Impfung wohl nicht schuld an Blutgerinnseln

Wie jetzt? Neue Studie widerlegt diese Nebenwirkungen der Corona-Impfung

  • Anna-Maureen Bremer
    VonAnna-Maureen Bremer
    schließen

Sie bleibt ein heiß diskutiertes Thema: die Corona-Impfung und ihre möglichen Nebenwirkungen. Jetzt könnte sich einiges ändern, denn neue Studienergebnisse überraschen.

Viele haben gar keine Lust mehr, den ganzen Tag über die Corona-Impfungen zu diskutieren, sich mit den aktuellen Inzidenz-Zahlen in Baden-Württemberg* zu beschäftigen oder ständig zu googeln, was laut aktueller Corona-Verordnung* gerade für wen erlaubt ist, wer sich mit vielen Personen treffen darf und wo ein Impfnachweis erforderlich ist. Aktuell kommt die Impfkampagne in Deutschland offensichtlich zu langsam voran – das könnte sich bald ändern, denn: Es gibt bahnbrechende Erkenntnisse zu den Nebenwirkungen, die laut einer Tübinger Studie nun doch nicht auf die Impfungen mit Vektor-Vakzinen zurückzuführen sind.

Nebenwirkungen der Corona-Impfung doch ganz anders? Studie überrascht

„Die Corona-Impfung ist offenbar nicht verantwortlich für Blutgerinnsel, die in seltenen Fällen Wochen nach der Spritze bemerkt wurden“, schreibt der SWR. Das könnte für viele eine ganz neue Meinung zur Schutzimpfung gegen das Coronavirus bedeuten, hatten sich zeitweise doch Meldungen zum „Tod nach der Corona-Impfung*“ überschlagen.

Neue Studie zur Corona-Impfung: Angebliche Nebenwirkungen kommen nicht durch das Vakzin

Im Bericht heißt es: „In der Studie der Universität Tübingen war das Blutbild von 160 Geimpften untersucht worden. Das Forschungsergebnis wurde am Montag veröffentlicht. Die Auswertung zeigt, dass sich das Blutbild von Menschen mit Komplikationen - wie Thrombosen - und solchen ohne nicht wesentlich unterscheidet. Deshalb führt nach Einschätzung der Tübinger Forscher die Immunantwort des Körpers offenbar nicht zur Bildung der Antikörper, die für die Blutgerinnsel verantwortlich gemacht werden.“

Besonders in der Kritik waren die vektorbasierten Impfstoffe gewesen, denn bei ihnen war es in mehreren Fällen Wochen nach der Impfung zu Blutgerinnseln in Gehirn oder Bauch bei Patienten gekommen. Welche Impfstoffe sind vektorbasiert? Der Ruf der Vakzine von AstraZeneca und Johnson-und-Johnson hatte entsprechend gelitten, da es sich bei ihnen um eben jene Impfstoffe handelt. Viele Menschen lehnten aus Angst vor Nebenwirkungen trotz Impfangebots ihren Termin ab, da sie dem Wirkstoff kein Vertrauen mehr schenkten.

Corona-Impfung: Haben bald weniger Menschen Angst vor Nebenwirkungen?

„Deshalb startete das Tübinger Forschungsteam um Professor Tamam Bakchoul seine Untersuchungen. Bekannt war bereits, dass die Bildung von Antikörpern gegen ein Protein namens ‚Plättchen-Faktor 4‘ (PF4) Thrombosen dieser Art bewirken kann“, berichtet der SWR weiter.

Der Knackpunkt: Bei der Untersuchung ließ sich dann allerdings kein konkreter Zusammenhang zwischen der Menge dieser Antikörper bei Menschen mit Blutgerinnseln und solchen ohne feststellen. Das Studienergebnis wurde im Fachmagazin „New England Journal of Medicine“ publiziert. Es bleibt nun abzuwarten, ob diese Erkenntnis die Impfkampagne in Deutschland positiv beeinflusst. Aktuell scheint sich Corona zu einer Pandemie der Ungeimpften zu entwickeln. Zunehmend landen auf den Intensivstationen der Krankenhäuser eben jene, die noch keine Corona-Impfung erhalten haben. Auffallend ist dabei, dass die Patienten, die mit einem schweren Krankheitsverlauf zu kämpfen haben, immer jünger werden, verglichen mit der Krankenhaus-Situation zu Beginn der Pandemie. Zuletzt sank die Inzidenz in Baden-Württemberg und trotzdem weist das RKI ausdrücklich auf die angespannte Lage in den Krankenhäusern hin. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema