Luxus-Limousine aus Stuttgart

S-Klasse setzt neue Maßstäbe: Mercedes nähert sich autonomem Fahren

Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, präsentiert bei der Weltpremiere die neue Mercedes-Benz S-Klasse in der „Factory 56“.
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Die S-Klasse ist die Speerspitze der Mercedes-Flotte.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Die S-Klasse ist das Flaggschiff von Mercedes und Daimler. Künftig soll die Luxus-Limousine alleine fahren können.

Die S-Klasse ist seit 1976 die Speerspitze der Modellpalette von Mercedes-Benz, entsprechend setzt die Luxus-Limousine auch immer wieder neue Maßstäbe in Sachen Technik und Sicherheit. Im vergangenen Jahr hatte die Daimler-Tochter die neue Generation ihres Flaggschiffs vorgestellt, die zudem in einem der modernsten Werke weltweit produziert wird.

Wie ihre Vorgänger setzt auch die neue S-Klasse wieder Maßstäbe für die Zukunft der Fortbewegung. Denn: Noch in diesem Jahr soll mit der S-Klasse das autonome Fahren auf Level 3 möglich sein, das heißt, das Auto ist hochautomatisiert und der Fahrer kann die Kontrolle vollständig abgeben und sich vom Verkehr abwenden.

S-Klasse: Bestätigung auf Hauptversammlung - Level 3 kommt noch 2021

Möglich macht das der Drive Pilot von Mercedes-Benz, wie Ola Källenius auch der diesjährigen Hauptversammlung von Daimler bestätigte. Bereits jetzt sind alle Fahrassistenzsysteme gemäß Level 2 in der S-Klasse verbaut. Mit dem Drive Pilot macht das Flaggschiff somit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung automatisiertes Fahren.

Der Daimler-Chef machte auf der Hauptversammlung aber auch klar, dass das System aus rechtlichen Gründen vorerst nur auf der Autobahn verwendet werden darf und nur bis zu einem Tempo von 60 km/h aktiv ist. Er ist damit also hauptsächlich für hohes Verkehrsaufkommen oder Staus entwickelt worden.

S-Klasse: So funktioniert der Mercedes Drive Pilot

Wie das Portal ComputerBase berichtete, verbaut Mercedes-Benz dafür ein neues Lenkrad in der S-Klasse. Es verfügt über zwei weitere Bedienelemente sowie eine neue Beleuchtung über den Daumenmulden und hinter dem Lenkrad. Über diese Beleuchtung wird der Fahrer durch ein weißes Licht darauf hingewiesen, dass er den Drive Pilot nutzen kann.

Um das System zu aktivieren, muss er die Bedienelemente dessen Aktivierung mit dem Daumen bestätigen. Somit wird die Kontrolle bewusst an die Mercedes S-Klasse abgegeben. Anschließend leuchten die Lichter türkis. Zusätzlich erscheint ein Ring in derselben Farbe hinter dem Lenkrad. Der Fahrer kann das Assistenzsystem jederzeit wieder deaktivieren, indem er die Tasten betätigt oder manuell eingreift.

S-Klasse: Vorreiter beim autonomen Fahren - Mercedes lässt Flaggschiff selber parken

Doch die S-Klasse beherrscht noch eine weitere Stufe des autonomen Fahrens, nämlich Level 4. Gemeinsam mit dem Zulieferer Bosch hat Mercedes ein System namens „Automated Valet Parking“ entwickelt, mit dem die Luxus-Limousine selbstständig einparken kann.

Mit dem Automated Valet Parking gehört das Rangieren in engen Parkhäusern der Vergangenheit an.

Bei dem Parkassistenten, der am Stuttgarter Flughafen erprobt wird, setzt Mercedes auf redundante Systeme. „Sollte ein System ausfallen, greift ein anderes ein“, begründet Källenius die Entscheidung. Zudem setzte Daimler nicht nur auf emissionsfreies, sondern auch auf sicheres Fahren. Die S-Klasse ist dabei das erste Serienfahrzeug, das die notwendige Technik an Bord hat, um selbstständig parken zu können.

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