Maskenpflicht an Schulen gelockert

Maskenpflicht an Baden-Württembergs Schulen gelockert: Was ab Montag gilt

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Die Corona-Verordnung für Schulen soll geändert werden – geplant ist eine Lockerung der Maskenpflicht an Schulen ab Montag (21. Juni), abhängig der Inzidenzen.

Aktuell ist vor allem das Thema Maskenpflicht und eine mögliche Aufhebung dieser ein großes Diskussionsthema in ganz Deutschland. Die einen fordern angesichts der sinkenden Inzidenzen eine sofortige Aufhebung der Maskenpflicht in vielen Bereichen, die anderen mahnen vor zu voreiligen Lockerungen. Das Land Baden-Württemberg hat nun auf die Forderung von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht reagiert, die Regelungen rund um die Maskenpflicht zu überprüfen und überarbeiten. In der neuen Corona-Verordnung soll das Thema Maskenpflicht neu aufgegriffen werden.

Die erste Änderung gibt es laut einer Pressemitteilung des Kultusministeriums in Baden-Württemberg bereits ab dem 21. Juni: Ab Montag treten neue Corona-Regeln rund um die Maskenpflicht für Schulen in Kraft. Ab dann gilt: Bei einer Unterschreitung der 7-Tage-Inzidenz von 50 in einem Stadt- oder Landkreis entfällt dort die Maskenpflicht im Freien. Bei der Unterschreitung der 7-Tage-Inzidenz von 35 – und wenn es an der Schule in den vergangenen zwei Wochen keinen mittels PCR-Test positiv getesteten Fall gab – entfällt die Maskenpflicht auch in den Unterrichtsräumen.

Baden-Württemberg: Maskenpflicht an Schulen fällt – abhängig der Inzidenzen

Außerhalb der Unterrichtsräume bleibt die Maskenpflicht im Schulgebäude aber bestehen. Das Kultusministerium hat die Schulen am Mittwoch (16. Juni) über die Grundausrichtung der kommenden Regelungen informiert, die noch in der „Corona-Verordnung Schule“ umgesetzt werden müssen.

Angesichts der niedrigen Inzidenz und der Absicherung über die Testpflicht, durch die jeder Lehrer sowie jeder Schüler und jede Schülerin an den Schulen zweimal wöchentlich getestet wird, können wir die Maskenpflicht an den Schulen vorsichtig lockern

 Kultusministerin Theresa Schopper.

„Es ist mir wichtig, dass wir bei Lockerungen auch an die Kinder und Jugendlichen denken. Sie mussten in der Pandemie zurückstecken, um die Älteren zu schützen, deswegen müssen wir sie jetzt auch bei Lockerungen berücksichtigen und ihnen Belastungen nehmen, wenn dies vertretbar ist“, erklärt Kultusministerin Theresa Schopper.

Hinzu komme, dass ein Großteil der Lehrerinnen und Lehrer durch das Vorziehen in der Impfpriorisierung bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Inzwischen ist die Impfpriorisierung bundesweit aufgehoben und auch Kinder ab 12 Jahren dürfen sich gegen das Coronavirus impfen lassen – die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt derzeit allerdings, primär Kinder mit bestimmten Vorerkrankungen zu impfen.

Baden-Württemberg: Maskenpflicht an Schulen gelockert – was ab 21. Juni gilt

Die Schule soll sicher bleiben, betont das Kultusministerium. Deswegen dürfen die Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte auch weiterhin freiwillig eine Maske tragen. Außerdem bleibt es an den Schulen bei der indirekten Testpflicht, den bestehenden Hygienevorgaben des Kultusministeriums und ebenso bei den Vorgaben zum Lüften, heißt es in der Pressemitteilung. Diese Maßnahmen sollen weiter einen möglichst sicheren Schulbetrieb gewährleisten. Sofern die Inzidenzen wieder ansteigen sollten, greifen auch automatisch wieder die weitergehenden Schutzmaßnahmen.

Vor dem kommenden Wochenende erhalten die Schulen noch einmal weitere Detailinformationen über die anstehende Änderung der „Corona-Verordnung Schule“. Diese wird aktuell im Kultusministerium ausgearbeitet und soll zum kommenden Montag in Kraft treten. Damit die Schulen über die anstehenden Änderungen Bescheid wissen und sich darauf vorbereiten können, hat das Kultusministerium bereits jetzt die Grundregeln bekannt gegeben.

„Ich weiß, welche enorme Leistung die Schulen aktuell vollbringen. Ein großes Lob möchte ich in diesem Zusammenhang an alle Schulen im Land aussprechen, dass die Testungen so gut laufen und dass sie die Schülerinnen und Schüler und die Ehrenamtlichen durch die Testbescheinigungen enorm entlasten“, betont Schopper.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow

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