rechnen. Nun wurde der Streik vorerst beendet.

14 Uhr: Der seit Samstagnachmittag (31. Dezember 2022) dauernde Bahnstreik beim Bahnunternehmen SWEG ist am Montagmittag (2. Januar) vorerst beendet worden. Es dauere noch einige Zeit, bis der Schienenverkehr wieder regulär laufe, teilte das Unternehmen mit. Außerdem müsse weiter mit kurzfristigen Arbeitsniederlegungen gerechnet werden. Die Lokführergewerkschaft GDL ließ zunächst offen, wie es weitergeht.

Die stärksten Auswirkungen seien am Montag in Stuttgart zu spüren gewesen, sagte ein Sprecher der SWEG. Auch in Freiburg sei es zu Einschränkungen gekommen. Der Sprecher berichtete von Zugausfällen. Alle Linien seien betroffen, sagte eine Sprecherin der SWEG Bahn Stuttgart, einer Tochter der SWEG.

Besonders in Stuttgart: Bahnstreik sorgt für Zugausfälle und Verspätungen

Update, 2. Januar: Auch zum Start ins Jahr 2023 sorgen die Streiks im Bahnverkehr für Verzögerungen und Zugausfällen. Am Montag sind die stärksten Auswirkungen in Stuttgart zu spüren, sagte ein Sprecher der Südwestdeutschen Landesverkehrsgesellschaft (SWEG) gegenüber der „Deutschen Presse-Agentur“ (dpa).

Auch in Freiburg komme es demnach weiter zu Einschränkungen. Der Sprecher berichtete auch hier von Zugausfällen. Fahrgäste sollten sich vor Fahrtantritt informieren, um Wartezeiten und Ausfälle zu vermeiden. Eine Sprecherin der SWEG Bahn Stuttgart, einer Konzerntochter der SWEG, erklärte zudem, dass alle Linien betroffen seien.

GDL äußert scharfe Kritik an den Bahn-Verantwortlichen

Bereits am Samstagnachmittag, 31. Dezember, hatten die Streiks begonnen. Die Lokführergewerkschaft GDL wollte am Montagmorgen noch immer nicht bekannt geben, wie lange die Arbeitsniederlegungen noch andauern sollen. Schon im Vorfeld gab es scharfe Kritik vom GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. In einer Mitteilung erklärte er: „Mit der Missachtung unserer Aufforderung, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, tritt die Geschäftsführung die berechtigten Interessen der Arbeitnehmer weiterhin mit Füßen.“

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)

Laut eigener Definition ist die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) mit über 150 Jahren die älteste Gewerkschaft in Deutschland. Sie wurde 1867 gegründet. Die GDL organisiert das gesamte direkte Personal in Eisenbahnverkehrs- (EVU) und -infrastrukturunternehmen (EIU) in ganz Deutschland und hat inzwischen fast 40 000 Mitglieder. Die GDL ist Tarifpartner der Deutschen Bahn AG und zahlreicher Wettbewerbsbahnen.

Zum Streik-Hintergrund heißt es: Es geht um einen Tarifkonflikt, „in dem die GDL künftig eigenen Angaben zufolge nicht nur für die frühere Abellio Rail Baden-Württemberg (heute SBS), sondern für den gesamten SWEG-Konzern einen Tarifvertrag für die mehr als 500 Eisenbahner aushandeln möchte. Insgesamt zählt der Konzern 1800 Beschäftigte“.

Die SWEG lehnt das ab und will die SBS auch nicht dauerhaft übernehmen. Die Abellio-Tochter war Ende 2021 in finanzielle Schieflage geraten. Die landeseigene SWEG hatte das Unternehmen daraufhin für zunächst zwei Jahre übernommen.

Erneut Streik – Bahnunternehmen SWEG erwartet Ausfälle im Zugverkehr

Erstmeldung, 31. Dezember: Erneute Streiks und Zugausfälle? Das Bahnunternehmen SWEG rechnet mit Behinderungen im Zugverkehr. Die Lokführergesellschaft GDL hat am Samstag (31. Dezember) erneut zur Arbeitsniederlegung bei der Südwestdeutschen Landesverkehrs GmbH und bei der Konzerntochter SWEG aufgerufen.

Züge können stehen bleiben oder ausfallen: Ende der Streiks nicht bekannt

Die Streiks begannen bereits am Nachmittag, wann die Streiks genau enden, sagte die GDL auf Anfrage nicht, wie die „Deutsche Presse-Agentur“ schreibt. Die SWEG schließt derzeit nicht aus, dass Züge wegen der Streiks stehen bleiben und ausfallen. Fahrgäste sollten dies beachten und gegebenenfalls auf alternative Reisemöglichkeiten ausweichen.

Die Gewerkschaft hatte am Donnerstagabend zunächst den Streik ausgesetzt, aber weitere Arbeitsniederlegungen bereits avisiert. Hintergrund der Streiks ist ein Tarifkonflikt, in dem die GDL künftig eigenen Angaben zufolge nicht nur für die SBS, sondern für den gesamten SWEG-Konzern einen Tarifvertrag für die mehr als 500 Eisenbahner aushandeln möchte. Der Konzern hat insgesamt 1800 Beschäftigte.

SWEG lehnt Tarifvertrag weiterhin ab

Doch die SWEG lehnt das jedoch ab und will die ehemalige Abellio Rail Baden-Württemberg, heute SBS, auch nicht dauerhaft übernehmen. Die Abellio-Tochter war Ende 2021 in eine finanzielle Schieflage geraten. Die landeseigene SWEG hatte das Unternehmen dann daraufhin für zunächst zwei Jahre übernommen.

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