Achtung, Porsche-Fahrer

Mega-Rückruf bei Porsche: Weltweit Taycan-Modelle betroffen

Porsche Taycan Cross Turismo
+
Porsche ruft Taycan weltweit zurück. (Symbolbild)
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
    schließen

Der Taycan ist Porsches erstes Elektroauto. Jetzt müssen alle Fahrzeuge weltweit zurückgerufen werden. Es geht um einen Softwarefehler.

Deutsche Autobauer setzen auf Elektro - große Hersteller wie Daimler*, Audi* und Volkswagen haben bereits angekündigt, aus dem Geschäft mit Verbrennern auszusteigen* und alle Ressourcen in die E-Mobilität zu stecken. Auch die VW-Tochter Porsche hat bereits seit 2019 das erste vollelektrische Auto auf dem Markt - den Porsche Taycan. Doch jetzt holt der Stuttgarter Sportwagenhersteller weltweit alle Fahrzeuge in die Werkstatt zurück.

Schuld ist wohl ein Softwarefehler. Dieser bewirke laut der US-Nachrichtenagentur Bloomberg, dass das Fahrzeug unvermittelt in den Notfallmodus schaltet und dann ausrollt - wenn dieser Fehler auftritt, lässt sich das Gas nicht mehr betätigen und wenn der Wagen erstmal ausgerollt ist, kann er auch nicht mehr gestartet werden. Und das kann lebensgefährlich werden!

Großer Porsche-Rückruf: Alle Taycan-Modelle betroffen - Softwarefehler

Bloomberg-Quellen berichten, diese Fehler sei auch unabhängig von der Geschwindigkeit aufgetreten. Eine Warnung habe es vorher nicht gegeben und ebenso wenig eine Fehlermeldung im Anschluss. Glück im Unglück: Eine gefährliche Situation sei durch den Softwarefehler bisher nicht verursacht worden und auch Unfälle habe es noch keine gegeben.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hat wegen dieses Softwarefehlers beim Porsche Taycan schon Mitte Mai eine Untersuchung eingeleitet. In einem Dokument der NHTSA steht, es hätte Beschwerden mehrerer Porsche-Fahrer der 2020er- und 2021er-Modelle gegeben, die während der Fahrt Antrieb verloren hätten.

Porsche Taycan: So will Porsche den Softwarefehler beim Elektro-Sportwagen beheben

Den Fehler vermutet die NHTSA in der 12-Volt-Batterie des Porsche Taycan. Denn auch Elektroautos verfügen über eine sogenannte Starterbatterie, wie sie auch bei Verbrennerfahrzeugen benötigt wird. Wenn sich diese entlädt, bleibt ein Elektroauto - wie auch der Verbrenner - liegen.

Und das kommt laut dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) sogar recht häufig vor. In einer Pannenstatistik des ADAC heißt es, die Starterbatterie sei sogar die Ursache für über die Hälfte aller E-Auto-Ausfälle und liege in der Häufigkeit bei 54 Prozent. Damit ist der Anteil sogar noch höher, als beim klassischen Verbrenner.

UnternehmenPorsche AG
HauptsitzStuttgart
CEOOliver Blume
Gründung25. April 1931

Was übrigens viele E-Autofans verwundern dürfte: Obwohl sich der Rückruf des Porsche Taycan auf ein Softwareproblem bezieht, kann der Fehler scheinbar nicht, wie beispielsweise bei Tesla, über Funk behoben werden. Der Porsche-Chef für Nordamerika, Kjell Gruner, erklärte live im US-Fernsehen in einer Sendung bei CNBC: „Es ist ein Softwarefehler, der behoben wird. Deshalb laden wir alle Kunden ein, in ein Porsche Center zu kommen. Es wird etwa 90 Minuten dauern - ein Update der Software und dann kann es schon weiter gehen.“

Großer Porsche-Rückruf: So viele Taycans sind tatsächlich von dem Fehler betroffen

Außerdem erklärte Gruner, das Problem des Antriebsverlusts komme nur selten vor. Lediglich bei 20 Fällen von 10.000 Taycans in den USA sei dieser Fehler aufgetreten.

Der Taycan ist das erste Elektroauto der VW-Tochter Porsche. Das Konzept wurde 2015 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt, 2019 ging der E-Sportwagen in die Serienproduktion. Mittlerweile gibt es den Taycan auch als Offroad-Kombi und auch ein abgespecktes Einstiegsmodell lieferte der Sportwagenhersteller Anfang 2021 nach. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema