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Schifffahrt auf dem Neckar läuft trotz Dürre – darum bleibt der Pegel konstant

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Von: Mia Köhler

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Trockenheit behindert Rhein-Schifffahrt
Das extreme Niedrigwasser am Rhein. Sinken die Pegel weiter, droht die Schifffahrt zum Erliegen zu kommen. © Boris Roessler/dpa

Das Niedrigwasser in Rhein, Dreisam, Elbe und anderen deutschen Flüssen nimmt gefährliche Ausmaße an: viele Schiffe können nicht mehr fahren. Ist auch die Schifffahrt auf dem Neckar bedroht?

In Deutschland herrscht Dürre. Es gibt Waldbrände, Wiesen, Felder und Pflanzen vertrocknen. Außerdem werden die Wasserpegel in Flüssen immer niedriger und es besteht die Gefahr, dass Seen umkippen. In Flüssen wie der Oder, dem Rhein, der Elbe oder der Dreisam ist der Schiffsverkehr teilweise nicht mehr möglich. Die Dreisam ist komplett ausgetrocknet und auch die Ahr ist nur noch als kleines Rinnsal zu erkennen. Doch wie sieht es in Baden-Württemberg beim Neckar aus? Besteht auch dort die Gefahr, dass die Schifffahrt eingeschränkt werden muss?

Der Neckar wird durch Wehre reguliert, die Gefahr von starkem Niedrigwasser ist gering

Der Neckar ist ein staugeregelter Fluss. Das bedeutet, dass durch verschiedene Wehre Wasser aufgestaut und somit der Wasserstrom reguliert wird. Dies wirkt sich präventiv sowohl auf Hochwasser, als auch auf Niedrigwasser aus, sodass das Wasser nicht zu hoch oder zu niedrig wird, sondern immer einen gewissen Normalpegel hat.

Wie ein Pressesprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes mitgeteilt hat, wird garantiert, dass die Schiffe fahren können, da der Wasserpegel in Heilbronn nicht unter 280 Zentimeter sinkt. Allerdings ist auch der Wasserpegel des Neckars an manchen Stellen niedriger als die normalen Anforderungen vorgeben.

Leichtes Niedrigwasser wird auch im Neckar gemessen

An den meisten Stellen wurden Wasserpegel gemessen, die im normalen Bereich sind und kein Niedrigwasser vorweisen. In Plochingen, Heidelberg, Gundelsheim und Lauffen hingegen ist Niedrigwasser mit Wasserpegeln von 142 bis 211 Zentimetern vorzufinden. Es ist aber sichtbar, dass selbst diese Stellen, die einen als niedrig geltenden Wasserpegel haben, weitaus mehr Wasser enthalten als der Rhein. Im Rhein besteht nur in einem Viertel der gemessenen Stellen kein Niedrigwasser.

Besorgte Bürger können somit aufatmen, denn im Neckar besteht keine Gefahr, dass es zu einem kritischen Niedrigwasser kommen könnte. Ebenso gibt es bisher noch keine Einschränkungen für den Schiffsverkehr. Die Wasserpegel sind normal und selbst da, wo Niedrigwasser gilt, liegt der Wasserpegel nur wenige Zentimeter unter der Norm. Wasser zu sparen wird aber trotzdem von der Stadt Heilbronn empfohlen, denn die Dürre kann noch länger anhalten.

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