30 Grad im Mai in Baden-Württemberg?

Mai-Hitze bringt auch Saharastaub: Bald wieder Blutregen in BW?

  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Anfang Mai und die Meteorologen sprechen von Hitze mit bis zu 30 Grad – und auch schmutzige Autos stehen wieder auf der Tagesordnung.

Es wird heiß in Baden-Württemberg. Der Mai 2022 könnte jetzt, wo es zunächst lange zu kühl war und sogar Mitte April nochmal Schnee im Südwesten gefallen ist, ins nächste Extrem umschlagen. Experten prognostizieren einen Mai-Sommer mit Temperaturen von bis zu 30 Grad. Doch der bringt nicht nur Sonne und Badespaß mit sich.

Laut aktuellen Berechnungen der Wetterexperten in Europa und den USA soll das Mai-Wetter 2022 in Deutschland – auch in Baden-Württemberg – 0,5 bis 1 Grad zu warm ausfallen, nur im Nordosten sollen die Temperaturen im Normalbereich bleiben. Außerdem droht erneut Waldbrandgefahr, denn laut dem Meteorologen Dominik Jung von wetter.net könnte der Mai deutlich zu trocken ausfallen.

Wetter Baden-Württemberg: Saharaluft bringt Hitzewelle – Blutregen wahrscheinlich

Wenn dann die Hitzewelle ab der nächsten Woche (9. Mai) vom afrikanischen Kontinent nach Baden-Württemberg zieht und ab Mittwoch (11. Mai) – oder spätestens Donnerstag – heiße, sommerliche Temperaturen mit sich bringt, kommt auch ein alter Bekannter mit. Der bringt Autofahrer ins Schwitzen und spült Waschanlagen Geld in die Kassen.

Die Rede ist von Saharastaub in Baden-Württemberg. Wie Diplom-Meteorologe Jan Schenk von The Weather Channel berichtet, kommt keine lupenreine Wüstenluft zu uns nach Deutschland. Es ist „eine gealterte Wüstenluft“, die zum einen den orange-braunen Film über das Land legt und den Himmel gelb färbt und zum anderen ein paar Tage auf dem Atlantik verweilt hat – was bedeutet: Diese Luft trägt etwas mehr Wasser in sich, als normale Saharaluft.

Saharahitze bringt Staub und Blutregen nach Baden-Württemberg: Wie fallen Eisheilige aus?

Die Folge könnte laut Wetter-Experte Schenk sein, dass auch wieder Blutregen über Deutschland fällt und sogar Gewitter drohen. Dennoch sind sich die Meteorologen sicher: Die 30 Grad sind in der kommenden Woche am Rhein, am Main und an der Mosel wahrscheinlich – die Eisheiligen, die normalerweise in dem Zeitraum stattfinden, dürften somit eher Hitze bringen, als Frost.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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