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Heidelbergerin findet giftige Nosferatu-Spinne auf ihrer Klobrille

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Von: Teresa Knoll

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Erneut wurde die Nosferatu-Spinne gesichtet, diesmal an einem ganz ungünstigen Ort: Eine Heidelbergerin entdeckte das Krabbeltier auf ihrer Klobrille in Weinheim.

Die Nosferatu-Spinne verbreitet schon seit einiger Zeit Angst und Schrecken in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz. Auch wenn sie für den Menschen im Normalfall nicht giftig ist, können viele die Spinne doch nicht leiden. Besonders wenn sie einen daran hindert, ein dringendes Bedürfnis auszuführen: Eine Heidelbergerin hat die Spinne auf dem Klo in ihrem Garten in Weinheim entdeckt, wie HEIDELBERG24 berichtet.

Horror-Spinne in Latrine: Heidelberger finden Nosferatu-Spinne auf ihrem Klo in Weinheim

Eine besonders unangenehme Überraschung hat eine Heidelbergerin in ihrem Garten in Weinheim gemacht: Als sie dort auf die Latrine gehen will, wird sie von einer großen Spinne begrüßt. Auf Facebook fragt sie andere User, ob jemand weiß, was für eine Spinne es ist. Durch die Zeichnung auf dem Rücken denkt mancher sicher sofort an die Nosferatu-Spinne, die sich seit einiger Zeit nicht nur in Mannheim ausbreitet.

Die Nosferatu-Spinne kann durchaus respekteinflößend sein: Bis zu acht Zentimeter groß kann das Krabbeltier werden. Ihren Namen hat sie von der hellen Zeichnung auf ihrem Rücken, die an den bekannten Blutsauger erinnert. Gleichzeitig hat sie grau-gelbe, haarige Beine, die sogar an den glattesten Oberflächen wie Glas problemlos haften bleiben können. Wer mutig genug ist: So kann man Spinnen und Spinnennester entfernen.

Eine Heidelbergerin entdeckte eine Nosferatu-Spinne auf ihrer Klobrille in Weinheim und postet ihren Fund auf Facebook.
Eine Heidelbergerin entdeckte eine Nosferatu-Spinne auf ihrer Klobrille in Weinheim und postet ihren Fund auf Facebook. © picture alliance/dpa/Frank Rumpenhorst | Facebook-Screenshot | Fotomontage: echo24.de

Heidelberger finden Nosferatu-Spinne in Weinheim: Facebook-Nutzer diskutieren über Krabbeltier

Ob es sich wirklich um eine Nosferatu-Spinne handelt, darüber sind sich die Facebook-Nutzer in den Kommentaren uneinig: „Sollte eine Hauswinkelspinne sein. Tut nix“, meint eine Userin. Mehrere andere halten dagegen: „Eindeutig Nosferatu, wir haben auch ne Menge davon.“ Die Google-Bildersuche, die jemand anderes durchführt, ergibt ebenfalls „Zoropsis spinimana“ oder Echte Webspinne, zu denen die Nosferatu-Spinne gehört.

„Hauswinkel sind schwarz“, bringt noch jemand ein Argument dafür, dass es sich dabei um die Nosferatu-Spinne handelt, die sich auch in Rheinland-Pfalz ausbreitet. Aber eine andere Nutzerin interessiert das nicht. „Ist mir egal, ob die was tun. Hans, bring den Flammenwerfer! Wollte abends nur bisschen Wasser trinken und es saß da. Also ok, ich sterbe von Dehydrierung“, berichtet sie von ihrer Begegnung mit einem der haarigen Biester.

Nosferatu-Spinne in Weinheim: Gift-Spinne ist für Menschen weitgehend harmlos

Wirklich gefährlich ist das Krabbeltier für den Menschen aber nicht. Wie bei vielen Spinnen ist auch ihr Biss giftig. Damit lähmen die Jäger, die keine Netze bauen, ihre Beute. Dünne Haut kann die Webspinne auch durchbeißen. Allerdings wirkt sich das beim Menschen etwa wie ein Wespenstich aus, solange man keine Allergie hat.

Die Nosferatu-Spinne gehört zur Familie der Kräuseljagdspinnen. Eigentlich ist ihre Heimat unter anderem im Mittelmeerraum und in Nordafrika. Seit einigen Jahren wird sie aber auch in der Schweiz, Österreich, Deutschland und Russland gesichtet. Dass sie sich bei uns wohl fühlt, könnte an den Temperaturen liegen, die durch den Klimawandel erhöht sind. Besonders unangenehm: Die giftige Nosferatu-Spinne hat sich bei einer Familie in Ludwigshafen eingenistet. (resa)

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