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Harsche Kritik: GDL-Chef Weselsky wirft Baden-Württemberg Untätigkeit im SWEG-Tarifstreit vor

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Von: Michaela Ebert

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Es hagelt harsche Kritik für Baden-Württemberg: Claus Weselsky, der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokführer, wirft dem Bundesland vor, im Tarifstreit der Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH zu untätig zu sein.

Im Tarifstreit zwischen dem Bahnunternehmen Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH (SWEG) und der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) hat der Chef der Lokführergewerkschaft dem Land Baden-Württemberg Untätigkeit vorgeworfen. „Eigentum verpflichtet“, sagte Claus Weselsky dem „Staatsanzeiger“. Das Land trage jetzt schon die Streikkosten.

Die GDL ruft seit Monaten bei SWEG und SBS immer wieder zu kurzfristigen Arbeitsniederlegungen auf. Die Gewerkschaft habe das Unternehmen bisher mehr als 630 Stunden bestreikt, hatte die SWEG zuletzt mitgeteilt. Der letzte Streik wurde erst am Dienstagmorgen (10. Januar) um 9 Uhr beendet.

GDL fordert Tarifvertrag für 500 Beschäftigte – SWEG-Konzern lehnt ab

Hintergrund ist ein Tarifkonflikt, in dem die GDL künftig nicht nur für die frühere Abellio Rail Baden-Württemberg (heute SBS), sondern für den gesamten SWEG-Konzern einen Tarifvertrag für die mehr als 500 Eisenbahner aushandeln möchte. Insgesamt zählt der Konzern 1800 Beschäftigte. Die SWEG lehnt das ab und will die SBS auch nicht dauerhaft übernehmen.

Beim Konflikt mit der Deutschen Bahn in den Jahren 2014 und 2015 seien 500 Millionen Euro verbrannt worden. „Das waren Steuergelder, die hätten nie verbrannt werden dürfen.“ Der Druck der Opposition werde somit steigen.

Nach finanzieller Schieflage der SBS: SWEG übernimmt Unternehmen für zwei Jahre

Die Abellio-Tochter war Ende 2021 in finanzielle Schieflage geraten. Die landeseigene SWEG mit Sitz in Stuttgart hatte das Unternehmen daraufhin für zunächst für zwei Jahre übernommen.

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Claus Weselsky, der Chef der GDL, streikt in Stuttgart. Es geht um einen Tarifkonflikt mit der SWEG. © picture alliance / Eibner-Pressefoto | Weber/ Eibner-Pressefoto

Verkehrsminister Winfried Hermann hatte erklärt, dass sein Ministerium keine Tarifpartei sei. Aber im Sinne der Fahrgäste erwarte er, dass beide Seiten schnell zu einer Lösung fänden und Ruhe einkehre.

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