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Präsenzunterricht in Baden-Württemberg: Diese Regeln gelten jetzt für Schüler

Schulranzen
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Liegt die Inzidenz in den Stadt- und Landkreisen stabil unter 50 dürfen nach den Grundschulen auch die weiterführenden Schulen ab dem 7. Juni wieder für alle Kinder und Jugendlichen öffnen.
  • Julia Cuprakowa
    vonJulia Cuprakowa
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Die neue Corona-Verordnung für Schulen sieht Lockerungen unterhalb der Inzidenz von 35 vor. Der Schulstart erfolgt weitgehend in Präsenz, Sportunterricht wird wieder möglich.

Die coronabedingte Durststrecke für Hunderttausende Schülerinnen und Schüler nähert sich angesichts sinkender Infektionszahlen in Baden-Württemberg dem Ende. Liegt die Inzidenz in den Stadt- und Landkreisen stabil unter 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen - wie zum Beispiel im Landkreis Heilbronn - dürfen nach den Grundschulen auch die weiterführenden Schulen ihre Pforten an diesem Montag wieder für alle Kinder und Jugendlichen öffnen.

Schule in Baden-Württemberg: Präsenzunterricht dank sinkender Inzidenzen und Impfungen wieder möglich

Alle anderen Gymnasien, Real-, Werkreal-, Haupt-, Berufs- und Gemeinschaftsschulen müssen zunächst noch Wechselunterricht anbieten, also eine Mischung aus Präsenz und Home-Schooling. In der neuen, am Freitagnachmittag, 4. Juni, notverkündeten Verordnung des Kultusministeriums wird aber festgelegt, dass weiterführende Schulen ab dem 21. Juni auch dann wieder in den Regelbetrieb gehen können, wenn die 7-Tage-Inzidenz in ihrem Kreis unter 100 liegt.

Diese Regelungen für die Schulen hatten wir bereits Mitte Mai kommuniziert, damit haben wir den Schulen bewusst eine lange Vorlaufzeit eingeräumt.

Kultusministerin Theresa Schopper

Derzeit liegen alle 44 Kreise unter der Inzidenz von 100, zwischen 50 und 100 lag nur noch ein Fünftel (Stand. 4. Juni). Außerdem ist von Montag in Kreisen, die stabil unter einer Inzidenz von 35 liegen, wieder Sportunterricht jeglicher Art zulässig.

In Baden-Württemberg: Endlich wieder Präsenzunterricht - Schüler seit Weihnachten im Lockdown

Seit Weihnachten waren vor allem Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe im Lockdown gewesen, während Abschlussklassen teilweise in Präsenz unterrichtet werden konnten. Das Absinken der Corona-Infektionszahlen macht jetzt eine Öffnung auf breiter Basis möglich. Zudem ist ein Großteil der Lehrkräfte mittlerweile geimpft, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Für den Präsenzunterricht gilt folgende Regel: Erst wenn die Kreise fünf Tage unter dem Grenzwert 50 sind und das Gesundheitsamt dies festgestellt hat, können die Schulen vom übernächsten Tag an wieder in den Regelbetrieb übergehen.

Baden-Württemberg: Testpflicht - Schulen sollen Testbescheinigungen ausstellen

Grundschulen und die Grundstufen der Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) sind schon wieder im Präsenzunterricht ohne Abstandsgebot, da alle Kreise in Baden-Württemberg stabil unter der Inzidenz von 100 liegen. Unabhängig von den Inzidenzen gilt aber weiter die Maskenpflicht. Außerdem: Wer mehr als drei Tage in Folge an der Schule ist, muss sich zweimal pro Woche testen lassen. Es ist eine indirekte Testpflicht.

Da die Kinder und Jugendlichen an den Schulen an regelmäßigen Testungen teilnehmen müssen, sollen die Schulen zudem auch auf Verlangen negative Testergebnisse bescheinigen. Damit soll unter anderem die ehrenamtliche Arbeit außerhalb der Schule bei der Organisation entlastet werden und vermieden werden, dass sich Kinder bei der Nutzung verschiedener Angebote für sie belastender Mehrfachtestungen unterziehen lassen müssen.

Es ist mir bewusst, dass dies ein Aufwand für die Schulen darstellt. Wir haben deswegen versucht, das Verfahren so einfach und unbürokratisch wie möglich zu gestalten. Die Bestätigung muss deshalb nur auf Verlangen ausgestellt werden und sie kann mit einem einfachen Formular erfolgen, das durch die Schule und die Schülerinnen sowie Schüler auch bereits vorausgefüllt werden kann.

Kultusministerin Theresa Schopper

Die Bescheinigung der Schulen über das negative Testergebnis gilt für eine Dauer von 60 Stunden, teilte das Kultusministerium in einem Schreiben mit.

Schule in Baden-Württemberg: Gelockerte Corona-Regeln auch im Sportunterricht

Geringfügige Anpassungen gibt es für die Schulen im Bereich Sport. Hier wird die Inzidenz-Grenze 35 eingeführt, die auch in der Corona-Verordnung des Landes gilt. Bei einer Inzidenz unter 35 ist fachpraktischer Sportunterricht jeglicher Art sowohl im Freien als auch in der Sporthalle möglich.

Bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50 gilt, dass fachpraktischer Sportunterricht jeder Art im Freien an allen Schulen zulässig ist. In den Sporthallen darf er nur kontaktarm erfolgen. Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100 ist an allen Schulen bis auf Ausnahmen beispielsweise für die Jahrgangsstufen 1 und 2 fachpraktischer Sportunterricht nur noch im Freien zulässig.

Der Schwimmunterricht ist im Rahmen der Klassenstärke oder Gruppengröße zulässig, wenn fachpraktischer Sportunterricht erlaubt ist. Freibäder können genutzt werden, wenn Sportunterricht im Freien zulässig ist. Ein Hallenbad kann erst genutzt werden, wenn auch die Sporthallen für den fachpraktischen Sportunterricht freigegeben sind.

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