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Zwillingsbruder und Mutter angezündet: Lebenslange Haft für den Täter

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Von: Lisa Klein, Julia Cuprakowa

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Baden-Württemberg, Rottweil: Ein Schild mit der Aufschrift „Landgericht Amtsgericht Rottweil“ steht vor dem Gebäude, in dem sich die beiden Gerichte befinden.
Ein 38-Jähriger muss sich vor Gericht verantworten. Er soll am 29. März 2022 in Horb (Baden-Württemberg) seine Mutter und seinen Zwillingsbruder angezündet haben. © picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Ende März hat ein 38-Jähriger in Horb (Baden-Württemberg) seine Mutter und seinen Zwillingsbruder mit Benzin übergossen und angezündet. Die Mutter starb, der Bruder überlebte. Der 38-Jährige muss für seine grausame Tat nun lebenslänglich in Haft.

Update vom 11. November: Weil er seinen Zwillingsbruder und seine Mutter mit Benzin übergossen und angezündet hat, ist ein 38 Jahre alter Mann zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Rottweil stellte am Freitag zudem eine besondere Schwere der Schuld fest und bezeichnete die Tat als grausam, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Die 73-jährige Mutter kam in den Flammen um, da mehrere Benzinkanister im Haus brannten und sich das Feuer rasch ausbreitete. Sie erlag Tage später ihren schweren Verletzungen an Gesicht, Armen und Rumpf. Der Zwillingsbruder des Mannes überlebte schwer verletzt. Bei den Attacken auf seine beiden Familienangehörigen, mit denen der Angeklagte zusammenlebte, steckte er laut Anklage das Wohnhaus in Brand. Während der Verhandlung räumte der Angeklagte Teile der ihm zur Last gelegten Tat ein.

Zwillingsbruder und Mutter angezündet: Urteil im Mordprozess am Freitag

Update vom 10. November: Der Staatsanwalt bezeichnete die Tat als heimtückisch und grausam: Ein 38-jähriger Mann soll Ende März seinen Zwillingsbruder und seine 72 Jahre alte Mutter in Horb mit Benzin übergossen und anschließend angezündet haben. Die Mutter starb, der Zwillingsbruder überlebte mit schweren Verletzungen. Nachdem der Mordprozess am 28. September vor dem Landgericht Rottweil gestartet war, soll es nun am Freitag (11. November) ein Urteil geben.

Nach den Attacken auf seine beiden Familienangehörigen, mit denen der Angeklagte zusammenlebte, steckte der 38-Jährige laut Anklage das Wohnhaus in Brand. Es entstand ein Schaden von rund 500 000 Euro. Während der Verhandlung räumte der Angeklagte Teile der ihm zur Last gelegten Tat ein, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte eine lebenslange Freiheitsstrafe mit der Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Der Verteidiger stellte keinen Antrag, ging jedoch auf die – aus seiner Sicht zu verneinende – Frage der besonderen Schwere der Schuld ein.

Mann zündet Zwillingsbruder und Mutter an – Mordprozess startete im September

Erstmeldung vom 16. September: Nach dem Brand eines Wohnhauses am 29. März in Horb-Talheim beginnt am 28. September der Prozess vor dem Landgericht Rottweil gegen einen 38 Jahre alten Mann. Die Staatsanwaltschaft Rottweil hat unter anderem Anklage wegen Mordes und der besonders schweren Brandstiftung erhoben. 

38-Jähriger zündet seinen Zwillingsbruder und seine Mutter an – Anklage wegen Mordes

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) und die Polizei Pforzheim berichten, soll der 38-Jährige seinen Zwillingsbruder und seine Mutter mit Benzin übergossen und anschließend angezündet haben. Die 72 Jahre alte Frau erlag damals in einem Krankenhaus ihren Verletzungen. Der Bruder wurde schwer verletzt.

Das Feuer war nach damaligen Ermittlungsstand im Obergeschoss des Einfamilienhauses in der Birkenstraße ausgebrochen. Bereits frühzeitig hatte sich der Verdacht der Brandstiftung gegen den ebenfalls 38-Jährigen gerichtet. Nach der Tat konnte der mutmaßliche Täter jedoch zuerst flüchten.

Mutmaßlicher Täter flüchtet nach der Tat – Zeugin erkennt sein Auto und ruft die Polizei

Laut dpa dauerte die Flucht jedoch nicht allzu lange. Der Polizei gelang die Festnahme, weil einer Frau ein Auto an einer Straße bei Marxzell (Kreis Karlsruhe) aufgefallen war – etwa 80 Kilometer vom Tatort entfernt. Die Zeugin hatte den Fahndungsaufruf zu dem 38-Jährigen und seinem Auto gelesen und die Polizei verständigt. Bei der Kontrolle entdeckten die Beamten den Mann im Wagen. Trotz schwerer Brandverletzungen war er ansprechbar.

Dieses Jahr häufen sich die schrecklichen Ereignisse in Baden-Württemberg. Neben dem oben genannten Vorwurf des Mordes gegen den 38-Jährigen, fanden im Südwesten zwei weitere schlimme Geschehnisse statt. Wie echo24.de bereits berichtete, wurde in Ingolstadt eine Frauenleiche gefunden. Mittlerweile steht die Identität der Leiche fest. Es handelt sich um eine 23-Jährige aus dem Raum Heilbronn. Auch im Fall der getöteten 14-jährige Ayleen aus Gottenheim in Baden-Württemberg gibt es neue Erkenntnisse – der Tatverdächtige hat ihre Tötung nun gestanden.

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