Weiterhin kostenlose Tests

Risikogebiete in 14 europäischen Ländern - Wohin jetzt reisen?

  • Violetta Sadri
    vonVioletta Sadri
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Die Corona-Infektionen steigen europaweit wieder an. Die Bundesregierung warnt vor Reisen in Risikogebiete in 14 von 27 europäischen Ländern.

Noch vor wenigen Monaten, zu Hochzeiten der Corona-Pandemie war an Reisen ins Ausland nicht zu denken. Grenzen wurden geschlossen, Ausreiseverbote ausgesprochen, Flüge gestrichen. Im Juni lockerte die Bundesregierung einige Reisewarnungen. Viele Deutsche entschieden sich dazu - trotz Coronavirus - ins Ausland zu verreisen. Mit den Urlaubsrückkehrern stieg in der Sommerzeit dann auch wieder die Zahl der Neuinfektionen. Daraufhin wurden Test-Stationen an Bahnhöfen, Flughäfen und Autobahnen eingerichtet. Um einen erneuten Anstieg an Infizierten zu vermeiden, wurden kostenlose Tests angeboten - ab dem 16. September gibt es die kostenlosen Tests nur noch für Rückkehrer aus Risikogebieten.

Reisewarnungen: Risikogebiete in fast jedem zweiten EU-Land

In Baden-Württemberg steigen und fallen die Corona-Zahlen täglich. In ganz Deutschland wurden am 24. September 2.143 neue Fälle gemeldet. Doch nicht nur hierzulande verbreitet sich das Virus weiter, in vielen EU-Ländern steigen die Zahlen ebenfalls deutlich. Die Bundesregierung hat daher für fast jedes zweite EU-Land Reisewarnungen ausgesprochen. Insgesamt sind 14 der 27 EU-Mitgliedsstaaten teilweise als Risikogebiete eingestuft. Über alle aktuellen Risikogebiete informiert das Robert-Koch-Institut (RKI).

Reiserückkehrer sollten an die Testpflicht denken. Mit einem negativen Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, können Reiserückkehrer sich die 14-tägige Quarantäne ersparen. Die Quarantäne-Zeit kann verkürzt werden, sobald ein negatives Testergebnis vorliegt. Reiserückkehrer sollten also nach der Einreise schnellstmöglich einen Test machen. Innerhalb der ersten 72 Stunden ist der sogar kosntelos.

Warnung vor Reisen in Risikogebiete: Quarantänepflicht ohne negatien Test

Wie stuttgarter-nachrichten.de berichtet, gilt die Quarantänepflicht nicht, wenn man nur durch ein Risikogebiet durchreist. Ab dem 1. Oktober sollen jedoch Änderungen kommen. Der Zeitpunkt könnte allerdings auf den 15. Oktober verschoben werden. Geplant ist, dass Reisende zukünfig erst ab dem fünften Tag die Quarantäne verlassen dürfen. Hintergrund: Bei einem Test zum Zeitpunkt der Einreise könnte der Infizierte noch zu wenig Viren für die PCR-Methode in sich tragen und so die Krankheit weiter an andere Menschen verteilen.

Eine Reisewarnung ist kein Ausreiseverbot. Dennoch soll es den Reisenden zum Nachdenken bringen, ob die Reise unbedingt nötig ist. Ein Vorteil hat die Reisewarnung für den Reisenden: Buchungen können kostenlos storniert werden.

Rubriklistenbild: © Andreas Arnold/dpa

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