Dem Klimawandel an den Kragen

Solarpflicht in BW kommt: Was beim Hausbau jetzt wichtig wird

PV-Anlagen sind ein Baustein für mehr Klimaschutz. Deshalb hat das Umweltministerium in Stuttgart für 2022 eine neue Regelung auf den Weg gebracht. (Symbolbild).
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PV-Anlagen sind ein Baustein für mehr Klimaschutz. Deshalb hat das Umweltministerium in Stuttgart für 2022 eine neue Regelung auf den Weg gebracht. (Symbolbild).
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Der Klimawandel spielt in der Politik von heute eine immer größere Rolle. Jetzt macht auch das Land Baden-Württemberg Ernst.

Neben Corona und den Zahlen für Baden-Württemberg* hat der Südwesten auch noch andere Sorgen. So ist beispielsweise der Klimaschutz seit einigen Jahren eins der Top-Themen. Aktivisten wie „Fridays For Future“ machen immer wieder darauf aufmerksam, dass mehr getan werden muss, um das Ziel des Pariser Klimaabkommens einhalten zu können. Deshalb hat Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) jetzt nochmals auf neue Regeln zum Hausbau aufmerksam gemacht, die in Sachen Erneuerbare Energien wichtig sind.

Konkret wies das Umweltministerium in Stuttgart* nun darauf hin, dass ab Januar auf allen neuen Nicht-Wohngebäuden wie Firmendächern oder Hallen Photovoltaik-Anlagen angebracht werden müssen. Auch über Parkplätzen ab einer Größe von 35 Stellplätzen müssen künftig Solarzellen installiert werden - nur wer ein neues Wohnhaus bauen will, hat bisher noch freie Hand.

Photovoltaik auf die Dächer: Was gilt ab 2022 beim Hausbau?

Doch NOCH ist hier das entscheidende Stichwort, denn ab dem 1. Mai kommenden Jahres ist es ebenfalls Pflicht, auf neu gebaute Wohnhäuser Solaranlagen installieren zu lassen. Laut Umweltministerin Thekla Walker ist das besonders wichtig, da die Photovoltaik neben der Windenergie ein wesentlicher Bestandteil sei, „um die erneuerbaren Energien auszubauen, Versorgungssicherheit zu schaffen und die Klimaschutzziele zu erreichen.“ Denn der Klimawandel mache an keiner Grenze halt. „Nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung wird es uns gelingen, die Klimakrise zu stoppen.“

  • Ab Januar 2022: Auf allen neuen Nicht-Wohngebäuden die Firmendächern oder Hallen müssen Photovoltaik-Anlagen angebracht werden.
  • Auch über Parkplätzen ab einer Größe von 35 Stellplätzen müssen künftig Solarzellen installiert werden.
  • Ab dem 1. Mai 2023 wird es Pflicht, auf neu gebauten Wohnhäusern Solaranlagen installieren zu lassen.

Bereits jetzt belegt die Sonnenenergie in Baden-Württemberg den Spitzenplatz unter den Erneuerbaren Energien - mit 14 Prozent. In konkreten Zahlen heißt das: In Baden-Württemberg sind zum Stand Ende 2020 6,9 Gigawatt an Photovoltaikleistung installiert worden. Diese Zahl soll laut Umweltministerium in den nächsten Jahren deutlich weiter ausgebaut werden. „Hierzu soll hauptsächlich das bislang nur zu etwa 20 Prozent genutzte Potenzial auf Dächern weiter für die Solarenergienutzung erschlossen werden.“ *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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