Neue Corona-Verordnung

Scharfe Corona-Regeln in Restaurants: Das gilt jetzt in Baden-Württemberg

  • Julia Thielen
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In Baden-Württemberg gelten seit dem 4. Dezember harte Einschränkungen - teils auch für Geimpfte und Genesene. Dies betrifft auch die Gastronomie.

Gemütlicher Adventsbrunch, kulinarischer Ausflug am Abend oder einfach geselliges Beisammensein? Restaurantbesuche benötigen in Baden-Württemberg seit dem 4. Dezember Einiges an Vorplanung. Mit Inkrafttreten der neuen Corona-Verordnung ist insbesondere auch die Gastronomie erneut schwer betroffen. Was auch Geimpfte und Genesene ab sofort beachten müssen, wenn sie essen gehen wollen, erklärt echo24.de*:

Baden-Württemberg: Diese Regeln gelten jetzt in Restaurants

Grundsätzlich gilt in Baden-Württemberg aktuell die sogenannte Alarmstufe II. Seit dem heutigen Samstag (4. Dezember) greift zudem die neue, verschärfte Corona-Verordnung. Von dieser sind auch Gastronomen betroffen. Grundsätzlich gilt an folgenden Orten ab sofort die sogenannte 2GPlus-Regelung:

  • Restaurants
  • Bewirtungen in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben
  • Gaststätten
  • Shisha-Bars
  • Imbisse
  • Raucher-Lokale
  • Kneipen
  • Mensen
  • Cafeterien
  • Betriebskantinen

Ungeimpfte dürfen aktuell in diesen Betrieben nicht mehr essen gehen. Aber auch Geimpfte und Genesene müssen Einiges beachten, wenn sie ein Restaurant besuchen möchten. Vor dem Eintritt müssen sie in der Alarmstufe II nun in jedem Fall einen Negativ-Test vorlegen. Als Nachweis sind entweder Schnell- oder PCR-Tests erlaubt. Auch hierfür gibt es aber klare Bestimmungen.

Antigen-, bzw. SchnelltestPCR-Test
vor Ort unter Aufsicht durch den Betreiber (dann auch nur dort gültig), im Rahmen einer betrieblichen Testung oder bei einer offiziellen Teststationoffizielle Teststationen
nicht älter als 24 Stundennicht älter als 48 Stunden

Baden-Württemberg: Welchen Test brauche ich beim Essengehen?

Ausgenommen von der Regelung sind Menschen, die bereits eine Booster-Impfung erhalten haben. Auch Geimpfte mit abgeschlossener Grundimmunisierung, wenn seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung nicht mehr als sechs Monate vergangen sind und Genesene, deren Infektion nachweislich maximal sechs Monate zurückliegt (Nachweis der Infektion muss durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis / PCR-Test erfolgen) fallen seit dem 5. Dezember unter die Ausnahmeregelung.

Test hin oder her - wer „typische COVID-19-Symptome“ aufweist, für den gilt laut der aktuellen Corona-Verordnung weiterhin ein generelles Zutritts- und Teilnahmeverbot.

Baden-Württemberg: Gibt es Ausnahmen von den Restaurant-Regeln?

Allerdings gibt es von den strengen Zutrittsverboten und auch der Testregelung Ausnahmen. Diese beziehen sich vor allem auf Kinder und Schüler. Kinder bis einschließlich 5 Jahren und solche, die noch nicht eingeschult sind, sind in Baden-Württemberg grundsätzlich von Verboten und Testpflicht ausgenommen.

Auch Schüler bis einschließlich 17 Jahre benötigen beim Restaurantbesuch mit ihrer Familie keinen Negativ-Test vorzeigen. Sie werden in Baden-Württemberg ohnehin drei Mal wöchentlich auf Corona getestet. Für sie ist daher auch eines der folgenden Dokumente ein gültiger Nachweis beim Essengehen:

  • Schülerausweis
  • Schulbescheinigung
  • Kopie des letzten Jahreszeugnisses
  • Schüler-Abo
  • sonstiger schriftlicher Nachweis der Schule

Restaurants in Baden-Württemberg: Welche Regeln gelten noch beim Essengehen?

Auch in der neuen Corona-Verordnung bleiben die schon bekannten Corona-Regeln in Restaurants erhalten. So gilt auch weiterhin eine Maskenpflicht. In Innenräumen muss die Maske grundsätzlich getragen werden, wenn man vom Tisch aufsteht.

Draußen gilt dasselbe, sobald ein Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht mehr gewährleistet werden kann. Auch hiervon sind Kinder bis 5 Jahren ausgenommen. Abstands- und Hygieneregeln bleiben ebenfalls bestehen. Zusätzlich werden die Kontaktdaten von Gästen in Restaurants erfasst.

Baden-Württemberg: Welche Corona-Regeln müssen Gastronomen beachten?

Doch nicht nur die Gäste müssen sich auf die verschärften Bedingungen in der Gastronomie einstellen. Gastronomen benötigen ein Hygienekonzept und müssen die Datenverarbeitung von Besuchern beim Essengehen sicherstellen.

Hinweisschild an einem Restaurant in der Stuttgarter Innenstadt.

Dazu zählt laut Corona-Verordnung unter anderem die „regelmäßige und ausreichende Lüftung“, „regelmäßige Reinigung von Oberflächen und Gegenständen“ sowie die „rechtzeitige und verständliche Information der Gäste über die geltenden Vorgaben“. Heißt: Auch die Kontrolle der Einhaltung der genannten Regeln obliegt der jeweiligen Einrichtung.

Hinzu kommen Regelungen für die Beschäftigten. Für diese gilt aktuell weiterhin die bundeseinheitliche 3G-Regelung am Arbeitsplatz.

Restaurants in Baden-Württemberg: Welche Corona-Regeln gelten für Essensmitnahme?

Auch wenn Ungeimpfte grundsätzlich keinen Zutritt zu Restaurants haben - komplett müssen sie nicht auf professionelle Küche verzichten. Denn auch mit der neuen Corona-Verordnung bleibt die Möglichkeit, Getränke und Speisen mitzunehmen, bestehen.

Für Essen „to go“ gelten derzeit in Baden-Württemberg nämlich keine Einschränkungen. Der Außer-Haus-Verkauf und die Abholung sind weiterhin für alle Personen erlaubt. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

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