Öffnung von Freizeitparks in Baden-Württemberg

Baldige Öffnung von Freizeitparks in BaWü möglich — unter diesen Bedingungen

  • Lisa Klein
    vonLisa Klein
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Seit einer Woche läuft bereits das Modellprojekt im Europa-Park Rust. Das Konzept scheint zu funktionieren — dürfen bald alle Freizeitparks wieder öffnen?

In Baden-Württemberg dürfen eventuell schon bald die Freizeitparks wieder ihren Betrieb aufnehmen. Bei einem Treffen mit Vertretern der Freizeitparks in Baden-Württemberg hat der Amtschef des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration, Prof. Uwe Lahl, am Freitag (28. Mai) Hoffnung auf eine baldige Öffnung der Parks gemacht. Allerdings nur unter ganz klaren Bedingungen, wie *echo24.de berichtet.

„Zurzeit läuft stellvertretend für die Öffnung aller Freizeitparks im Land ein Modellprojekt im Europa-Park Rust. Dieses Projekt wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Ein erster Zwischenbericht lässt hoffen, dass auch der Betrieb eines Freizeitparks unter Pandemiebedingungen funktioniert. Bis Ende der nächsten Woche wird der Europa-Park dem Sozialministerium einen Abschlussbericht vorlegen, der von uns dann im Eilverfahren ausgewertet wird“, erklärt Lahl.

Baden-Württemberg: Öffnung von Freizeitparks könnte schon bald möglich sein

Und weiter: „Sollten die Infektionszahlen im Land weiter sinken und auch die Auswertung des Modellprojekts in Rust zu einem positiven Ergebnis kommen, so können aller Voraussicht nach ab dem 8. Juni auch die anderen Freizeitparks in Baden-Württemberg wieder ihre Türen öffnen. Vorausgesetzt natürlich, es liegt ein entsprechendes Hygiene- und Testkonzept vor und die Infektionszahlen steigen nicht.“

Ein Besuch im Europa-Park Rust ist seit Freitag, den 21. Mai, wieder möglich. Allerdings werden momentan nur 10.000 Personen in den Freizeitpark gelassen, normalerweise sind 20.000 Gästen erlaubt. Ein digitales System soll Schlangen vermeiden. Unter diesen Voraussetzungen dürfen Besucher aktuell in den Europa-Park:

  • Es muss ein Berechtigungsnachweis vorliegen. Berechtigt sind Geteste, Geimpfte und Genesene*.
  • Vorab muss online eine Eintrittskarte gekauft werden. Davon ausgenommen sind Kinder bis einschließlich drei Jahren, Geburtstagskinder bis einschließlich 12 Jahren und Gäste mit Behinderung.
  • Besucher müssen bei Eintritt ein Lichtbildausweis vorgelegt werden.
  • Während des gesamten Aufenthaltes auf dem Europa-Park-Gelände muss eine medizinische Maske (OP-Maske oder FFP2/3-Maske) getragen werden, wenn kein Abstand von 1,5 Metern gehalten werden kann.

Berechtigt ist, wer getestet, geimpft oder genesen ist. Als Nachweis über eine Impfung muss der Impfpass* mitgebracht werden, zudem muss die Zweitimpfung bereits 14 Tage zurückliegen — außer bei einer Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson. Wer bereits genesen ist, muss das positive PCR-Testergebnis mitbringen, welches mindesten 28 Tage oder maximal sechs Monate zurücklegt.

Der Europa-Park

Der Europa-Park ist ein Freizeit- und Themenpark in Rust, Baden-Württemberg. Mit rund 5,7 Millionen Besuchern pro Jahr ist er der meistbesuchte Freizeitpark im deutschsprachigen Raum. Auf einer Gesamtfläche von rund 950.000 Quadratmetern werden in 18 Themenbereichen über 100 Fahrgeschäfte und mehrere Shows geboten. Zum Park gehören sechs Hotels, ein Campingplatz, ein Tipi-Dorf, ein Kino und ein Konferenzzentrum.

Seit Beginn der Pandemie seien dem Europa-Park 300 Millionen Euro an Umsätzen weggebrochen, erklärte Inhaber Roland Mack im Mai. In diesem Jahr könnten weitere Einbußen in Höhe von 100 Millionen Euro dazukommen.

Als Berechtigungsnachweis wird zudem ein offiziell anerkanntes, negatives Corona-Testergebnis (PCR- oder Schnelltest), welches bei der Ankunft maximal 24 Stunden alt sein darf, akzeptiert. Ein negatives Testergebnis wird ab einem Alter von sechs Jahren benötigt. Für eine begrenzte Anzahl an Besuchern stehen auch kostenlose Testmöglichkeiten vor Ort zur Verfügung.

Baden-Württemberg plant Modellprojekte auch in anderen Bereichen

Die Ausweisung weiterer Modellprojekte in anderen Freizeitparks sei nicht mehr nötig, da einer regulären Öffnung der Parks unter den oben genannten Bedingungen nichts mehr im Wege stehe, heißt es in einer Pressemitteilung des baden-württembergischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration.

Nachdem bekannt gegeben wurde, dass der Europa-Park im Rahmen eines Modellversuchs öffnen darf, hatten sich zahlreiche weitere Freizeit- und Erlebnisparks gemeldet, auch Tripsdrill in Cleebronn wollte Modellprojekt werden*. Abgesehen von den Freizeitparks plant Baden-Württemberg Modellversuche in anderen Bereichen wie Tourismus, Kultur und Freizeit — ähnlich des Tübinger Modells, mit einem klaren Hygienekonzept. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Silas Stein

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