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Mord-Anklage nach Messerangriff in Freiburg: Mann erstach Mutter der Ex-Freundin

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Von: Julia Cuprakowa

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Ein Mann hält ein Messer in der Hand.
Zwei Frauen werden bei einer Messerattacke in Freiburg schwerverletzt. (Symbolbild) © picture alliance/dpa/ Daniel Bockwoldt Zoonar | Elmar Gubisch | Fotomontage: echo24.de

Zwei Frauen werden am Mittwoch mit einem Messer in Freiburg angegriffen und schwer verletzt, eine davon überlebt die Attacke nicht. Nun gibt die Polizei neue Details zum Fall bekannt.

Bei einem Messerangriff in Freiburg wurden am Mittwochmorgen (11. Januar) zwei Frauen schwer verletzt. Eine von ihnen starb an den schweren Verletzungen. Eine 30-Jährige wurde so schwer verletzt, dass sie zunächst nicht vernehmungsfähig war. Der mutmaßliche Täter war zunächst flüchtig, konnte jedoch kurz darauf festgenommen werden. 

Wie sich die tödliche Tat zugetragen hat, war zunächst unklar. Auch zum Tatmotiv wollte sich die Polizei zunächst nicht äußern – kündigte jedoch am Donnerstag (12. Januar) an, mehr Details bekannt geben zu wollen, wie echo24.de bereits berichtete. Nun veröffentlicht die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Freiburg in einer gemeinsamen Mitteilung neue Einzelheiten zur Tat.

Tödliche Messerattacke in Freiburg – mutmaßlicher Tatverdächtiger war mit einem der Opfer zusammen

Laut Staatsanwaltschaft und Polizei Freiburg handelt es sich bei der tödlich verletzten Frau um die 59-jährige Mutter der 30-jährigen Frau, die bei dem Angriff schwerverletzt wurde. Beide Frauen sind deutscher Staatsangehörigkeit. Die Tochter wurde bei dem Angriff durch Messerstiche schwerstverletzt. Mittlerweile ist sie außer Lebensgefahr.

Wie die Ermittlungen zwischenzeitlich ergaben, befand sich der 63-jährige mutmaßliche Täter bis vor Kurzem in einer Beziehung mit der 30-Jährigen. Im Zusammenhang mit der Trennung kam es bereits zu polizeilichen Einsätzen. Dem Mann war ein Annäherungsverbot gegenüber der Ex-Partnerin auferlegt worden.

Polizei Freiburg äußert sich zum Tathergang

Nach aktuellem Erkenntnisstand lauerte der 63-Jährige am Morgen des 11. Januars den beiden Frauen vor einem Anwesen im Falterweg in Freiburg auf, griff sie bei Verlassen des Hauses an und flüchtete daraufhin.

Eine groß angelegte Fahndung führte dazu, dass er gegen 08.30 Uhr durch Kräfte des Polizeipräsidiums Offenburg im Bereich Achern/ Bühl auf der A5 fahrend angetroffen und auf einem Parkplatz widerstandslos festgenommen werden konnte.

63-Jähriger ist polizeibekannt und schweigt zur Tat

Nach seiner Festnahme machte der Beschuldigte, der bereits strafrechtlich auffällig war, von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Durch die Staatsanwaltschaft Freiburg wurde am Mittwoch (11. Januar) gegen den Mann Haftbefehl wegen Mordes beantragt und am selben Tag durch das Amtsgericht Freiburg erlassen.

Es liegen keinerlei Anhaltspunkte vor, dass diese Messerattacke im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt vom 7. Januar, ebenfalls im Freiburger Westen, steht. Die Kriminalpolizei bittet mögliche Zeugen, sich unter Telefon: 0761 882 2880, zu melden.

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