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Nach umstrittener Silvesteraussage: Kretschmann verteidigt Innenminister Strobl

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Von: Michaela Ebert

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In der Silvesternacht kommt es unter anderem in Heilbronn zu Ausschreitungen. Innenminister Thomas Strobl äußerte sich dazu und geriet in die Kritik. Ministerpräsident Kretschmann hat dazu eine klare Meinung.

Zu Silvesterrandale und Angriffen mit Silvesterraketen auf Einsatzkräfte kam es zum Jahreswechsel in Baden-Württemberg: Auch in Heilbronn wurde ein 30-Jähriger nach einem derartigen Vorfall zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) hatte in der Folge die Nacht als „ganz normales Silvester“ bezeichnet und war damit in Kritik geraten.

Nun hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) die umstrittene Aussage von Strobl – der auch aus Heilbronn stammt – verteidigt. „Es kommen halt solche Dinge an Silvester vor“, so Kretschmann am Dienstag (10. Januar). Strobl habe damit gemeint, dass in Baden-Württemberg keine solch dramatischen Vorgänge wie in Berlin stattgefunden hätten. Verglichen mit Berlin sei die Lage in Baden-Württemberg gut, bestätigt Kretschmann.

Nach Silvesterrandale: Kretschmann sieht keinen Grund für Böllerverbot

Um die Geschehnisse an Silvester aufzuarbeiten, lädt Innenminister Strobl nun Rettungskräfte und Polizeibeamte zu einem Gespräch ein. Dieses soll noch in diesem Monat stattfinden. Ein Böllerverbot als Mittel gegen Randalen lehnt Kretschmann ab. Dass Feuerwerk missbraucht werde, könne man nicht als Maßstab für ein Böllerverbot nehmen, sagte er.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die umstrittene Aussage seines Innenministers Thomas Strobl (CDU) zur Silvesternacht in Baden-Württemberg verteidigt
Kretschmann verteidigt die umstrittene Aussage von Strobl nach der Silvesternacht. © picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod

„Für und gegen Feuerwerke gibt es sehr, sehr viele Argumente. Das muss jeder für sich entscheiden.“ Menschen, die sachgerecht mit Knallkörpern umgehen, dürfe man dem Ministerpräsidenten zufolge nicht für Vergehen anderer bestrafen.

Bei der Tätersuche warnte Kretschmann vor Pauschalisierungen. „Man muss wissen, wer die Täter sind“, betonte er. Jedoch dürfe man keine Pauschalurteile fällen, ohne die wirklichen Gründe und die sozialen Milieus hinter den Tätern zu untersuchen.

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