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Möbelhäuser in Baden-Württemberg müssen wegen Energiekosten schließen

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Von: Juliane Reyle

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Kurzfristig Wohnungseinrichtung einkaufen? Das geht in vielen Einrichtungshäusern nicht mehr. Einige große Unternehmen ändern ihre Öffnungszeiten oder schließen an manchen Tagen sogar komplett.

Immer mehr Möbelhäuser müssen schwerwiegende Maßnahmen ergreifen – auch in Baden-Württemberg. Der Grund: Die gestiegenen Energiekosten. Die großen Geschäfte ergreifen zunehmend Sparmaßnahmen, wie echo24.de berichtet.

Teilweise Schließungen sind für viele Unternehmen nahezu unumgänglich, denn der Druck auf den Einzelhandel wächst. Doch eins ist klar: Die laufenden Kosten müssen gesenkt werden.

Möbelhäuser in der Zwickmühle: Schließungen können zu Umsatzeinbußen führen

Die Möbelhäuser befinden sich deshalb in einer Zwickmühle. Bleiben die Geschäfte geschlossen, so wird Energie gespart, denn die großen Geschäfte sind mit tausenden Lämpchen und Lichtern ausgestattet sowie mit anderen stromverbrauchenden technischen Geräten und Heizung.

Durch Schließungen werden zwar wie gewünscht die Kosten gesenkt, doch es kann zu großen Umsatzeinbußen kommen, weil an diesen Tagen keine Verkäufe getätigt werden. Gleichermaßen sieht es bei Öffnungszeitverkürzungen aus, schließlich könnten Kunden wegfallen, die es nicht mehr rechtzeitig zum Einkauf schaffen.

Verkürzte Öffnungszeiten und andere einschränkende Energiesparmaßnahmen

Werden jedoch die Produktpreise erhöht, um die Kosten zu decken, so könnten wichtige Kundenstämme sogar komplett wegfallen, weil sie sich die Produkte nicht mehr leisten können oder wollen. Deshalb entscheiden sich viele Möbelhaus-Ketten für kurzzeitige Schließungen und andere Sparmaßnahmen.

Eine Pressesprecherin vom Einrichtungshaus Poco erklärt, dass Poco bereits seit Oktober 2022 Energiespar-Maßnahmen ergriffen hat. „Die Öffnungszeiten wurden bei den Märkten gekürzt, bei denen wir dadurch keine starken Umsatzeinbußen befürchten müssen“. Von den rund 126 Poco-Filialen in Deutschland sind rund zwei Drittel von Öffnungszeitänderungen betroffen, sie „schließen nun 30 bis 60 Minuten früher“.

Temperaturen werden reduziert und Beleuchtung eingestellt

Die Möbelhaus-Kette Ehrmann entscheidet sich für eine andere Strategie und lässt einige ihre Filialen montags zu, darunter auch das Möbelhaus Ehrmann in Baden (Baden-Württemberg).

Neben Öffnungszeitänderungen und tageweisen Schließungen gibt es jedoch auch weitere Einschränkungen in Einrichtungshäusern. „Die Außenbeleuchtung bleibt nicht wie gewohnt bis 22 oder 23 Uhr an, sondern erlischt bereits eine halbe Stunde nach Ladenschluss“, erklärt Poco in einer Pressemitteilung und fügt hinzu, dass „in den Märkten wird zudem nur noch auf ca. 20 Grad geheizt“ wird.

Auch die Kette XXLutz muss Energie sparen und erklärt: „Sämtliche Leuchten wurden auf energie- und Co2-sparende LED-Technik umgerüstet.“ Doch „eine tageweise Schließung unserer Möbelhäuser zählt hierzu aktuell ausdrücklich nicht“, gibt das Unternehmen an und erklärt, dass es mit „auf den Gebäudedächern installierten Fotovoltaik-Paneele“, Teile ihres Strombedarfs selbst decken kann.

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