1. echo24
  2. Baden-Württemberg

Bis zu 74 Stunden Stau – in diesen Städten stehen Autofahrer besonders lange

Erstellt:

Von: Lisa Klein

Kommentare

Ein Bus der Linie X1 fährt während einer Probefahrt an stehenden Autos im Stau vorbei.
Stau steht in Stuttgart mit an der Tagesordnung, dennoch gibt es eine Stadt in Baden-Württemberg, in der Pendler noch mehr im Stau stehen. © picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Insgesamt 74 Stunden stehen Pendler 2022 in der staureichsten Stadt Deutschlands im Verkehr fest. Auch eine Stadt in Baden-Württemberg schafft es unter die Top Zehn.

Stuttgart ist bekannt für seine vielen Baustellen und vor allem auch für Staus und Verkehrschaos zu den Stoßzeiten. Wer als Baden-Württemberger denkt, in der Landeshauptstadt Stuttgart stehen Pendler wohl mit am längsten im Stau, liegt laut dem neuesten Ranking des Verkehrdienstleisters „Inrix“ falsch.

Die Daten des Verkehrsdienstleisters zeigen, in welchen Städten Pendler im Jahr 2022 wie viel Zeit verloren haben. Für die Studie wurden Stau- und Mobilitätsdaten in mehr als 1000 Städten in 50 Ländern ausgewertet. Eine Stadt in Baden-Württemberg hat es unter die Top Ten der staureichsten Städte geschafft – Stuttgart ist nicht dabei.

Stau-Ranking 2022: In diesen Städten stehen Autofahrer besonders lange

Platz eins belegt München mit 74 Stunden Stau, dicht gefolgt von Berlin mit 71 Stunden. Autofahrer stecken in Freiburg besonders lange im Verkehr fest. Pendler stehen in Freiburg 43 Stunden pro Jahr im Stau. Auf Platz sieben ist Freiburg zu finden, mit 43 Stunden Stau. Unter den Baden-Württembergischen Städten belegt Freiburg somit Platz eins.

Freiburg unter den zehn staureichsten Städten Deutschlands – Pendler stehen 43 Stunden

Freiburg gehört nach Daten des Verkehrdienstleisters Inrix zu den am stärksten von Staus geplagten Städten Deutschlands, wie die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa) berichtet. Durch verstopfte Straßen in den Stoßzeiten hat ein durchschnittlicher Pendler im vergangenen Jahr in der Stadt im Breisgau 43 Stunden Zeit verloren, wie die Datenexperten am Dienstag in München mitteilten.

Das sind drei Stunden mehr als im Jahr zuvor – und das ausgerechnet in der von der Umweltbewegung geschätzten Metropole. Noch länger im Stau standen die Menschen den Angaben zufolge nur in München und Berlin, in Hamburg, Potsdam, Leipzig und Darmstadt.

Stau in internationalen Großstädten noch schlimmer als in Deutschland

Ein Blick auf internationale Großstädte zeigt: Das ist eigentlich noch gar nicht viel. In London standen Autofahrer im Jahr 2022 insgesamt 156 Stunden, in Chicago 155 Stunden und Paris 138 Stunden. Für Palermo (121 Stunden) ermittelte Inrix eine Durchschnittsgeschwindigkeit von gerade mal 14 Stundenkilometern in der Innenstadt.

Nach der Corona-Pandemie sei der traditionelle Pendlerverkehr am Morgen und am späten Nachmittag zurückgekehrt, sagte Verkehrsanalyst Bob Pishue. Das Verkehrsaufkommen in Deutschland, gemessen in Fahrzeugkilometern an Wochentagen, stieg laut Inrix um 21 Prozent im Vergleich zu 2021 und lag damit acht Prozent über dem Niveau von 2019. Für die Studie wurden Stau- und Mobilitätsdaten in mehr als 1000 Städten in 50 Ländern ausgewertet.

Auch interessant

Kommentare