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Preise schießen in die Höhe: So teuer war der Juni in Baden-Württemberg

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Von: Lisa Klein

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Die Inflation in Baden-Württemberg lag im Juni 2022 bei 7,1 Prozent. Vor allem Lebensmittel- und Energie sind deutlich teurer geworden. (Symbolbild) © Michael Bihlmayer/dpa

Alles wird teurer. Am heftigsten spüren Verbraucher das bei den Energiepreisen: Die sind in Baden-Württemberg im Juni 2022 um knapp ein Drittel gestiegen.

Egal, wohin Verbraucher aktuell blicken: Alles wird teurer. Ob beim Einkaufen, Heizen oder Tanken – Konsumenten bekommen die Inflation deutlich zu spüren. Die Verbraucherpreise in Baden-Württemberg sind im Juni 2022 gegenüber des Vorjahresmonats um 7,1  Prozent gestiegen. Damit sind die Preise in Baden-Württemberg zum vierten Mal in Folge so hoch wie seit der Ölkrise 1973 nicht mehr, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg. 

Vor allem die Energie- und Lebensmittelpreise sind regelrecht in die Höhe geschossen. Denn: Ohne Berücksichtigung der Preise für Energie und Nahrungsmittel betrug die Gesamtteuerungsrate laut Statistischem Landesamt „nur“ 3,2 Prozent – und war damit nur etwa halb so hoch wie die Gesamtinflationsrate.

Energiepreise schießen in die Höhe: So teuer war der Juni in Baden-Württemberg

Dabei waren die Energiepreise in Baden-Württemberg im Juni rund ein Drittel teurer im Vergleich zum Mai: „Die Preise für Energieprodukte lagen im Juni 2022 um 34,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, nach +34,9  Prozent im Mai 2022“, heißt es. Die heftigste Preiserhöhung hat es beim Heizöl gegeben, mit einem Plus von 80,4  Prozent, gefolgt vom Erdgas, mit einer Teuerungsrate von + 53,9 Prozent.

Auch Kraftstoffe legten gegenüber des Vormonats deutlich zu – mit einer Inflation von 30,1 Prozent. Trotz Tankrabatt ist das für Autofahrer an der Zapfsäule deutlich zu spüren. Wer immerhin etwas sparen möchte, sollte zur richtigen Zeit tanken. echo24.de verrät, wie Autofahrer schnell die günstige Tankstelle finden.

Die Preiserhöhungen für die anderen Energieprodukte lagen ebenfalls deutlich über der Gesamtteuerung, zum Beispiel für Strom (+ 21,8 Prozent) und feste Brennstoffe (+ 64,0  Prozent) wie Holz. Der Strom dürfte wohl Ende des Jahres noch teurer werden, sobald die letzten Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet sind.

Preise steigen: Entlastungspaket der Regierung zeigt immerhin leicht Wirkung

Der Preisauftrieb bei den Energieprodukten ist laut des Statistischen Landesamtes nicht nur auf den Krieg in der Ukraine zurückzuführen. Auch „wirkte sich unter anderem die zu Jahresbeginn gestiegene CO2-Abgabe von 25 Euro auf 30 Euro pro Tonne CO2 aus.“ Das vom Bund beschlossene Entlastungspaket zur Abfederung der hohen Energiepreise soll immerhin etwas Wirkung zeigen.

Seit dem 1. Juni 2022 gibt es das 9-Euro-Ticket sowie den Tankrabatt. So zeigte der Bereich Verkehr gegenüber Mai 2022 eine positive Entwicklung bei der Teuerungsrate mit einem Minus von 6,0  Prozent. Allerdings wurde gegenüber Juni 2021 ein Plus von 7,1  Prozent verzeichnet.

Preise schießen in die Höhe: So viel teurer wurden Lebensmittel im Juni 2022

Die Preise für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke sind im Juni 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,7 Prozent gestiegen. Preiserhöhungen wurden in allen Nahrungsmittelgruppen ermittelt, wobei Speisefette und Speiseöle die höchste Inflationsrate verzeichnen. Speiseöl-Schnäppchen wie zuletzt bei Lidl gibt es immer seltener. Bei diesen Lebensmittelgruppen hat es im Juni 2022 im Vergleich zum Mai 2022 folgende Teuerungsraten gegeben:

Gemüse verteuerte sich im Juni 2022 gegenüber Juni 2021 um 6,4 Prozent und Obst um 2,1  Prozent. Die dramatisch steigenden Preise für Energie und viele Lebensmittel stellen immer mehr Menschen in Deutschland vor Probleme. Nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hat inzwischen mehr als ein Viertel der Bevölkerung (27 Prozent) große Angst, mit dem Geld nicht mehr auszukommen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Viel tun, außer möglichst sparsam leben, können Verbraucher nicht. echo24.de hat einige Tipps zusammengefasst, wie beim Gas gespart werden kann. Auch beim Einkaufen kann trotz steigender Lebensmittelpreise Geld gespart werden – mit diesen 7 Tipps. Angesichts einer drohen Gasmangel-Lage im Winter, kündigte Kretschmann bereits Maßnahmen für Baden-Württemberg an. Schon jetzt ergreifen einzelne Unternehmen eigene Maßnahmen: Der größte Wohnungskonzern Deutschlands will künftig die Heizung seiner Mieter nachts drosseln – auf maximal 17 Grad.

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