1. echo24
  2. Baden-Württemberg

Randale in der Halloween-Nacht: Gelegte Feuer, Eierwürfe und fliegende Steine

Erstellt:

Von: Lisa Klein

Kommentare

Halloween-streiche
Immer wieder sorgen Streiche für Probleme in der Halloween-Nacht. © Swen Pförtner/dpa

Streiche gehören zwar an Halloween irgendwie dazu – doch immer wieder werden Grenzen überschritten, so auch in Baden-Württemberg. In der Halloween-Nacht wurde vor allem am Bodensee ordentlich randaliert.

Immer wieder passiert es, dass an Halloween nicht nur ein paar harmlose Streiche gespielt werden, sondern die Nacht zum Randalieren genutzt wird. In Heilbronn scheint die Halloween-Nacht recht ruhig verlaufen zu sein – in anderen Städten hingegen wurde ordentlich randaliert.

In Stuttgart wurde die Polizei in der Halloween-Nacht mehrfach aufgrund von Eierwürfen gerufen, zur Sachbeschädigung sei es laut Polizei allerdings nicht gekommen. So richtig eskaliert ist es hingegen in Friedrichshafen (Bodenseekreis) und auch in Ulm sorgten Eierwerfer für Ärger. Zudem kam es in Ulm in der Halloween-Nacht zu einer Messerstecherei. In Tuttlingen wurde eine Jugendgruppe brutal attackiert – ein 22-Jähriger liegt nun im Koma. Zu rund 80 Einsätzen rückte außerdem die Polizei im Präsidiumsbereich Reutlingen aus.

Vermummte Jugendliche randalieren am Bodensee – Eier und Steine fliegen auch auf die Polizei

Rund 20 Jugendliche haben am Halloween-Abend in Friedrichshafen Anwohner mit Lärm, Eierwürfen und Feuer belästigt und nach Angaben der Polizei regelrecht terrorisiert. Als Beamte eintrafen, seien auch sie mit Eiern und Steinen beworfen worden, zudem seien eine Matratze und eine Mülltonne angesteckt worden.

Die teilweise vermummten Jugendlichen flohen in unterschiedliche Richtungen. Trotzdem habe die Polizei die Personalien einiger Beteiligter feststellen können. Die kleineren Brände wurden von der Feuerwehr gelöscht. Verletzt worden sei zum Glück niemand. echo24.de berichtete bereits darüber, dass so manche „Streiche“ an Halloween laut Polizei echte Straftaten sind.

Anzeige nach Eierwurf in Ulm wegen Sachbeschädigung – Ärger in der Halloween-Nacht

In Ulm ereignete sich laut Polizei „der erste Eierwurf“ gegen 20.30 Uhr in der Straße Beim Kessel. Dabei warfen bislang Unbekannte gleich zwei Eier durch das geöffnete Wohnzimmerfenster einer 42jährigen Frau. Gegen 21.45 Uhr wurden drei Jugendliche im Bereich des Bad Blau in Blaustein mit Eiern beworfen. Die ebenfalls jugendlichen Werfer konnten zur Rede gestellt werden.

Kurze Zeit später kam ein weiterer Eierwurf zur Anzeige. Dabei schlug gegen 22.40 Uhr ein Ei an der Fahrertüre eines Mercedes in der Ulmer Einsteinstraße auf. Durch den Aufprall entstand eine Delle in der Türe. Der Mercedesfahrer erkannte den Werfer in einer Gruppe Jugendlicher.

Polizei Reutlingen rückt zu rund 80 Einsätzen in der Halloween-Nacht aus

Die Polizei Reutlingen teilte am Dienstagnachmittag mit, dass anlässlich der Halloween-Nacht im gesamten Präsidiumsbereich (Landkreise Reutlingen, Esslingen, Tübingen und Zollernalbkreis) die Polizeipräsenz erhöht wurde. „Mit circa 80 anlassbezogenen polizeilichen Einsätzen lag das Einsatzaufkommen über dem der Vorjahre“, heißt es außerdem.

Bei den Einsätzen handelte es sich hauptsächlich um Sachbeschädigungen, kleinere Brände, widerrechtliches Abbrennen von Feuerwerkskörpern sowie Ruhestörungen. Zur späteren Stunde musste die Polizei vereinzelt zu Streitigkeiten oder Körperverletzungsdelikten ausrücken.

In Tübingen kam es im Verlauf der Halloween-Nacht infolge von zwei Bränden zum Einsatz von Feuerwehr und Polizei. Gegen 19:55 Uhr brannte in der Aixer Straße ein in einem Garten stehenden Trampolins, welches mutmaßlich vorsätzlich angezündet wurde. Kurz vor Mitternacht brannte im Bereich der Geschwister-Scholl-Schule ein Container mit Altpapier und Kartonagen, was Löscharbeiten der Feuerwehr zur Folge hatte.

Illegale Raveparty in der Halloween-Nacht und Pfefferspray-Attacke in Disco

In Reutlingen kam es in einer Disco im Verlauf einer Halloween-Party gegen 01:40 Uhr zu einem Einsatz, nachdem ein unbekannter Partygast in der Lokalität Pfefferspray versprüht hatte. Infolgedessen klagten acht Personen über Atemwegsreizungen und mussten vom Rettungsdienst ambulant versorgt werden.

Die Polizei Ravensburg löste in der Nacht von Montag auf Dienstag im Rahlenwald eine illegale Rave-Party auf. Bei der Polizei gingen gegen 01:45 Uhr mehrere Anrufe wegen Ruhestörung durch laute Musik ein. Beamte entdeckten eine professionell organisierte Party mit mindestens 100 Teilnehmern. Die Veranstalter müssen mit einer Anzeige rechnen.

An Allerheiligen dürfte es wohl deutlich ruhiger zu gehen, aus Respekt vor dem „stillen Feiertag“. echo24.de erklärt, was an Allerheiligen übrigens alles erlaubt ist – und was nicht.

Auch interessant

Kommentare