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Reutlinger Pflegeheim-Brand: Verdächtige psychisch krank und nicht ansprechbar

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Von: Juliane Reyle

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Bei einem Brand in einem Reutlinger Pflegeheim sterben am Dienstag drei Menschen, zwölf weitere werden verletzt. Eine Bewohnerin des Heims steht aktuell unter Mordverdacht – derzeit ist sie jedoch nicht ansprechbar.

Die Ermittlungen im Fall eines Brandes in einem Reutlinger (Baden-Württemberg) Pflegeheim laufen. Derzeit wird nach dem tödlichem Brand in einem Heim für psychisch Kranke weiter nach der Brandursache gesucht. Aktuell wird gegen eine Bewohnerin ermittelt. Die 57-Jährige ist jedoch nicht nur psychisch krank, sondern liegt nun schwer verletzt in einer Klinik und kann somit nicht vernommen werden.

Nach dem Brand in einem Reutlinger Pflegeheim, bei dem drei Menschen starben, dauern die Ermittlungen noch an. Im Fokus der Ermittler steht derzeit eine der Bewohnerinnen der sozialpsychiatrischen Einrichtung. Die 57-Jährige war bei dem Brand am Dienstagabend jedoch schwer verletzt worden. Laut Polizei wird sie in einer Spezialklinik behandelt, schreibt die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa).

Brand bricht im Zimmer einer Pflegeheim-Bewohnerin aus – Verdacht des dreifachen Mordes

Der Grund für den Verdacht gegen sie ist, dass der Brand ersten Untersuchungen zufolge in ihrem Zimmer im Obergeschoss ausgebrochen war. Die Staatsanwaltschaft ermittelt deshalb gegen die Frau wegen Verdachts des dreifachen Mordes und elffachen Mordversuchs. Die Verdächtige sei psychisch krank und auf Grund ihrer Verletzungen aktuell noch nicht ansprechbar. Ein mögliches Motiv sei also noch völlig unklar.

Der Notruf hatte die Feuerwehr am Dienstagabend um 19.43 Uhr erreicht, sechs Minuten später trafen die ersten Löschwagen am Ort des Brandes ein. Für eine 53-jährige Frau sowie zwei Männer im Alter zwischen 73 und 88 Jahren war es da jedoch bereits zu spät. Nach Angaben der Feuerwehr atmeten sie Rauchgas ein und erstickten.

Feuer ist bei Eintreffen der Feuerwehr bereits weitgehend erloschen

Das Feuer war in einer von insgesamt vier Wohngruppen des Heimes ausgebrochen, es war beim Eintreffen der Feuerwehr aber bereits weitgehend erloschen und hatte sich auf einen Raum beschränkt.

„Der Zustand der Räumlichkeiten ließ aber auf eine hohe Intensität schließen“, sagt Feuerwehr-Einsatzleiter Martin Reicherter. 61 Feuerwehrleute und rund 40 weitere Helfende seien im Einsatz gewesen. Manche von ihnen wurden anschließend psychologisch betreut.

„Wie genau die Situation entstanden ist, können wir noch nicht sagen“, sagte Gerhard Längle, der Leiter der Einrichtung. „Aber es ist eine katastrophale Situation für unsere Bewohner und unsere Mitarbeitenden.“

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