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Tödliche Schüsse von Mosbach: Mann wegen häuslicher Gewalt bei Polizei bekannt

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Von: Dominik Jahn, Juliane Reyle

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In Mosbach wurde ein Mann bei einem Polizeieinsatz durch einen Schuss getötet. Laut aktueller Details war der 46-Jährige wegen häuslicher Gewalt bekannt. Der psychisch Kranke hielt sich bei der Wohnung der Ex-Freundin auf.

Update, 17. Januar: Wie die Staatsanwaltschaft Mosbach am Dienstag laut der „Deutschen Presse-Agentur“ (dpa) mitteilt, war der bei einem Polizeieinsatz in Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis) erschossene 46-Jährige bereits wegen häuslicher Gewalt polizeibekannt. Wie bereits durch echo24.de berichtet, war der Mann zudem vor dem Vorfall am Freitag wohl im psychischen Ausnahmezustand mit einem Messer nahe dem Haus seiner Ex-Partnerin aufgetaucht.

Die alarmierte Polizei wurden dann von dem Mann mit dem Messer bedroht. Das zunächst eingesetzte Reizgas verfehlte seine Wirkung. Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung schoss ein 22-jähriger Beamter auf den zweifachen Vater. Er erlag an Ort und Stelle seinen schweren Verletzungen. Wie viele Schüsse abgefeuert wurden, wurde am Dienstag noch nicht bekannt gegeben.

Einsatz der Beamten wird vom Landeskriminalamt untersucht

Wie laut „dpa“ aus dem aktuellen Bericht hervorgeht, wird im Fall des Schützen wegen Körperverletzung im Amt mit Todesfolge oder Totschlag ermittelt. Gegen den anderen Beamten, der Reizgas nutzte, wird wegen des Verdachtes der Körperverletzung im Amt ermittelt.

Wie das Landeskriminalamt erklärt, ist es in solchen Fällen üblich, dass dabei untersucht wird, ob der Einsatz der Dienstwaffe gerechtfertigt war. Dabei spiele auch Notwehr eine Rolle. Es werden Zeugen vernommen, die den Vorfall auf offener Straße mitbekommen haben. Der Getötete war den Angaben nach in derselben Straße wie die Ex-Partnerin gemeldet.

Erst Anfang Januar hatten zwei Polizisten ebenfalls in einem Fall häuslicher Gewalt in Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis) einen bewaffneten Mann mit sieben Schüssen außer Gefecht gesetzt, wie echo24.de damals berichtet hat.

Polizeibeamter erschießt Mann nach Messerangriff in Mosbach – was bisher bekannt ist

Update, 15. Januar (13.15 Uhr): Der Erste Staatsanwalt Florian Sommer kann auch am Sonntagvormittag keine neuen Erkenntnisse mitteilen. Ermittelt wird derzeit unter anderem noch zu den Hintergründen des Vorfalls am Freitag und dem genauen Einsatzablauf.

Ein 46-Jähriger ist am frühen Nachmittag des 13. Januars, wohl in einem psychischen Ausnahmezustand, mit einem Messer bei seiner Ex-Partnerin aufgetaucht. Weil der Mann die herbeigeeilten Polizisten mit dem Messer bedroht hat und eingesetztes Reizgas seine Wirkung verfehlte, schoss ein Beamter auf den 46-Jährigen. 

Der Mann erlag noch an Ort und Stelle seinen Verletzungen. Das Landeskriminalamt prüft aktuell, ob der Einsatz der Dienstwaffe den Vorgaben dafür entsprochen hat.

Nach tödlichen Schüssen in Mosbach: Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Update, 14. Januar (11.41 Uhr): Auf Anfrage von echo24.de, erklärt die Staatsanwaltschaft Mosbach am Samstagvormittag, dass die Ermittlungen im Fall des am 13. Januar in Neckarelz (Landkreis Mosbach), durch polizeilichen Schusswaffengebrauch verstorbenen Mannes, weiterlaufen. Derzeit gibt es noch keine weiteren Erkenntnisse.

46-Jähriger stirbt nach tödlichem Schuss vor Ort in Mosbach

Update, 18 Uhr: Am Abend geben die Staatsanwaltschaft Mosbach und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg weitere Details zum Einsatz in Mosbach bekannt. Demnach hat am Freitagnachmittag „im Zuge einer Bedrohungslage“, im Ortsteil Neckarelz, ein Polizist mit seiner Waffe geschossen. Ein 46-jähriger Mann wurde dabei lebensgefährlich verletzt.

Die Polizei wurde dem aktuellen Bericht zufolge gegen 13 Uhr durch mehrere Anrufe alarmiert, bei denen von einem Mann berichtet wurde, „der sich augenscheinlich in einem psychischen Ausnahmezustand befindet und mit einem Messer bewaffnet ist“. Zudem soll er zu Fuß im Bereich der Wohnung seiner Ex-Partnerin unterwegs gewesen sein.

Die eintreffenden Polizeibeamten wurden von dem 46-Jährigen mit dem Messer attackiert. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft und der Polizei wurde zunächst Reizgas eingesetzt, um den Mann zu überwältigen - ohne Erfolg. Weiter heißt es: „Im weiteren Verlauf macht ein Polizeibeamter von seiner Dienstwaffe Gebrauch.“

Hintergründe zur Tat und der genaue Einsatzablauf werden untersucht

Die Beamten leisteten sofort Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst und Notarzt eintrafen. Der 46-Jährige stirbt allerdings noch vor Ort an seinen Verletzungen. Wie sich herausgestellt hat, war der Mann bereits polizeilich unter anderem wegen häuslicher Gewalt aktenkundig geworden. Er befand sich nach derzeitigem Kenntnisstand in psychiatrischer Behandlung.

Der Tatort ist in der Folge weiträumig abgesperrt. Zwei Staatsanwälte der Staatsanwaltschaft Mosbach sind vor Ort. Die Sachbearbeitung des polizeilichen Schusswaffengebrauchs wird durch das Landeskriminalamt Baden-Württemberg durchgeführt. Es werden in den kommenden Tagen weitere Erkenntnisse zu den Hintergründen und dem genauen Einsatzablauf gesammelt.

Schüsse in Mosbach – Polizei tötet Mann bei Einsatz

Erstmeldung, 16:03 Uhr: Wie die Polizei am Freitagnachmittag mitteilt, ist bei einem Einsatz im baden-württembergischen Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis) ein Mann ums Leben gekommen. Der tödliche Schuss sei durch die Polizei abgegeben worden, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur war die Polizei durch den Hilferuf einer Frau alarmiert worden. Ein Bekannter der Frau soll sie mit einem Messer bedroht haben. Unklar ist noch, warum der Schuss fiel und ob der Mann ebenfalls eine Schusswaffe besaß. Der Tatort sei abgesperrt, das LKA habe die Ermittlungen übernommen, sagte der Sprecher der Behörde auf Anfrage. Weitere Details wollen Staatsanwaltschaft und LKA erst am Abend mitteilen.

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