Verspätungen und Ausfälle

Bahnstreik in Baden-Württemberg: Einigung? Züge wieder unterwegs

  • Jason Blaschke
    VonJason Blaschke
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Am Montag, 23. August, ging der Streik bei der Deutschen Bahn in die nächste Runde. Verspätungen und Ausfälle waren die Folge. Nun scheint der Streik beendet.

Update, 25. August: Für Menschen, die auf einen zuverlässigen Bahnverkehr angewiesen sind, ist es der pure Albtraum: STREIK. Egal ob Berufspendler, Urlauber und all diejenigen, die sich auf ein Event freuen, das sie mit der Bahn erreichen wollten - wenn die Gewerkschaften sauer sind, trifft‘s die Passagiere. Nun scheint sich die Lage zu entspannen: Die dpa meldet: „Nach dem Streik der Lokführergewerkschaft GDL der vergangenen zwei Tage ist der Bahnverkehr gegen 2.00 Uhr wieder angelaufen.“

Bahnstreik in Baden-Württemberg: Diese Städte sind besonders betroffen

Ursprungsmeldung vom 20. August: Der erneute Streik der Lokführergewerkschaft in Deutschland, über welchen fr.de* aktuell berichtet, wird auch die Bahnkunden in Baden-Württemberg wieder auf eine harte Geduldsprobe stellen. Allein im Regionalverkehr werde es am Montag und Dienstag zu Verspätungen und Zugausfälle kommen, heißt es von der Deutschen Bahn mit Blick auf Baden-Württemberg. In ganz Deutschland werde nur noch rund ein Viertel der Fernzüge fahren – ein Notbetrieb.

Im Regionalverkehr und bei S-Bahnen peilt die Bahn nach Informationen der Deutschen-Presse-Agentur im Schnitt 40 Prozent an. Die S-Bahn in der Landeshauptstadt Stuttgart versucht nach eigenen Angaben, auf Hauptlinien im Stundentakt zu fahren. Genau wie in der ersten Streikrunde rät die Deutsche Bahn ihren Kunden, angesichts der aktuellen Lage anstehende Fernreisen möglichst zu verschieben. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) erhöht in der laufenden Tarifrunde den Druck.

Bahnstreik in Baden-Württemberg: Personen- und Güterverkehr ist betroffen

Jens-Peter Lück, der Vizevorsitzende des Bezirks Süd-West, sagt der Deutschen Presse-Agentur, regionale Schwerpunkte in Baden-Württemberg seien unter anderen Stuttgart, Mannheim oder Karlsruhe. Auch wegen des Mitgliederzuwachses bei der GDL rechnet Lück mit einer guten Beteiligung der Lokführer am Streik. In ganz Deutschland beginnt der erneute Bahnstreik im Personenverkehr am Montag, 23. August, um 2 Uhr und endet am Mittwoch, 25. August, ebenfalls um 2 Uhr.

Im Güterverkehr beginnt der Bahnstreik bereits am Samstag um 17.00 Uhr. Die GDL erhofft sich durch die Streiks, ihre Forderungen durchzusetzen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine bessere Bezahlung der Lokführer sowie eine Lohnerhöhungen wie im öffentlichen Dienst von rund 3,2 Prozent und eine Corona-Prämie von 600 Euro im laufenden Jahr. Unabhängig vom Bahnstreik der GDL berichtete die Stuttgarter S-Bahn am Freitag über mögliche Fahrplaneinschränkungen.

Bahnstreik in Baden-Württemberg: In Stuttgart fahren weniger S-Bahnen

Im Zuge von Kontrollen sei ein erhöhter Radverschleiß bei Fahrzeugen entdeckt worden, heißt es. Deshalb könnten weniger S-Bahnen eingesetzt werden. Zwischen dem Hauptbahnhof und Stuttgart-Vaihingen werde vom Samstag an ein Doppelstockzug im Stundentakt pendeln. Vom Bahnstreik werden die Menschen in Baden-Württemberg von Montag an aber trotzdem betroffen sein. Die Deutsche Bahn kündigte bereits an, dass es in der nächsten Woche einen Notfallfahrplan geben wird. *echo24.de und fr.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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