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Nachbarin schildert tödlichen Polizeieinsatz in Mosbach: Kinder sahen erschossenen Vater

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Von: Lisa Klein

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Ein Mann wird am Freitag durch die Polizei vor der Wohnung seiner Ex-Partnerin in Mosbach erschossen. Eine Nachbarin beobachtet den Vorfall von Anfang an.

Mit einem Messer bewaffnet ist ein 46-Jähriger am Freitag (13. Januar) in Mosbach vor der Wohnung seiner Ex-Partnerin unterwegs. Zeugen alarmieren die Polizei. Als die Beamten eintreffen, eskaliert die Situation. Der Mann befindet sich im psychischen Ausnahmezustand und nähert sich mit dem Messer der Polizei. „Die Kräfte setzen zunächst Reizgas ein, was aber keine Wirkung erzielt“, teilt die Polizei mit. Schließlich macht ein Polizeibeamter von seiner Dienstwaffe Gebrauch und erschießt den 46-Jährigen, wie echo24.de berichtet.

Nach dem tödlichen Polizeieinsatz in Mosbach schildert eine Nachbarin gegenüber der „Heilbronner Stimme“ (Artikel hinter der Bezahlschranke) das Geschehen, welches sie von Anfang an beobachtet haben will. Die Kinder des erschossenen Mannes sollen laut der Nachbarin gesehen haben, wie deren Vater tot auf dem Asphalt liegt.

Polizeibeamter erschießt Mann in Mosbach – vor der Wohnung seiner Ex-Partnerin

Vonseiten der Polizei ist bekannt, dass der Mann bereits aktenkundig geworden ist – unter anderem wegen häuslicher Gewalt. Seit November soll der Vater kein Besuchsrecht mehr für seine Kinder haben. Er befand sich nach derzeitigem Kenntnisstand in psychiatrischer Behandlung.

Polizeibeamte arbeiten am Tatort. Ein Beamter hat in Mosbach einen Mann erschossen, der mit einem Messer bei seiner Ex-Partnerin aufgetaucht war.
Bei einem Polizeieinsatz in Mosbach ist ein Mann ums Leben gekommen, der mit einem Messer bei seiner Ex-Partnerin aufgetaucht war. Der tödliche Schuss ist durch die Polizei abgegeben worden. © picture alliance/dpa | Heiko Becker

Am Tag des tödlichen Polizeieinsatzes sei der 46-Jährige laut der Nachbarin, welche anonym bleiben will, im Morgenmantel bekleidet zum Balkon seiner Ex-Freundin gelaufen. Vor dem Balkon der Wohnung habe er rumgeschrien und von Gott gesprochen, dabei habe er ein etwa 30 Zentimeter langes Messer in der Hand gehalten, schildert die Frau gegenüber der „Heilbronner Stimme“. Vor seinen Kindern, die gerade nach Hause gekommen sind, habe er das Messer versteckt. Den Jungen soll er laut der Nachbarin noch ein letztes Mal in den Arm genommen haben.

Wenig später trifft die Polizei ein, fordert den Mann dreimal auf, das Messer fallen zu lassen und sich auf den Boden zu legen. Der 46-Jährige reagiert nicht, läuft stattdessen auf die Beamten zu. Ein Polizist sprüht dem bewaffneten Mann Pfefferspray ins Gesicht – doch der läuft einfach weiter. Daraufhin schießt einer der Beamten auf den Oberkörper des 46-Jährigen.

Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen und dem Einsatzablauf dauern weiter an.

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