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Flughafen Stuttgart: Lufthansa-Streik – alle Flüge gestrichen

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Von: Lisa Klein

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Verdi ruft Lufthansa-Mitarbeitende zum Warnstreik am Mittwoch auf. Alle Lufthansa-Flüge am Flughafen Stuttgart wurden bereits gestrichen. Insgesamt fallen mehr als 1000 Flüge aus.

Update vom 26. Juli: Die Lufthansa streicht aufgrund des angekündigten Warnstreiks am Mittwoch mehr als 1000 Flüge. Auch der Flughafen Stuttgart ist betroffen – allerdings nicht so sehr wie andere Airports in Deutschland. Wie eine Flughafensprecherin gegenüber echo24.de angibt, wurden alle Flüge zwischen Stuttgart und München aus dem Flugplan für Mittwoch, den 27. Juli, gestrichen. In Summe betrifft der Warnstreik jedoch nur fünf Flüge, die am Flughafen Stuttgart ausfallen – andere Ziele als München hat die Lufthansa von Stuttgart aus derzeit nicht im Angebot.

Passagiere, deren Flüge ausfallen, erhalten weitere Informationen direkt bei Lufthansa. Etwa, ob das Flugticket bei Inlandsflügen alternativ als Bahnticket genutzt werden kann.

Alle Lufthansa-Flüge am Flughafen Stuttgart gestrichen – Warnstreik

Insgesamt sollen mehr als 1000 Flüge ausfallen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Rund 134.000 Passagiere sind von den Flugausfällen betroffen. Der ganztägige Ausstand soll am Mittwochmorgen um 03.45 Uhr beginnen, wie Verdi bekannt gegeben hat. Neuesten Meldungen zufolge muss möglicherweise auch am Donnerstag und Freitag mit Flugausfällen gerechnet werden. Genau dann also, wenn in Baden-Württemberg die Sommerferien starten und Sommer-Wetter Lust auf Urlaub macht, wie HEIDELBERG24 berichtet.

Besonders hart treffen wird das die deutschen Drehkreuze Frankfurt und München. Neben den Drehkreuzen sind auch die Airports in Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Bremen, Hannover, Stuttgart und Köln betroffen. Der Lufthansa-Konzern unterhält dort meist kleinere Einheiten, die ihre Dienstleistungen auch anderen Airlines anbieten.

Passagiere ohne Umbuchungen sollten nicht zu den Flughäfen kommen, weil dort „nur wenige oder gar keine“ Serviceschalter geöffnet sein werden, warnte das Unternehmen. Lufthansa warnte außerdem Umsteiger davor, ohne Anschlussflug an die deutschen Drehkreuze zu fliegen. Es bestehe die Gefahr, dass die Gäste dort für mehrere Stunden oder Tage nicht weiterreisen könnten.

Warnstreik am Mittwoch: Lufthansa streicht über 1000 Flüge

Der erste Streik bei Lufthansa nach dem Corona-Schock kommt vor dem Hintergrund eines teilweise chaotisch verlaufenen Neustarts der Branche. Personalengpässe und eine starke Urlaubsnachfrage haben schon ohne Streiks zu erheblichen Abfertigungsproblemen in diesem Sommer geführt. Verdi macht dafür vor allem Missmanagement bei Flughäfen und Airlines verantwortlich und hat das Lufthansa-Bodenpersonal angesichts eines aktuellen Tarifkonflikts zum Warnstreik aufgerufen.

Lufthansa-Streik: Wie stark betroffen ist der Flughafen Stuttgart?

Erstmeldung vom 25. Juli: Am Mittwoch (27. Juli) droht in Deutschland ein totales Flugchaos – passend zum Sommerferienbeginn in Baden-Württemberg. Die Gewerkschaft Verdi ruft die rund 20.000 Beschäftigten des Bodenpersonals zu einem flächendeckenden Warnstreik auf, um den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen zu erhöhen. Wie der Flughafen Stuttgart auf echo24.de-Anfrage mitteilt, wird der Warnstreik der Lufthansa-Mitarbeitenden die Passagiere in der Landeshauptstadt jedoch kaum treffen. Denn: Am Stuttgarter Flughafen verkehren kaum Maschinen der Lufthansa.

Flughafen Stuttgart: Passagiere werden von Lufthansa-Streik kaum betroffen sein

„Die Lufthansa bietet ab Stuttgart derzeit nur den Zubringerflug nach München an“, erklärt eine Sprecherin des Flughafens. „Da der Streik mit Vorlauf angekündigt wurde, wird die Airline ihre Passagiere über Auswirkungen und Alternativen rechtzeitig unterrichten.“ Laut der Flughafensprecherin sind am Mittwoch nur fünf Flüge von Stuttgart nach München geplant.

Die Strecke nach Frankfurt wird aktuell nicht geflogen, erst im August wieder. Hier wurde bisher das Flugticket als Bahnticket verwendet, heißt es. „Weitere Ziele hat die Lufthansa derzeit ab Stuttgart nicht im Angebot.“ Passagiere anderer Fluggesellschaften sind von dem Warnstreik nicht betroffen.

Lufthansa-Streik: An diesen Flughäfen müssen Passagiere mit Chaos rechnen

An anderen deutschen Flughäfen müssen sich Passagiere hingegen auf erhebliche Einschränkungen gefasst machen. Zum Streik aufgerufen sind Beschäftigte der Lufthansa in Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg, München, Berlin, Bremen, Hannover, Stuttgart und Köln. Wie viele Flüge gestrichen werden, konnte Lufthansa am Montag zunächst nicht sagen. Die Warnstreiks des Bodenpersonals sollen am Mittwoch um 3.45 Uhr beginnen und bis Donnerstag (28. Juli) um 6.00 Uhr dauern. Wie immer in Streiklagen wird ein Sonderflugplan ausgearbeitet, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Die Gewerkschaft rechnet mit verstärkten Flugausfällen und Verspätungen. Zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen sind ganz unterschiedliche Beschäftigtengruppen wie das Schalterpersonal, Flugzeugtechniker oder die Fahrer der riesigen Schlepper, die Flugzeuge am Flughafen auf die richtigen Positionen schieben. Ohne diese Dienstleistungen können die Jets ebenso wenig abheben wie ohne Piloten oder Kabinenpersonal. Da die Dienste auch anderen Fluggesellschaften außerhalb des Konzerns angeboten werden, sind auch dort Ausfälle möglich, hieß es bei Verdi.

Allgemein ist die Sorge derzeit groß, dass es vor allem in den Sommerferien an Flughäfen zu einem Warte-Chaos kommt. echo24.de berichtet, wie Reisende beim Check-In am Flughafen Stuttgart Wartezeiten verkürzen können.

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