Messenger Signal baut Verschlüsselung aus

Signal Messenger überlastet! Mega-Wechsel nach fragwürdiger WhatsApp-Aktion

Messenger Signal
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Fünf Freunde: Das ist vorerst die maximale Teilnehmerzahl endverschlüsselter Videochats bei Signal.
  • Julia Cuprakowa
    vonJulia Cuprakowa
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Bald müssen die User den neuen und fragwürdigen WhatsApp-Bedingungen zustimmen, ansonsten können sie den Messenger nicht mehr nutzen. Dies veranlasst viele User zu einem Wechsel zu Signal. Aufgrund dessen war das  Verifizierungs-System überlastet.

WhatsApp ist für viele Smartphone-Nutzer nicht mehr vom Gerät wegzudenken. Immerhin verbindet der Messenger User auch über lange Entfernungen mit Nachrichten, Anrufen und Video-Konferenzen. Doch schon bald müssen die User einer neuen Funktion zustimmen, ansonsten bleibt eigentlich nur noch die Löschung von WhatsApp. Doch worum geht es in der Änderung?

Signal Messenger: Wegen fragwürdiger WhatsApp-Bedingungen - Mega-Wechsel überlastet Signal

Im Fokus sollen wohl die Verarbeitung von Daten und die Nutzung von Chats für Unternehmen stehen. Allem voran die Verbindung zwischen Facebook und WhatsApp soll wohl gestärkt werden. Bisher hatten WhatsApp-Nutzer das Recht, die Weitergabe der Daten einzuschränken. Damit ist nun Schluss! Daher erwägen viele Nutzer daher den Wechsel zu einem anderen Messenger-Anbieter. Einer der Favoriten: Signal Messenger. Durch den enormen Zulauf war der verschlüsselte Messenger Signal zeitweise so überlastet, dass es kurzzeitig Probleme mit dem  Verifizierungs-System gab. Doch wieso ist gerade Signal als Alternativ-Messenger so beliebt?

Nicht zuletzt könnte es daran liegen, dass sogar Tesla-Chef Elon Musk zur Nutzung von Signal aufruft.

Und auch der weltbekannte Whistleblower Edward Snowden propagiert den Messenger-Dienst bei Twitter.

Beides zusammen führte offenbar zu einem Ansturm auf WhatsApp-Alternative, wie heise.de berichtet. Kurz nach dem Tweet Musks konnte Signals SMS-Gateway keine Verifizierungscodes verschicken, die bei Neuanmeldung notwendig sind. Dies wurde aber in Zusammenarbeit mit verschiedenen Internet-Diensten kurzfristig behoben, wie Signal selbst per Twitter meldet.

Signal: Warum der Messenger eine gute Alternative ist

Signal legt im Gegensatz zu vielen anderen Messengern viel Wert auf die Privatsphäre ihrer Nutzer. So wird neben dem eigentlichen Gesprächsinhalt auch der Absender verschlüsselt. Denn den muss Signal nicht kennen, um eine Nachricht zu übermitteln. Stattdessen ersetzt die App den Namen des Absenders durch ein zeitlich begrenztes Zertifikat, das erst beim Empfänger entschlüsselt wird.

Der Vorteil: Mehr Privatsphäre für die Nutzer, da Gespräche von Dritten schwieriger zurückverfolgt und die Gesprächspartner kaum mehr ermittelt werden können. Und auch im Funktionsbereich müssen Nutzer auf Nichts verzichten. Gruppenchats, selbst zerstörende Nachrichten, verschlüsselte Videoanrufe für bis zu fünf Personen, das Teilen von Dokumenten und Bildern oder auch das Chatten direkt am Desktop - all das klappt auch mit Signal.

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