ADAC-Stauprognose

Hier steht ihr länger: Überraschende ADAC-Prognose zu Ferienstart und Staugefahr

Baden-Württemberg und Bayern starten diese Woche in die Ferien. Das bedeutet laut ADAC Stau. (Symbolbild)
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Baden-Württemberg und Bayern starten diese Woche in die Ferien. Das bedeutet laut ADAC Stau. (Symbolbild)
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Mit Bayern und Baden-Württemberg starten diese Woche die beiden letzten Bundesländer in die Sommerferien. Der ADAC befürchtet deshalb viele Staus - eine Übersicht.

Es ist Sommer - und die Reisesaison in vollem Gange. Denn obwohl die Corona-Pandemie noch nicht vorbei ist, zieht es viele in die Ferne. Auch die vielen Regeln, die für Reiserückkehrer gelten und Einreisebestimmungen für viele Urlaubsländer halten die Deutschen nicht vom Urlaub ab! Besonders auf den Autobahnen macht sich das bemerkbar.

Denn der ADAC schreibt in seiner Stauprognose für das kommende Wochenende (30. Juli bis 1. August): „Dem Stau entgeht nun keiner mehr.“ Das liegt zum einen daran, dass zum Ende der Woche endlich alle deutschen Bundesländer Sommerferien haben - zum anderen erwarten die Verkehrsexperten auch erste große Wellen an Heimkehrern. Denn in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, und Hamburg enden in Kürze die Sommerferien - genauso, wie in einigen nordeuropäischen Ländern.

Stau auf Deutschlands Autobahnen: Kommt zum Ferienbeginn das Verkehrs-Chaos?

Doch der ADAC gibt auch gleich wieder eine leichte Entwarnung. Denn obwohl die Autobahnen wohl an diesem Wochenende extrem viel Verkehr verkraften müssen, wird es vermutlich kein Chaos geben. Aufgrund der Corona-Pandemie sind in diesem Jahr viele Deutsche noch zurückhaltend, was Urlaubsreisen angeht. Dennoch rechnet der Automobilklub mit einigen Kurzurlaubern und Tagesausflüglern.

Die könnten dafür sorgen, dass auf den Zufahrtsstraßen zu Seen, Wandergebieten und Campingplätzen längere An- und Abreisezeiten gibt. Mischt sich dann eben dieser Ausflugsverkehr unter die regulären Reisenden, kann es auf den Straßen doch ziemlich eng werden.

Ein Tipp der Verkehrsexperten des ADAC ist deshalb: Ausflügler sollten sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage am Ausflugsort informieren und entweder bereits in den frühen Morgenstunden oder erst ab dem Nachmittag aufbrechen - oder sogar das Ziel ändern. Bei der Reiseplanung kann übrigens die neue Autobahn-App der Bundesregierung helfen. Sie misst die aktuelle Verkehrslage unmittelbar vor Ort und zeigt sogar über Webcams die Straßenauslastung in Echtzeit.

Stau zum Ferienbeginn: Diese Strecken sind besonders betroffen

Doch für gewisse Prognosen braucht man diese App gar nicht - denn sicher ist laut ADAC, dass der Samstag als Reisetag besonders ungünstig ist. Urlauber, die ins Ausland fahren wollen, sollten eher auf einen Reisetag unter der Woche ausweichen - beispielsweise Dienstag oder Mittwoch. Am kommenden Wochenende sagt der Deutsche Automobilklub Spitzenzeiten für Freitagnachmittag, Samstag Vormittag und am frühen Nachmittag sowie Sonntagnachmittag voraus.

  • A1 - Bremen - Lübeck
  • A3 - Würzburg - Nürnberg - Passau
  • A4 - Erfurt - Dresden - Görlitz
  • A5 - Frankfurt - Karlsruhe - Basel
  • A6 - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
  • A7 - Flensburg - Hamburg / Würzburg - Ulm - Füssen
  • A8 - Karlsruhe - München - Salzburg
  • A9 - München - Nürnberg
  • A19 - Dreieck Wittstock - Rostock
  • A61 - Mänchengladbach - Koblenz
  • A72 - Leipzig - Chemnitz - Hof
  • A81 - Stuttgart - Singen
  • A91 - Inntaldreieck - Kufstein
  • Die Fernstraßen zur Nord- und Ostsee

Übrigens: Wenn man auf die vergangenen drei Ferienwochenenden in Deutschland schaut, so zeichnen sich definitiv auch für das kommende Wochenende zum ersten August volle Straßen ab. Denn in diesem Zeitraum gab es laut ADAC 16.764 Staus mit einer Gesamtlänge von 21.060 Kilometern auf den Autobahnen.

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