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Schweinepest: Seuchenbekämpfung in der Region –Veterinäramt kündigt Kontrollen an

  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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Afrikanische Schweinepest: Was Schweinehalter im Hohenlohekreis jetzt wissen müssen. Veterinäramt kündigt verstärkte Kontrollen an und erinnert an Meldepflicht.

Nachdem am Mittwoch, 25. Mai 2022, im Landkreis Emmendingen der erste Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Baden-Württemberg nachgewiesen wurde, erinnert das Veterinäramt des Hohenlohekreises alle schweinehaltenden Betriebe mit Nachdruck, die gesetzlich vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Für Verbraucher besteht aber kein Anlass zur Sorge. Das Virus ist nicht auf den Menschen übertragbar, wie das Landratsamt Hohenlohe in einer Mitteilung berichtet.

Schweinepest: Seuchenbekämpfung im Hohenlohekreis – Veterinäramt kündigt Kontrollen an

„Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in einem Schweinebestand im Hohenlohekreis hätte enorme wirtschaftliche Konsequenzen für die Schweineproduktion der gesamten Region“, erklärt Dr. Helmut Stoffel, Leiter des Veterinäramts. Daher wird sein Amt alle Schweinehalter anschreiben und sie an die Vorgaben der Schweinehaltungshygieneverordnung erinnern. In den kommenden Wochen und Monaten wird es dazu auch verstärkt stichprobenartige Kontrollen im Hohenlohekreis geben.

„Die Ausbreitung der Seuche zu verhindern, liegt im Interesse aller – und insbesondere der Schweinehalter“, so der Amtsleiter. Die Betriebe und Privatpersonen sollten ihre Biosicherheitsmaßnahmen überprüfen und wo nötig intensivieren. Eine kostenlose Beratung hierzu bietet die Tierseuchenkasse Baden-Württemberg an. Zudem erinnert er alle Hobbyschweinehalter an die gesetzliche Verpflichtung, ihre Tierhaltung beim Veterinäramt zu melden.

Schweinepest: Erreger kommt offenbar aus Georgien

Hintergrund: Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Viruserkrankung, die nur Haus- und Wildschweine befällt und in über 90 Prozent der Fälle tödlich verläuft. Für andere Haustiere sowie den Menschen ist sie hingegen völlig ungefährlich. Der Erreger wurde 2007 nach Georgien eingeschleppt und breitet sich seither nach Westen aus.

Die Ursache für die immer wieder sprunghafte Weiterverbreitung ist menschliches Handeln. In Deutschland trat die Seuche zum ersten Mal im September 2020 bei Wildschweinen in Brandenburg auf.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

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