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Polizist erschießt Ehefrau – Ermittlungen werden eingestellt

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Von: Michaela Ebert

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Schüsse an Supermarkt
Grausame Tat im Februar 2022: Ein Polizist erschießt auf offener Straße seine Ehefrau. © Andreas Rosar/Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttg/dpa

Im Februar 2022 erschießt ein Polizist auf offener Straße in Kirchheim unter Teck seine Ehefrau. Etwa ein Jahr später werden die Ermittlungen eingestellt – es habe keinen Grund zur Abnahme seiner Dienstwaffe gegeben.

Es müssen grausame Szenen gewesen sein, die sich im Februar 2022 in Kirchheim unter Teck abspielten. Ein Mann erschießt vor einem Supermarkt seine Ehefrau – und richtet sich anschließend selbst. Schnell ist klar: Der Mann war Polizist – die Tatwaffe die eigene Dienstwaffe. Es folgen viele Monate der Ermittlungen. Wussten seine Kollegen Bescheid?

Nun – beinahe ein Jahr nach der schrecklichen Tat – teilt die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit, dass die Ermittlungen eingestellt werden. Wie die „Deutsche Presse-Agentur“ am Mittwoch (11. Januar) berichtet, seien Hinweise geprüft worden. Demnach wurde die 58-jährige Frau vor der Tat von ihrem Mann bedroht – obwohl sie zum Zeitpunkt der Tat getrennt lebten.

Ermittlungen eingestellt: Keine Vorkommnisse bekannt, die zur Abnahme der Dienstwaffe führen

Auch Personen aus dem dienstlichen Umfeld des Polizeibeamten sollen von den Drohungen gewusst haben. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte: „Im Rahmen dieser Ermittlungen ergaben sich keine Hinweise darauf, dass bei Dienstvorgesetzten etwaige Befürchtungen oder Bedrohungen des Opfers bekannt gewesen wären, die zur Abnahme der Dienstwaffe des Ehemannes hätten führen müssen.“

Es wurde wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen Unbekannt ermittelt. Zuerst hatten „Stuttgarter Nachrichten“ und „Stuttgarter Zeitung“ darüber berichtet. Der Mann war Mitarbeiter des Landeskriminalamts Baden-Württemberg und hatte die Tat im Februar 2022 begangen.

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