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Polizei Freiburg hält „Rostlaube“ an – TÜV stellt 39 Mängel an Auto fest

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Von: Julia Cuprakowa

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Bei einer Streifenfahrt fällt der Polizei Freiburg eine regelrechte „Schrottlaube“ auf. Wie TÜV Emmendingen später feststellt, weist das Auto ganze 39 Mängel auf.

Bei alltäglichen Kontrollfahren macht die Polizei immer wieder kuriose Funde: So fiel einer Streife der Polizei Freiburg am Freitag (13. Januar) gegen 12.30 Uhr ein bulgarischer Volkswagen auf, welcher auf der linken Fahrzeugseite deutlich tiefer lag als auf der rechten Seite. Als die Beamten das Auto anhielten, staunten sie nicht schlecht. Denn: Nachdem der Fahrer und die Ladung nicht die Ursache für das offensichtliche Problem sein konnten, wurde das Fahrzeug genauer auf seinen technischen Zustand untersucht – 39 Mängel wurden festgestellt.

Polizei zieht „Rostlaube“ auf dem Verkehr – Feder der Hinterachse komplett durchbrochen

Nachdem die Beamten das Fahrzeug oberflächlich in Augenschein genommen hatten, fiel ein massiver Rostbefall am Dämpfer der Hinterachse auf. Daraufhin wurde das Auto mit zum TÜV in Emmendingen gebracht, wo eine genauere Untersuchung erfolgte. Dabei stellte der Prüfer insgesamt 39 Mängel fest, wie das Polizeipräsidium Freiburg mitteilte.

Doch damit nicht genug: Beim Anheben des Fahrzeugs auf der Hebebühne flog dem Prüfer bereits die Feder der Hinterachse entgegen, welche aufgrund von Rostbefall durchgebrochen war. Die Abgasanlage war komplett durchgerostet und wurde nur von ein paar Drähten am Herabfallen gehindert. Die Schweller hatten Löcher so groß wie Tennisbälle und wurden nur noch durch Bauschaum zusammengehalten.

„Rostlauben“-Fahrer bekommt Anzeige und muss TÜV-Kosten tragen

Laut Polizei wurden die Kennzeichen noch vor Ort demontiert und mit der Zulassungsbescheinigung beschlagnahmt. Der Fahrer musste das Auto auf dem Betriebsgelände des TÜV Emmendingen zurücklassen. Was hatte der Fahrzeugbesitzer mit dem Auto vor? Wie die Polizei weiter berichtet, sollte das Fahrzeug mit einem Autotransporter seinen Weg zurück nach Bulgarien finden. Der Fahrer der „Rostlaube“ musste eine Sicherheitsleistung von 100 Euro für die Ordnungswidrigkeitenanzeige bezahlen. Außerdem fielen die Kosten für die Leistungen des TÜV an.

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