Impfung gegen Corona

Kampf gegen das Coronavirus: Besondere Impfaktion in Pforzheim

Ein Arzt impft eine Frau.
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In Pforzheim gab es nun eine besondere Impfaktion, wie man sie schon aus den USA kennt. (Symbolbild)
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Immer mehr Menschen können sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Doch einen Termin zu bekommen ist nicht immer so einfach. Das wollte eine Pforzheimer Hausärztin mit einer besonderen Aktion nun ändern.

Wer sich in Baden-Württemberg impfen lassen will, der muss sich erst einmal durch den typisch deutschen Bürokratie-Dschungel kämpfen - sofern er denn impfberechtigt ist. Noch immer wird nämlich streng nach Priorisierung geimpft und natürlich nur mit Termin im Impfzentrum oder beim Hausarzt.

Während zumindest die Priorisierung bald wegfallen könnte, werden Impfwillige wohl um die - mit unter schwierige - Terminvereinbarung nicht drumherum kommen. In den USA ist das mit unter deutlich einfacher, da lässt sich die Impfung auch im Supermarkt des Vertrauens erledigen - ohne Termin versteht sich.

Pforzheim: Hausärztin startet Drive-In-Impfung - riesen Andrang

Eigentlich eine gute Idee, das dachte sich auch die Pforzheimer Hausärztin Nicola Buhlinger-Göpfarth. Und da viele Patienten in ihrer Praxis den Impfstoff von AstraZeneca nicht haben wollten, setzte sie diese Idee - gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz und zwei Kolleginnen - am Mittwoch in die Tat um. Dazu wurde auf einem Pforzheimer Supermarktparkplatz eine Art Impf-Drive-In eingereicht.

Wer wollte - und einer der aktuellen Priorisierungsgruppen angehörte - konnte sich dort ohne Termin mit AstraZeneca impfen lassen. Wäre Impfstoff übergeblieben, wäre auch eine Impfung ohne Priorisierung möglich gewesen. Doch laut dem SWR war der Andrang auf die 700 Dosen des Coronavirus-Impfstoffs so groß, das bereits 40 Minuten eher als geplant mit den Impfungen begonnen wurde.

Pforzheim: Auch zweite Impfung auf Supermarkt-Parkplatz

Bereits nach einer Stunde waren alle 700 Dosen vergeben, wie der SWR weiter berichtet kamen die Menschen aus vielen Städten im ganzen Südwesten dazu nach Pforzheim. Oberbürgermeister Peter Bosch bezeichnete die Aktion vor Ort als Vorbild und auch die Pforzheimer Pandemie-Beauftragte der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), Buhlinger-Göpfarth betonte laut SWR, dass sie wünschen würde Deutschland sei Impf-Weltmeister und nicht Bürokratie-Weltmeister.

Sorgen um einen zweiten Termin müssen sich die Geimpften im Übrigen nicht machen, den gab es direkt vor Ort. Die zweite Impfung soll dann in ein paar Wochen im Rahmen einer ähnlichen Aktion auf einem Supermarktaktplatz in Huchenfeld erfolgen. Wie wichtig diese Aktion ist, zeigt ein Blick auf die Impfquote: Hier ist Pforzheim bei den Erstimpfungen klar das Schlusslicht.

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