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Direkt ins Feuerwerk geschaut – Anzahl der Brandverletzungen belastet Klinikum Stuttgart

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Von: Dominik Jahn

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Direkt ins Feuerwerk geschaut – Anzahl der Brandverletzungen belastet Klinikum Stuttgart. © dpa/ Bullit Marquez

Für das Klinikum Stuttgart war Silvester 2022 mit vielen schweren Brandverletzungen eine massive Zusatzbelastung. Aber auch aggressive Patienten bereiten den Mitarbeiten Sorgen.

Auch der Jahreswechsel von 2022 auf 2023 hat in Baden-Württemberg für volle Notaufnahmen und beim Personal für eine Zusatzbelastung gesorgt. Bei einigen Verletzungen konnten auch, die von echo24.de gesammelten Erste Hilfe-Tipps durch den Rettungsdienst nicht mehr helfen. Und nicht nur im Klinikum Stuttgart kamen die Fachkräfte an ihre Grenzen.

Wie die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa) schreibt, mussten in der baden-württembergischen Hauptstadt in der Nacht zu Sonntag mehrere Patienten behandelt werden, darunter drei Patienten mit schweren Verletzungen insbesondere im Gesichtsbereich.

Kampf ums Augenlicht in der Silvesternacht

Für die betroffenen Personen war damit Silvester 2022 ein echter Horror-Jahresabschluss. Gegenüber der „dpa“ erklärte der geschäftsführende Oberarzt der Notaufnahme, Dr. Alexander Krohn, am Sonntag: „Bei zwei Patienten war das Augenlicht bedroht. Sie hatten sich über Feuerwerksbatterien gebeugt und hineingeschaut, als diese explodierten.“

Einrichtung:Klinikum Stuttgart
Zusammenschluss:Krankenhäuser Bürgerhospital, Katharinenhospital, Krankenhaus Bad Cannstattund Olgahospital.
Auslastung jährlich:90.000 Patienten stationär und 600.000 ambulant
Anzahl der Mitarbeiter:7.000

Aber unverschuldet wurden zahlreiche Personen durch Böller verletzt. Mehrere Patienten wurden demnach auch durch in die Menge abgefeuerte Feuerwerkskörper verletzt. Krohn: „Es war eine herausfordernde Nacht.“ Aber nicht nur die Verletzungen sorgten für viel Arbeit, auch einige Patienten selbst. So berichtet der Oberarzt auch von „zunehmend gewaltbereiten Patienten“.

Uniklinik Freiburg erlebt „normale Silvesternacht“

Etwas ruhiger verlief Silvester 2022 dagegen am Universitätsklinikum Freiburg. Laut „dpa“ verzeichnete die Klinik ein „normales Aufkommen“ an Brandverletzungen. Oberärztin Dr. Katrin Fink erklärt dazu: „Es war eine ganz normale Silvesternacht, wie vor der Corona-Pandemie. Wir hatten zwar gut zu tun, aber das sind wir gewohnt.“

Der Kreisverband Freiburg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sprach in einer ersten Bilanz bis 4 Uhr morgens von „sehr ruhigen Stunden“ bis zu diesem Zeitpunkt. Allerdings habe die Polizei die Einsatzkräfte zeitweise „beschützen“ müssen.

Böller am Gesicht explodiert

Wie gefährlich der Umgang mit Böllern sein kann, zeigte in der Nacht zum Sonntag auch ein Fall aus dem Ortenaukreis, wie echo24.de berichtet hat. Einem 39-Jährigen ist ein Feuerwerkskörper am Gesicht explodiert.

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