Beschäftigunsgsicherung bis Ende 2030

Porsche haut Mega-Deal raus! Jobs gesichert – und nicht nur das

Ein Schild mit dem Porsche-Logo vor der Zentrale in Stuttgart
+
Porsche verlängert die Beschäftigungssicherung für die Stammbelegschaft.
  • Julia Thielen
    vonJulia Thielen
    schließen

Stuttgart - Porsche sichert seiner Stammbelegschaft auf lange Zeit die Jobs. Die neue Betriebsvereinbarung beinhaltet aber noch weitere Vorteile für den Standort.

Der Sportwagenbauer Porsche verlängert die Beschäftigungssicherung für die Stammbelegschaft in der Region Stuttgart bis Ende Juli 2030. Die Einigung zwischen Vorstand und Betriebsrat stehe, sagte ein Unternehmenssprecher. Zuvor hatten die „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ über den Mega-Deal beim Autobauer berichtet.

Mega-Deal bei Porsche - Jobs in Stuttgart lange gesichert

Die neue Jobgarantie auf zehn Jahre, mit der betriebsbedingte Kündigungen bei Porsche ausgeschlossen werden, gilt für rund 22.000 Mitarbeiter vor allem im Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen und im Entwicklungszentrum in Weissach. Daneben profitieren mehrere kleinere Standorte davon, wie echo24.de* berichtet. Porsche ist einer der größten Arbeitgeber im Raum Stuttgart*.

UnternehmenPorsche AG
LeitungOliver Blume (Vorstandsvorsitzender), Wolfgang Porsche (Aufsichtsratsvorsitzender)
HauptsitzStuttgart-Zuffenhausen
Umsatzrund 28,5 Milliarden Euro (Stand 2019)

Weltweit beschäftigt Porsche rund 36.000 Mitarbeiter. Die bisherige Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung war im Juli ausgelaufen. Doch der neue Deal beinhaltet noch weitere Vorteile für den Standort Stuttgart.

Porsche sichert Jobs in Stuttgart - Mega-Deal beinhaltet weitere Vorteile

Die Arbeitnehmerseite erhält nach Angaben der Zeitungen auch die Zusage, dass die Nachfolgegenerationen der Sportwagen Porsche 911, Cayman und Boxster weiterhin in Stuttgart-Zuffenhausen produziert werden.

Die Fertigung eines Porsche Taycan in Stuttgart.

Auch der Nachfolger des Elektroautos Taycan solle in Stuttgart-Zuffenhausen vom Band laufen. Im Entwicklungszentrum Weissach sollen die Karosserien sämtlicher Porsche-Fahrzeuge sowie eine neue Elektroauto-Plattform entwickelt werden.

Porsche: Betriebsvereinbarung für Stuttgart - Arbeitnehmer wollen Kosten senken

Die Arbeitnehmervertreter wiederum hätten zugestimmt, Produktivität und Flexibilität zu verbessern und damit Kosten für Porsche zu senken.

Die Einigung erfolgte in einem für die VW-Tochter trotz der Corona-Krise gutem Geschäftsjahr. „Wir stehen sehr gut da“, sagte der Porsche-Sprecher. VW selbst plant eine Umstrukturierung des Unternehmens*.

Porsche in Stuttgart: Mega-Deal trotz Corona-Krise - Autobauer mit überdurchschnittlicher Rendite

Porsche, das in Amerika wegen des Dieselskandals mit neuem Ärger* kämpft, hatte in der Corona-Krise zuletzt etwas Boden gut gemacht und lag mit seiner Rendite nach drei Quartalen knapp im angepeilten zweistelligen Bereich. Die Erlöse der Porsche AG, zu der auch Finanzdienstleistungen gehören, lagen bis Ende September bei rund 19,4 Milliarden Euro - gut fünf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Das operative Ergebnis lag bei Porsche mit rund zwei Milliarden Euro zwar mehr als ein Viertel unter Vorjahresniveau. Daraus ergibt sich aber immer noch eine im Branchenvergleich weit überdurchschnittliche Rendite* von 10,4 Prozent. Der Wert dient als Maß für die Profitabilität eines Unternehmens. *echo24.de ist Teil des Ippen Digital Netzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema