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Im Fall Ayleen (14): Tatverdächtiger gesteht – Tötung „durch körperliche Gewalteinwirkung“

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Von: Melissa Sperber, Anna-Maureen Bremer, Julia Cuprakowa, Dominik Jahn

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Teufelsee
Trauer um Ayleen in Gottenheim: Die 14-Jährige ist tot – ihr Leichnam wurde in einem kleinen See in Hessen gefunden. © Frank Rumpenhorst/dpa

Die 14-jährige Ayleen aus Gottenheim wird Ende Juli tot in einem See in Hessen aufgefunden. Der Tatverdächtige hat ihre Tötung nun gestanden.

Update, 6. September: Wie die Polizei Mittelhessen und die Staatsanwaltschaft Gießen berichten, hat der Tatverdächtige im Rahmen einer mehrstündigen Vernehmung durch Beamte der Kriminalpolizei und den sachleitenden Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Gießen am vergangenen Freitag die Tötung der 14 -jährigen Ayleen gestanden.

Zudem führte der Beschuldigte die Polizei zu dem im Bereich eines Feldwegs im Landkreis Gießen gelegenen Tatort. Außerdem zeigte er den Ermittlern den Ablageort weiterer Kleidungsstücke der Verstorbenen. Die Kleidung wird aktuell auf serologisches Spurenmaterial im hessischen Landeskriminalamt untersucht.

Tatverdächtiger gesteht Tötung von Ayleen (14): Keine Angaben zu Todesumständen und Tatmotiv

Wie die Polizei weiter berichtet, waren dem Geständnis umfangreiche Ermittlungen der 30-köpfigen Soko „LACUS“ und der Staatsanwaltschaft Gießen vorausgegangen. Konkret heiß das: Seit der Übernahme durch die hessischen Behörden wurden mehrere Zeugen vernommen, eine Vielzahl von Spuren ausgewertet und aufwändige rechtsmedizinische und digitalforensische Untersuchungen – insbesondere Handy-, Funkzellen, GPS- sowie Geodatenanalysen – vorgenommen.

Hierdurch gelang es den Strafverfolgungsbehörden ein beweiskräftiges Bewegungsprofil des Beschuldigten zu erstellen und sich ein konkretes Bild von dem etwaigen Tatablauf zu verschaffen. Nach Vorhalt dieser Ermittlungsergebnisse räumte der Tatverdächtige die Tat im Beisein seines Verteidigers schließlich ein.

Laut Polizei soll er Ayleen in der Nacht vom 21. auf den 22. Juli durch körperliche Gewalteinwirkung getötet und den Leichnam anschließend im Teufelsee bei Echzell versenkt haben. Aus ermittlungstaktischen Gründe kann die Polizei keine weiteren Angaben zu der Vorgeschichte der Tat, den genauen Todesumständen und der Motivlage machen, heißt es in einer Mitteilung der Polizei Geißen weiter.

Getötete Ayleen: Gegenstände vom Fundort am Teufelsee – Ergebnis ernüchternd

Update, 29. August: Die bei einer erneuten Absuche des Fundortes der Leiche der getöteten Ayleen sichergestellten Gegenstände haben die Ermittler bisher nicht weitergebracht. Die Gegenstände hätten nach bisherigen Erkenntnissen keinen Bezug zum Fall und seien „eher nicht beweiserheblich“, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presseagentur am Montag. Die 30-köpfige Soko arbeite weiter intensiv an den Ermittlungen, Einzelheiten nannte der Sprecher nicht.

Ayleen wird tot im Teufelsee gefunden – Gegenstände vom Fundort genau untersucht

Zuvor waren bei einer erneuten Absuche des Fundorts mehrere Gegenstände sichergestellt worden. Dafür hatten Einsatzkräfte noch einmal am und im Teufelsee bei Echzell sowie an einem benachbarten Gewässer nach möglichen weiteren Spuren gesucht. Vor Ort waren bis zu 60 Beamte sowie etwa ein Dutzend Taucher im Einsatz gewesen – auch ein Sonar-Boot kam zum Einsatz.

Im Teufelsee war die Leiche der 14-jährigen Ayleen aus Baden-Württemberg gefunden worden. Tatverdächtig ist ein 29-Jähriger aus dem hessischen Lahn-Dill-Kreis.

Getötete Ayleen: Polizei prüft Gegenstände vom Fundort am Teufelsee

Update vom 24. August: Erst Mitte August wechselte die Zuständigkeit im Fall der getöteten Ayleen von Baden-Württemberg nach Hessen. Die Ermittlungen hatten ergeben, dass die 14-Jährige nicht nur tot in Hessen gefunden, sondern auch in Hessen ermordet wurde. Von der Staatsanwaltschaft Gießen und dem Polizeipräsidium Mittelhessen gibt es derweil keine entscheidenden Details. Auch die erneute Absuche des Fundorts der Leiche, dem Teufelsee im Wetteraukreissorgt, sorgt für Ernüchterung.

Gegenüber echo24.de erklärt ein Sprecher der Polizei Hessen dazu: „Es wurden einige Dinge gefunden. Jetzt muss geprüft werden, ob irgendetwas davon relevant ist für den Fall.“ Viel Hoffnung habe die Polizei aber nicht. Das meiste sei wohl doch eher „Müll“. Die Suche dauerte drei bis vier Tage.

Fall der getöteten Ayleen: Polizei Hessen im Austausch mit Freiburger Ermittlern

Die Beamten der gegründeten Soko „Lacus“ sind zudem nach der Übergabe des Falls auch noch mit der Sichtung aller bisherigen Daten und Fakten zur Ermordung der 14-jährigen Ayleen, wie der Sprecher erklärt: „Wir haben den Fall ja auch erst seit wenigen Tagen von Freiburg übernommen und sind im engen Austausch mit den Kollegen.“

Immerhin konnten von der Polizei Hessen bereits für den Tatverdächtigen belastende Beweise sichergestellt werden. Die Beamten sind dabei in der Wohung des mutmaßlichen Mörders von Ayleen fündig geworden. Auch wurde vonseiten des Oberstaatsanwalts Manuel Jung in Wetzlar bestätigt, dass der Mann vor der Tat auch schon andere Mädchen belästigt hatte. Wie die Deutsche Presse-Agentur schreibt, wurden an weitere Anzeigen dazu eingereicht.

Getötete Ayleen: Polizei sucht erneut den Fundort am Teufelsee ab

Update vom 17. August: Bereits gestern berichtete echo24.de, dass die Ermittler einige für den im Fall Ayleen Tatverdächtigen belastende Beweise sichergestellt haben. Außerdem geht man aufgrund der Indizien davon aus, dass die 14-Jährige in Hessen ermordet wurde. Am Mittwoch gibt nun das inzwischen zuständige Polizeipräsidium Mittelhessen und die Staatsanwaltschaft Gießen bekannt, dass es zu einer erneuten Absuche des Teufelsees im Wetteraukreis kommen wird.

Ayleen wurde am 30. Juli in dem See tot aufgefunden. Inwieweit die aktuelle Suche mit den bereits vorhandenen Beweisen zu tun haben könnte, ist unklar. Die Staatsanwaltschaft und die Ermittler der Soko „Lacus“ erhoffen sich demnach, weitere für die Tat relevante Spuren sichern zu können.

Polizei sucht Fundort von getöteter Ayleen erneut ab

Laut Polizeiangaben sind neben einer Einsatzeinheit der Hessischen Bereitschaftspolizei, bei der Absuche auch Polizeitaucher aus Rheinland-Pfalz, ein Sonar-Boot des DLRG Frankfurt am Main sowie eine Drohne der Polizeifliegerstaffel der hessischen Polizei im Einsatz.

Getötete Ayleen (14): Tatverdächtiger polizeibekannt – wegen versuchter Vergewaltigung

Update 1. August: Am Samstag, 30. Juli, wird schreckliche Gewissheit, was nach dem Fund einer weiblichen Leiche in Hessen bereits befürchtet werden musste: Die 14-jährige Ayleen aus Gottenheim (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg) ist tot. Seit Donnerstag, 21. Juli, war mit Hochdruck nach dem vermissten Mädchen gesucht geworden – durch Polizei, ihre Familie und die Medien, wie echo24.de berichtete.

In einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag, 1. August, erste Informationen über die laufenden Ermittlungen bekannt. Klar ist: Der Fall Ayleen hat in der Bevölkerung eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst – es wurde alles versucht, das Mädchen „möglichst lebend zu finden“, betont Polizeipräsident Franz Semling vom Polizeipräsidium Freiburg.

Vermisste Ayleen (14) ist tot: Leichnam wird in Teufelsee in Hessen gefunden

Doch aller Bemühungen zum Trotz konnte Ayleen nur noch tot aufgefunden werden. Ihr Leichnam wurde am Freitag, 29. Juli, in einem See in Hessen treibend entdeckt. Der Teufelsee in der Nähe von Echzell ist ein kleiner See in einem Naturschutzgebiet. Von außen kaum einsehbar, schwer zugänglich und nicht zum Baden geeignet, wie Oberstaatsanwalt Thomas Hauburger erklärt.

Nach ersten Erkenntnissen trieb Ayleens Leichnam bereits mehrere Tage in dem See, als ein Polizeihubschrauber den Körper am Uferrand treibend entdeckte. Die Bergung gestaltete sich schwierig, da das Gelände steil abfällt. Durch die lange Liegezeit im Wasser konnte die 14-Jähriger zuerst nicht sicher identifiziert werden – ein Zahnstatus und ihr DNA-Profil brachten Gewissheit.

Bislang ist die Todesursache noch nicht bekannt, weitere Untersuchungen sollen Klarheit schaffen. Auch wo der genaue Tatort liegt, ist noch nicht abschließend geklärt. Sie scheint Gottenheim jedoch nach aktuellem Ermittlungsstand lebendig verlassen haben. Ob freiwillig oder nicht, ist ebenfalls noch unklar.

Getötete Ayleen (14): Tatverdächtiger 29-Jähriger war zehn Jahre in psychiatrischem Krankenhaus

Ein 29-jähriger Mann soll Ayleen noch am Abend ihres Verschwindens in seinem Auto nach Hessen gebracht haben. Ayleen sei ein nettes, schüchternes und zurückhaltendes Mädchen gewesen, wird bei der Pressekonferenz betont und scheint den Tatverdächtigen bereits mehrere Wochen gekannt zu haben – über „die großen sozialen Netzwerke“ und das Internetspiel Fortnite.

Der mutmaßliche Mörder war zehn Jahre lang in psychologischer Behandlung, wie HEIDELBERG24.de berichtet. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 29-Jährigen, der bereits im Alter von 14 Jahren nach einem Angriff auf ein damals 11-jähriges Mädchen wegen versuchtem sexuellen Missbrauch, gefährlicher Körperverletzung und versuchter Vergewaltigung verurteilt wurde. Danach folgt ein zehnjähriger Aufenthalt in einem psychiatrischen Krankenhaus und weitere fünf Jahre unter Führungsaufsicht und in engmaschiger Betreuung. Am 25. Januar 2022 endete das Programm.

Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Tatverdächtigen am Freitag, 29. Juli, wurden persönliche Gegenstände von Ayleen gefunden. Der 29-Jährige befindet sich aktuell in Untersuchungshaft, stritt die Tat zuerst ab und schweigt seither. Die Anklagepunkte: Entziehung Minderjähriger, sexuelle Nötigung und Mord mit Verdeckungsabsicht.

Vermisste Ayleen (14) aus Gottenheim ist tot: Leiche in Hessen gefunden

Update vom 31. Juli: Wie die Polizei am Samstag (30. Juli) mitteilte, wurde eine Leiche in Hessen gefunden. Zuerst war es noch unklar, ob es sich bei der weiblichen Leiche um die 14-jährige Ayleen handelt. Nun bestätigt die Polizei Freiburg, dass es sich bei der im Wetteraukreis in Hessen aufgefundenen toten Person um die vermisste 14-Jährige aus Gottenheim handelt.

Ob die 14-Jährige einem Verbrechen zum Opfer fiel, ist noch nicht bekannt. Die Polizei will sich zum Ermittlungsverfahren erst wieder auf einer Pressekonferenz am Montag äußern, wie auch der SWR berichtet.

Ayleen (14) aus Gottenheim vermisst: Weibliche Leiche gefunden, Identifizierung steht aus

Update vom 30. Juli: Wie die Polizei Freiburg mitteilt, wurde am Freitag, 29. Juli, eine weibliche Leiche im Wetteraukreis in Hessen gefunden. Es ist jedoch nicht klar, ob es sich dabei um die vermisste 14-jährige Ayleen aus Gottenheim handelt.

Eine gerichtsmedizinische Untersuchung soll Klarheit zur Identität und Todesursache der aufgefundenen toten Person bringen. „Weitere belastbare Informationen können erst nach Abschluss dieser Maßnahme veröffentlicht werden“, erklärt die Polizei Freiburg weiter.

