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„Richtig großes Viech“: Kurioser Notruf – Polizei Mannheim rettet Mann

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Von: Teresa Knoll

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Mannheim - Die Polizei erhält einen Notruf und muss einen Mann vor einem sogenannten „Ungeheuer“ retten. Die Facebook-Nutzer sind geteilter Meinung über die Rettungsaktion.

Mit der Überschrift „Notruf! Bestie besetzt Haus!“ berichtet die Polizei Mannheim von einem besonders gefährlichen „Notfall“ auf Facebook. Die Beamten nehmen den Anruf mit Humor, denn das „richtig große Viech“ entpuppt sich als harmloser als gedacht. Viele Facebook-Nutzer finden die Aktion jedoch teilweise nicht so lustig, wie MANNHEIM24 berichtet.

Mannheim: Polizei erhält Notruf wegen „richtig großem Viech“

Der Anrufer meldet über Notruf ein „richtig großes Viech“, das sein Haus eingenommen habe. Angeblich handelt es sich um ein 20 bis 30 Zentimeter großes Insekt mit furchteinflößendem Erscheinungsbild. Da er selbst nichts gegen diese Bestie ausrichten konnte, sucht er Hilfe bei der Polizei.

Als die Beamten eintreffen, finden sie den Bewohner völlig außer Atem am Hauseingang vor. Nach einer kurzen Lageeinweisung sichten die Polizisten das Nest. Im Flur verteilt liegen mehrere bereits angewandte Waffen, welche dem Viech aber nichts anhaben konnten, darunter Staubsauger und Besen.

Mannheim: Polizei bekommt Notruf – und rettet Mann vor Weberknecht-Spinne

Unmittelbar an der Wand daneben befindet sich die Bestie, die bisher allen Angriffen trotzte und ihre Besetzung nicht aufgeben wollte. Es ist ein Weberknecht. Wer diese Spinnentiere kennt, weiß, dass sie keineswegs 20 bis 30 Zentimeter groß werden. Auch dieses Exemplar hat nur einen circa 4 Millimeter großen Körper und 5 Zentimeter lange Beine. Auch in Rheinland-Pfalz musste die Polizei wegen einer Spinne anrücken.

Durch die geistesgegenwärtige Reaktion der Beamten kann das Ungeheuer mittels einfacher körperlicher Gewalt aus dem Haus befördert werden. Mit einer Rückkehr ist vorerst nicht zu rechnen und die Waffen können vom Bewohner wieder verstaut werden.

Polizei Mannheim rettet Mann vor „Bestie“ – Netz kritisiert

Auch einige Nutzer in den Facebook-Kommentaren amüsieren sich über diese kuriose Rettungsaktion. „20 Zentimeter wurden ja schon öfter von Männern falsch eingeschätzt“, schreibt jemand, doch viele sind da anderer Meinung. „Unnötiger Einsatz, sollte dem Herrn in Rechnung gestellt werden“ und „Eigentlich nicht wirklich lustig. Eher traurig, wie lebensuntüchtig ein Teil der Gesellschaft inzwischen ist“ heißt es da.

Ob der Mann den Einsatz zahlen muss, geht aus dem Facebook-Post nicht hervor. Allerdings sollte der Mann, der den Notruf absetzte, vielleicht über eine Therapie gegen seine Arachnophobie nachdenken. Tipps, wie Du Deine Angst vor Spinnen loswirst, findest Du hier. (pol/resa)

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