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Krankheit breitet sich aus – darum ist das RS-Virus für kleine Kinder gefährlich

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Von: Tobias Becker

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Kinderkliniken sind überfüllt und Medikamente werden knapp. Das RS-Virus ist vor allem für Kleinkinder gefährlich. Was ist der Grund dafür?

Neben dem Coronavirus halten im Winter 2022/23 noch andere Krankheiten die Menschen auf Trab. Die Grippe breitet sich aus, aber auch das RS-Virus. Experten schlagen Alarm und die Erkältungszeit ist noch nicht vorbei. Gerade kleine Kinder gilt es zu schützen, aber warum ist das RS-Virus eigentlich so gefährlich für die Kleinen?

RS-Virus für Kleinkinder gefährlich: Schnelle Verbreitung im Herbst und Winter

Kinderkliniken sind wegen des RS-Virus überfüllt. Dazu kommt, dass aktuell auch noch ein Engpass bei der Medikamenten-Versorgung vorliegt. Heißt: Fiebersaft beispielsweise ist in manchen Apotheken rar gesät, doch nicht nur der für Eltern so wichtige Fiebersenker fehlt. Der Mangel trifft viele Bereiche und hat einige gravierende Gründe, wie echo24.de bereits berichtete.

Das RS-Virus macht die Situation nicht besser. Auch wenn man Kinder vor dem Virus schützen kann, ist die Gefahr nicht komplett gebannt. Denn ein kompletter Schutz ist kaum möglich, gerade im Winter. Das liegt daran, dass das RS-Virus, ähnlich wie Corona oder Influenza, ein respiratorisches Virus ist. Bedeutet: Gerade im Herbst und Winter, wenn viele Menschen in Innenräumen aufeinandertreffen, verbreitet sich das RS-Virus schnell.

RS-Virus für Kleinkinder gefährlich: Das ist der Grund

Für Kinder ist es besonders gefährlich, da es sich um eine Atemwegserkrankung handelt. Das RS-Virus greift zunächst die oberen Atemwege an, kann sich aber auch auf die unteren Atemwege ausbreiten. Die Viren verbreiten sich schnell und setzen sich in der Schleimhaut der Bronchien und Lunge fest. Dann sorgen sie für eine starke Immunreaktion, wie „quarks.de“ auf Instagram beschreibt.

Das große Problem daran: Die Atemwege bei Kleinkindern sind noch sehr eng. Das bedeutet, dass sie schnell verstopfen können. Die Folge kann eine schwere Lungenentzündung mit Atemnot sein. Ein Albtraum für alle Eltern, denn das RS-Virus kann für kleine Kinder sehr gefährlich werden.

RS-Virus für Kleinkinder gefährlich: Meist milde Verläufe bei Erkrankung

Doch nicht immer hat eine Erkrankung mit dem RS-Virus bei Kleinkindern auch einen schweren Verlauf zur Folge, das Risiko eines solchen Verlaufs ist jedoch höher. Das liegt auch daran, dass kleine Kinder zum ersten Mal mit dem Virus in Kontakt kommen. Sie haben also auch keine Abwehrmechanismen dagegen, wie „quarks.de“ schreibt.

Sollte ein Kind plötzlich schwerer und schneller atmen als üblich, gleichzeitig nichts trinken wollen, dann ist es für Eltern ein dringendes Zeichen den Arzt oder die Ärztin aufzusuchen. Doch generell gilt: Keine Panik vor dem RS-Virus – meistens verläuft die Erkrankung mild!

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