Ayleen (14) in Gottenheim vermisst – Polizei veröffentlicht Hinweise

Erstmeldung vom 27. Juli: Wie das Polizeipräsidium Freiburg mitteilt, wird seit Donnerstag, 21. Juli, mit Hochdruck nach der vermissten 14-jährigen Ayleen aus Gottenheim im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg gesucht. Gegen 18 Uhr hatte sie laut erster Angaben der Polizei zu Fuß das Elternhaus verlassen und ist seither telefonisch nicht mehr erreichbar.

Nach einem ersten Zeugenaufruf der Ermittler ist inzwischen bekannt, dass sich Ayleen am Tag ihres Verschwindens, Donnerstag, 21. Juli, vermutlich im Zeitraum 19.30 Uhr bis 20.30 Uhr auf der Stadtbahnbrücke am Hauptbahnhof Freiburg aufgehalten haben soll. Mit dabei war demnach etwa ein gleichaltriges Mädchen, zirka 175 cm groß, mit langen braunen Haaren, bekleidet mit einer schwarzen Hot-Pant und bauchfreiem Oberteil oder Top.

Gottenheim/Freiburg: Ayleen vermisst – Polizei gibt Foto und Beschreibung heraus

Nach Angaben der Polizei Freiburg war die 14-jährige Ayleen am Tag ihres Verschwindens bekleidet mit auffälligen weißen Turnschuhen der Marke Nike, einer schwarzen kurzen Leggings (Länge bis ca. oberhalb der Knie), einem bauchfreien Trägertop in mittelgrauer Farbe. Vermutlich trägt sie einen beigefarbenen Kapuzenpullover (Hoodie) mit sich. Ayleen hat ein optisch altersentsprechendem Aussehen und dunkelbraune lange Haare. 

Neueste Hinweise zu Ayleen: Polizei sucht möglichen Zeugen

Erst am 26. Juli hat das Polizeipräsidium Freiburg die neusten Erkenntnisse im Fall der vermissten Ayleen bekannt gegeben. Demnach haben weitere Zeugen gesehen, dass die 14-Jährige am Donnerstag, 21. Juli, gegen 21.30 Uhr auf der Landstraße zwischen Waltershofen und Gottenheim gesehen worden sein. Hier sucht die Polizei nach einem möglichen Zeugen, welcher zu dieser Zeit die Straße mit seinem Fahrrad befuhr und das Mädchen gesehen haben müsste.

Gegenüber echo24.de erklärt ein Sprecher der Polizei, dass nach wie vor Hinweise hereinkommen und allen Informationen von den Ermittlern nachgegangen wird. Die Polizei bitte beide Personen, das gleichaltriges Mädchen, mit dem Ayleen auf der Stadtbahnbrücke am Hauptbahnhof Freiburg gesehen wurde und den Mann mit Hund, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen, entweder telefonisch unter 0761/882-2888 oder über jede beliebige Polizeidienststelle.

Vermisste Ayleen auf dem Weg zu einem Freund: Polizei kommentiert Bericht dazu nicht

Wie die Bildzeitung zu dem Fall schreibt, soll Ayleen an dem Tag des Verschwindens eigentlich nur auf dem Weg zu einem Freund gewesen sein – 200 Meter vom Elternhaus entfernt. Laut dem Bericht hätten „Freunde und ihre Geschwister rekonstruiert, dass sie noch an der Haustüre ihres Freundes geklingelt hatte. Der Junge war aber nicht daheim. Sein älterer Bruder hatte das Klingeln gehört, aber nicht gleich reagiert. Als er endlich öffnete, war die Realschülerin schon wieder weg. Um 18 Uhr schrieb sie noch eine Whatsapp-Nachricht“. Diesen Ablauf, wie die Bildzeitung schreibt, wollte die Polizei auf Nachfrage von echo24.de nicht kommentieren.

Weitere Vermisstenfall endet mit Tragödie: Tabitha aus Asperg tot aufgefunden

Erst vor wenigen Tagen wurde in Asperg im Kreis Ludwigsburg die 17-jährige Tabitha vermisst. Am 18. Juli wurde das Mädchen dann von der Polizei tot aufgefunden. Nach aktuellem Stand war es ein Tötungsdelikt. Die Ermittlungen zu den Umständen laufen noch. Ein Tatverdächtiger sitzt im Gefängnis.

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