Porsche veröffentlicht Quartalszahlen

Trotz Corona-Krise: Porsche überrascht mit Rendite

Ein Porsche-Logo wird aus einem Kasten genommen.
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Porsche hat am Freitag seine Quartalszahlen präsentiert.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Am Freitag hat Porsche in Stuttgart seine Quartalszahlen präsentiert. Die Rendite der Sportwagenschmiede überrascht.

Die ganze Automobilbranche in Deutschland hat mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Die ganze Automobilbranche? Nein, eine kleine Sportwagenschmiede in der Nähe von Stuttgart will sich dem Virus nicht geschlagen geben. Zudem hat sich die Situation im zweiten Quartal für viele Automobilhersteller deutlich verbessert, wie auch die Quartalszahlen von Daimler zeigen.

Nur wenige Kilometer weiter präsentierte der Sportwagenhersteller Porsche am Freitag ebenfalls positive Zahlen. Seit Jahresbeginn hat die Sportwagenschmiede aus Zuffenhausen weltweit 191.547 Fahrzeuge an ihre Kunden übergeben. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum ist das ein Minus von fünf Prozent. Zur Jahresmitte lag man hier aber bei fast dem Doppelten.

Porsche/Stuttgart: Rendite im zweistelligen Bereich

Bis Ende September machte Porsche einen Umsatz von rund 19,4 Milliarden Euro und lag somit rund fünf Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis sank derweil um 28 Prozent. „Wir profitieren jetzt davon, dass es zu unserer DNA gehört, ständig unsere Prozesse zu optimieren“,  erklärte der Finanzchef der Stuttgarter, Lutz Meschke, der dennoch mit den Zahlen sehr zufrieden ist.

Durch die gesteigerte Effizienz gelang es Porsche dennoch, eine in der Branche überdurchschnittliche Rendite von 10,4 Prozent zu erzielen. Zur Jahresmitte lag die Sportwagenschmiede noch knapp unter zehn Prozent. Die Rendite ist das Maß für die Profitabilität eines Unternehmens, da dieser Wert das Verhältnis von operativem Ergebnis und Umsatz widerspiegelt.

Porsche/Stuttgart: Investitionen in Digitalisierung und Elektrifizierung

Langfristig plant Porsche mit mindestens 15 Prozent. Meschke betont allerdings: „Für 2020 ist das wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie unrealistisch, aber dank unseres langfristigen strategischen Vorgehens sind wir zuversichtlich, dass wir am Ende des Jahres eine zweistellige Umsatzrendite erreichen.“

Zudem kündigte Porsche an, an der geplanten Investition von 15 Milliarden Euro für Digitalisierung und Elektrifizierung in den kommenden fünf Jahren festhalten zu wollen. Dadurch werde zwar das aktuelle Ergebnis reduziert, jedoch sicherten diese Ausgaben langfristig die Zukunft des Sportwagenherstellers und Arbeitsplätze. Derweil droht Porsche in den USA neuer Ärger. Grund dafür sind mögliche Manipulationen an Benzinmotoren der Stuttgarter.

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