Kooperation mit Geely

Daimler plant Mega-Veränderung beim Smart - Skizze verrät erste Details

Eine Computeranimation eines SUV-Smart.
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Der neue Smart soll auf der IAA in München vorgestellt werden.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Die Tage des Smart fortwo sind gezählt, bereits 2022 erfolgt der Neustart. Und der lässt den kleinen City-Flitzer erwachsen werden.

Update, 20. Mai: Mit der aktuellen Generation des Smart fortwo endet eine Ära, denn es wird der wohl letzte Zweisitzer der Daimler-Tochter sein. Im kommenden Jahr will sich der Automobilhersteller neu erfinden und folgt dabei einem Trend der letzten Jahre. Statt kleinen kompakten Zweisitzern wird man künftig gemeinsam mit Geely einen SUV bauen.

Viel ist über den Neuen von Smart bislang noch nicht bekannt, auf Anfrage von echo24.de ging die Daimler-Tochter jedoch etwas ins Detail. „Der neue smart SUV wird sofort als smart erkennbar sein: hochmodern, anspruchsvoll und mit fortschrittlichen Hightech-Lösungen. Vor allem aber wird er die ‚smarteste‘ aller Eigenschaften besitzen – super-kompakte Außenmaße und einen vergleichsweise großen Innenraum“, erklärt Smart-Vertriebschef Daniel Lescow.

Daimler: Smart-SUV rückt näher an Mercedes - Sprachsteuerung und digitaler Schlüssel sind Standard

So soll es sich um einen „Premium-Hightech-Kompakt-SUV mit vollelektrischem Antrieb“ handeln, der auf der SEA-Plattform von Geely aufbaut. Zudem bedient sich Smart bei Mercedes-Benz und bietet cloudbasierte Over-the-Air-Software-Updates an. Diese Funktion kennt man beispielsweise auch vom EQS. Ähnlich wie das Flaggschiff der Konzernschwester unterstützt auch der SUV von Smart schnelles Aufladen. Genauere Details dazu nannte die Daimler-Tochter nicht.

Allerdings soll die Marke deutlich erwachsener werden und weiter ins Premium-Segment vorrücken. Daher hat der Smart SUV auch praktische Funktionen wie eine Sprachsteuerung, auch die kennt man mit „Hey Mercedes“ schon von der Daimler-Konzernschwester. Zudem ist der digitale Schlüssel bei Smart künftig Standard.

Daimler: Smart erfindet sich mit SUV neu

„Der künftige smart SUV wird die perfekte Mischung aus innovativem Design und Spitzentechnologie bieten“, verspricht Julia Brehm, die Sprecherin der Daimler-Tochter. Der neue SUV - den Smart noch in diesem Jahr vorstellen will - soll nur der erste Schritt in der Transformation der Daimler-Tochter sein.

Die Zeichnung erinnert kaum noch an den aktuellen Smart.

Denn Smart möchte künftig mehrere Modelle anbieten, statt wie bislang nur ein beziehungsweise zwei Modelle. „Smart transformiert sich in drei zentralen Dimensionen: durch die Erneuerung der Marke, innovative Produkte und ein neues Geschäftsmodell mit datengesteuertem Direktvertrieb. Durch diesen Prozess wird smart als globale Premium-Marke gestärkt, mit Hauptsitz in China und einer starken Präsenz in Europa“, betont Lescow.  

Smart steht vor Mega-Veränderung - Daimler enthüllt erste Details

Update, 19. Mai: Eigentlich ist der Smart das perfekte Auto für die Stadt, das dachte sich wohl auch Daimler über den kleinen City-Flitzer. Doch die Marke brachte nie den Erfolg, den man sich in Stuttgart erhofft hatte.

Auch der Image-Wechsel hin zum praktischen Elektroauto für die Stadt kurbelte die Verkaufszahlen von Smart nicht an. Da half auch die Verpflichtung von Lena Meyer-Landrut als Werbepartnerin nicht.

Smart: Daimler verpasst Kleinwagen neues Outfit

Im kommenden Jahr soll es deshalb einen Neustart bei Smart geben, zusammen mit Daimlers Großaktionär Geely. Der Plan: Die Daimler-Tochter Mercedes sorgt für das Design und Geely kümmert sich um die Entwicklung. Die Fertigung des neuen Smart erfolgt in China.

Die neue Generation des Smart wird jedoch wenig mit dem aktuellen fortwo zu tun haben, denn der Kleinwagen hat ausgedient. Wie bereits berichtet (Erstmeldung, 3. Februar) kommt Smart künftig als SUV daher.

Smart: Daimler-Designchef spricht über neues Design

Wie der Spiegel berichtet, wächst der Smart fortwo daher von 2,74 Metern Länge auf über vier Meter an und wird zum Fünfsitzer mit Offroad-Look. Auch das aktuell eher knuffige Design gehört der Vergangenheit an.

„Süß war gestern, jetzt wird der Smart sexy“, erklärte Daimlers Designchef dem Spiegel. Zudem soll die neue Generation des Smart deutlich erwachsener und wertiger daher kommen, das gilt auch für den Innenraum. Das bisherige, eher preiswerte Plastik soll einem bezahlbaren Luxus weichen.

Smart: Daimler wertet Kleinwagen auf

Ganz nach dem Markennamen smart soll die neue Version noch intelligenter werden, deshalb verpassen Daimler und Geely dem neuen Modell einige schlaue Lösungen. Beispielsweise soll ein wegweisendes Infotainment-System verbaut werden.

Gemäß der Konzernstrategie von Daimler bleiben die Smarts auch in Zukunft Elektroautos, allerdings mit einer deutlich größeren Reichweite als bislang. Möglich wird das durch eine neue Konstruktion von Geely, die Platz für größere Akkus schafft.

SUV statt City-Flitzer: Smart steht vor Mega-Veränderung

Erstmeldung, 3. Februar: Mit dem Smart fortwo hat Daimler im Jahr 1994 den perfekten Stadtwagen auf den Markt gebracht. Die erste Generation des Zweisitzers war grade einmal 2,5 Meter lang und 1,5 Meter breit. Somit passte der Smart auch quer in fast jede Parklücke. Seit her ist der kompakte City-Flitzer kaum gewachsen, die aktuelle Generation miss etwa 2,74 Meter in der Länge und 1,66 Meter in der Breite.

Auch das Design hat Daimler nur behutsam weiterentwickelt, unter der Haube kam es jedoch zur Revolution. Während die dritte Generation anfangs noch mit Benzinmotoren verkauft wurde, ist der Smart seit April 2019 nur noch als Elektroauto bestellbar. Wie focus.de berichtet, könnte ein weiterer Traditionsbruch unmittelbar bevorstehen.

Smart: Mini-SUV statt Stadtwagen - Daimler folgt dem Trend

Bekanntermaßen wird die nächste Generation des Smart zusammen mit Daimlers-Großaktionär Geely in China produziert, ab 2022 soll dort der „New Smart“ entstehen. Das bisherige Werk im französischen Hambach hat Daimler bereits an Ineos verkauft. Und auch der kleine Smart könnte bald Geschichte sein, denn dieser soll keinen direkt Nachfolger mehr erhalten.

Stattdessen greift Daimler ein Konzept auf, das bereits 2005 unter dem Namen Smart formore auf den Tischen der Smart-Ingenieur lag: ein Mini-SUV. Natürlich rein elektrisch! Seiner Zeit entschied sich Daimler jedoch für den Smart forfour, der zunächst auf der Basis des Mitsubishi Colt aufbaute, spätere Generationen nutzen die Plattform des Renault Twingo. Ein besonderer Erfolg war das Modell jedoch nicht.

Smart: Umsatzrückgang für Stadtauto - teures Elektroauto mit zu wenig Reichweite

Im vergangenen Jahr hatte Smart mit einem enormen Absatzrückgang von 67 Prozent zu kämpfen. So viel wie keine andere Automarke in Deutschland. Auf Anfrage von focus.de erklärte Daimler: „Seit 2020 ist Smart eine rein elektrische Marke. In 2019 wurden im Auslaufjahr der Verbrenner entsprechend sowohl Verbrenner als auch elektrische Fahrzeuge verkauft. Daher kann man die Daten 2020 nicht mit 2019 vergleichen.“ Zudem dürfte auch das Coronavirus seinen Teil dazu beigetragen haben.

Auf Instagram spricht Lena Meyer-Landrut mit verschieden Gästen über Nachhaltigkeit.

Allerdings waren die Verkaufsargumente des Smart nach dem Aus der Benziner-Motoren auch nicht mehr die Besten. Im Winter soll das kleine Elektroauto grade einmal 100 Kilometer weit kommen. Verglichen mit den modernen Elektroautos ist diese Reichweite kaum der Redewert. Hinzu kommt das der Smart fortwo mit 18.370 Euro - mit Förderung - alles andere als preiswert ist. Auch eine Werbekampagne mit der Sängerin Lena Meyer-Landrut half nicht, die Verkaufszahlen zu steigern.

Smart: Aus für Stadtwagen - das soll der Mini-SUV können

Jetzt soll also ein Mini-SUV retten, was noch zu retten ist. Allerdings soll der „New Smart“ erst einmal nur in China auf den Markt kommen. Als Basis für den Smart-SUV dient dabei eine Technik-Plattform von Geely beziehungsweise Volvo. Preislich soll der neue Smart deutlich unter dem aktuellen fortwo liegen, angepeilt ist ein Preis von etwa 15.000 Euro.

Zudem wird der Mini-SUV deutlich größer ausfallen als die aktuellen Smart-Modelle fortwo und forfour. Der SUV von Smart soll wohl etwa vier Meter lang werden. Obwohl es sich um einen SUV handelt, soll der neue Smart keinen Allrad-Antrieb bekommen, da es sich um ein für China konzipiertes Stadtfahrzeug handelt. Am wahrscheinlichsten ist ein Heckantrieb, es könnte aber auch ein Frontantrieb kommen. Auch die Reichweite wird nicht wesentlich steigen und wohl zwischen 200 und 300 Kilometer liegen.

Smart: Aus für Stadtwagen - Experte lobt Daimler-Entscheidung

Neben dem Smart von Daimler sollen auch noch weitere kleine Elektroautos auf Geelys Elektroauto-Plattform SEA (Sustainable Experience Architecture) aufbauen. Dass der neue Smart-SUV auch nach Europa und somit nach Deutschland kommen wird, gilt als sicher.

Smart
GründerNicolas Hayek
Gründung1994, Biel Schweiz
InhaberMercedes-Benz
HauptsitzBöblingen

Für den Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer ist die Entscheidung von Daimler, mit Smart einen Neustart in China zu wagen, mehr als nachvollziehbar: „Mit dem bisherigen Smart-Konzept war es nicht möglich, die Marke langfristig ertragreich zu gestalten. Der Markt für reine Zweisitzer ist zu eng, wie man auch am Toyota iQ gesehen hat. Daher war es nicht möglich, mit Smart in seiner heutigen Form in die Zukunft zu gehen.“

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