Pilzsammler aufgepasst!

Pilzsaison 2021: Experten erwarten reiche Ausbeute - aus diesem Grund

Für Pilzsammler könnte der Herbst 2021 besonders ertragreich werden. (Symbolbild)
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Für Pilzsammler könnte der Herbst 2021 besonders ertragreich werden. (Symbolbild)
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Experten erwarten im Herbst 2021 eine reiche Ernte für Baden-Württembergische Pilzsammler. Das hat laut Forstminister Peter Hauk (CDU) auch einen ganz bestimmten Grund...

„Ab in die Pilze“, heißt es im Spätsommer für viele Menschen. Das Pilzsammeln hat in Baden-Württemberg Tradition und die Bedingungen sind ideal. Forstminister Peter Hauk (CDU) hat jetzt für alle Pilzsammler im Südwesten eine gute Pilzsaison prognostiziert. Am Freitag (3. September) erklärte er in Stuttgart, die vielen Niederschläge in den vergangenen Monaten seien dafür verantwortlich zu machen, dass im Herbst 2021 reichlich Pfifferlinge, Steinpilze und Co. zu finden sein könnten.

„Das regnerische Wetter tut dem Wald gut und begünstigt das Wachstum der Waldpilze“, sagte der Forstminister der Deutschen Presse-Agentur dpa und weiter: „Nach dem lang anhaltenden Regen im Sommer können wir eine reiche Pilzernte erwarten.“ Mit dieser Meinung ist Hauk außerdem nicht alleine. Auch der Fachbeauftragte für Pilze des Naturschutzbundes Baden-Württemberg, Karl-Heinz-Johe, rechnet damit, dass jetzt mehr Herbstpilze kommen - und das, obwohl es in den vergangenen Nächten oft verhältnismäßig kühl gewesen sei. Das schränke das Wachstum mancher Pilzarten eventuell ein.

Pilzsaison 2021: Experte mit Prognose - und mit Appell an Pilzsammler

Doch das tut dem Pilzsammeln wohl keinen Abbruch. „Ich bin am Wochenende auch unterwegs und rechne damit, dass man einiges findet“, sagte Johe am Freitag. Der Pilzexperte rechnet insgesamt mit einem „recht guten“ Pilzjahr. Allerdings will Johe auch alle Pilzsammler in Baden-Württemberg darauf aufmerksam machen, welche Regeln im Wald gelten. Laut Landeswaldgesetz dürfen nämlich nur bestimmte Mengen an Pilzen gesammelt werden.

„Das Maximum sollte sich bei einem Kilogramm pro Kopf und Tag bewegen, zum Beispiel bei Pfifferlingen und Steinpilzen, die einer Sammeleinschränkung unterliegen“, sagte der Pilz-Beauftragte und appelliert dringend an alle Pilzsammler, „keine unverhältnismäßig große Menge“ mitzunehmen. Viele Pilze stehen laut Johe inzwischen auf der Roten Liste. Das ist allerdings nicht allein die Schuld der überambitionierten Sammler, sondern auch an der Zerstörung des Lebensraums der Pilze - zum Beispiel durch Überdüngung der Böden.

Pilzsaison 2021: Vorsicht vor Giftpilzen - Experte mit wertvollen Tipps

Außerdem bittet der Pilzexperte Johe alle Pilzsammler, sich vor dem Ausflug „in die Pilze“ gut vorzubereiten. Denn das Pilzesammeln kann richtig gefährlich werden, wenn versehentlich giftige Exemplare im Korb landen. Bei vielen Pilzarten herrscht eine hohe Verwechslungsgefahr. Deshalb rät Johe beispielsweise zur Teilnahme an einer geführten Pilzwanderung, wenn man sich unsicher ist.

Doch wer sich alleine auf den Weg macht, sollte laut Pilzexperte Johe einen wichtigen Rat befolgen: „Man muss sich vorher schlaumachen“ Generell rät er allerdings: „Wenn man Pilze sammelt, die man nicht gut kennt, sollte man sie ganz und separat von den Speisepilzen zu einem Pilzsachverständigen bringen. Dort kann man sie bestimmen lassen.“

Denn auch in Baden-Württemberg gibt es zahlreiche Giftpilze - und nur wenige sind so auffällig, wie der bekannte giftige Fliegenpilz. Der Verzehr kann zu Leberversagen, Krebs oder gar dem Tod führen. Deshalb sollte jeder die zehn giftigsten Pilze in unserem Wald kennen, die echo24.de in einer Übersicht zusammengefasst hat.

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