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CSD in Stuttgart: Tausende Besucher erwartet – Demo-Strecke durch Innenstadt

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Von: Melissa Sperber

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Zum Christopher Street Day (CSD) werden am Samstag, 30. Juli, tausende Teilnehmer und Zuschauer in Stuttgart erwartet.

Am Samstag, 30. Juli, ist es in Stuttgart wieder so weit: Für den Christopher Street Day (CSD) werden Tausende Besucher in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs erwartet, wie echo24.de berichtet. Zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie kann der CSD wie gewohnt stattfinden. Und das heißt: Ab 15.30 Uhr ziehen bei der Demonstration wieder Wagen durch die Stadt – 100 Formationen haben sich laut Veranstalter angemeldet.

Die CSD-Demonstration führt dabei mitten durch die Innenstadt Stuttgarts. Start mit Aufstellung ist der Erwin-Schöttle-Platz, dann geht es über die Böblinger Straße, den Marienplatz, die Tübinger Straße, die Eberhardstraße, die Marktstraße, die Münzstraße, den Karlsplatz bis zum Schlossplatz/Planie, wo um 18.30 Uhr eine Kundgebung stattfinden soll. Um 19.30 Uhr folgt dann das Straßenfest auf dem Markt- und Schillerplatz sowie in der Kirchstraße.

CSD in Stuttgart: Tausende Besucher bei Stuttgart PRIDE 2022 erwartet

Entlang der Route der CSD-Demonstration dürfte es voll werden. Bei den vergangenen Veranstaltungen der letzten Jahre drängten sich tausende Zuschauer an den Straßen. Denn der CSD hat Tradition in Stuttgart: Bereits seit 1979 setzt sich Stuttgart PRIDE, das Kulturfestival zum Christopher Street Day, für die Gemeinschaft von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, transsexuellen, intersexuellen und queeren Menschen in Stuttgart und der Region ein, wie auf der Homepage stuttgart-pride.de nachzulesen ist.

Ursprung des Christopher Street Days

Der CSD wird weltweit gefeiert und geht auf Ereignisse im Jahr 1969 zurück. Damals stürmten Polizisten eine Bar in der New Yorker Christopher Street – und lösten damit einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen aus.
Quelle: dpa

Schirmfrau für Stuttgart PRIDE 2022 unter dem Motto „Community.Kraft.Europa“ ist dieses Jahr Landtagspräsidentin Muhterem Aras. Die Grünen-Politikerin sagte im Vorfeld angesichts queerfeindlicher Entwicklungen in Europa gegenüber der dpa: „Wir dürfen uns auch hier auf den politischen und rechtlichen Erfolgen Europas der Vergangenheit nicht ausruhen.“

CSD in Stuttgart: Ministerien hissen Regenbogenflagge – Polizei mit mehr Einsatzkräften vor Ort

Anlässlich der CSD-Demonstration sowie des Stuttgarter PRIDE-Kulturfestivals weht vor einigen Regierungsgebäuden wie dem Verkehrsministerium oder dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration die Regenbogenfahne. Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha betonte im Vorfeld der Veranstaltung den Einsatz des Landes für queere Vielfalt.

Lucha: „Gerade in Baden-Württemberg erleben wir in den letzten Jahren mehr Bewusstsein für Offenheit und Akzeptanz. Dennoch müssen wir uns weiterhin konsequent für eine offene und vielfältige Gesellschaft einsetzen und diese jeden Tag aufs Neue verteidigen.“

Wie der SWR berichtet, werde die Stuttgarter Polizei am Samstag mit „etwas mehr Einsatzkräften als noch in Vor-Corona-Zeiten vor Ort sein“. Offizielle Begründung ist, dass die Polizei mit mehr Teilnehmern und Besuchern rechnet.

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