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Nach Schulweg-Attacke: Notfallseelsorger stehen Familie von Mädchen bei

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Von: Michaela Ebert

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Einfach da sein und zuhören – das kann für viele schon ein wenig Trost in schwierigen Zeiten sein. Den Familien der getötete 14-Jährige und ihre schwer verletzte Mitschülerin in Illerkirchberg stehen deshalb gerade Notfallseelsorger zur Seite.

Es ist alles andere als ein gewöhnlicher Montagmorgen in Illerkirchberg: Am 5. Dezember werden zwei Mädchen auf dem Weg zu Schule in Illerkirchberg südlich von Ulm von einem Mann aus Eritrea attackiert und schwer verletzt – die ältere der beiden, eine 14-Jährige, stirbt an den Folgen der Verletzungen.

Das zweite Mädchen, 13 Jahre alt, wurde vermutlich mit einem Messer schwer verletzt, befindet sich aber laut Angaben der „Deutschen Presse-Agentur“ außer Lebensgefahr. Der 27-jährige Verdächtige ist wegen Mordes und versuchten Mordes in Untersuchungshaft.

Notfallseelsorger stehen Familien nach Schulweg-Attacke bei

Nach der schrecklichen Tat stehen nun Notfallseelsorger den betroffenen Familien zur Seite. „Es geht darum, dass sie das Gefühl bekommen, dass sie in diesen schweren Stunden nicht allein sind“, sagt Michael Lobenhofer, Leiter der Notfallseelsorge Ulm/Alb-Donau-Kreis, der dpa.

Nach dem Messerangriff auf zwei Mädchen in Illerkirchberg
Nach Schulweg-Attacke: Ganz Illerkirchberg ist betroffen. © picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod

Aber auch Organisatorisches wie etwa eine Trauerfeier für die 14-Jährige sei ein Thema, zu dem die drei Seelsorger vor Ort Antworten beisteuern. Die Familie des Mädchens habe sich entschlossen, öffentlich zu trauern.

Nach Messerattacke in Illerkirchberg: Auch Lehrer, Mitschüler und Eltern melden sich bei Seelsorgern

„Wenn wir sehen, dass Verwandte und Freunde sich gut um die Familien kümmern, ziehen wir uns wieder zurück.“, so Lobenhofer. Zudem werde eine Person betreut, die das Verbrechen gesehen habe.

Auch Eltern und Lehrer melden sich bei der Notfallseelsorge, um zu erfahren, wie sie mit ihren erschütterten Kindern umgehen sollen. Es gelte dann, darauf hinzuweisen, dass man in Deutschland generell in Sicherheit lebe, solche Dinge aber immer wieder vorkämen, betonte Lobenhofer. Zu den Aufgaben der Notfallseelsorge gehöre es auch, Gerüchten und Halbwahrheiten entgegenzuwirken.

Schülerin stirbt durch Messerattacke: schulpsychologischer Dienst im Einsatz

Wenn Kinder Angst vor dem Schulweg zeigten, sollten Eltern sie begleiten oder in einer Gruppe mit anderen zusammen laufen lassen. Lehrer sollten auf Signale hören und ins Einzelgespräch gehen, statt mit der ganzen Klasse über den Tod der Schülerin zu sprechen. „Man darf die Kinder nicht überfrachten, manche wollen auch nicht alles hören“, erläuterte Lobenhofer. Auch der schulpsychologische Dienst sei bei der von den beiden Mädchen besuchten Schule im Einsatz.

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