EQG auf IAA

Revolution der G-Klasse: Mercedes überrascht mit neuer Offroad-Legende

Mercedes-Benz Concept EQG
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Mit dem EQG leutet Mercedes die Zukunft der G-Klasse ein.
  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Kaum ein Auto steht so für Offroad wie die Mercedes G-Klasse. Jetzt werden die Weichen für die Zukunft des legendären Modells gestellt.

Wenn man an Mercedes denkt, fallen einem unzählige legendäre Modelle ein. Von der Pagode über die E-Klasse bis hin zur S-Klasse, viele Autos des Stuttgarter Autobauers sind heute Kult. Auch die Mercedes G-Klasse gehört mit auf diese Liste, denn für viele ist sie der Inbegriff von Offroad und Luxus. Doch insbesondere die Autopuristen müssen stark sein, denn auch der Vorzeige-Offroad wird von Mercedes elektrifiziert.

Einen Herzinfarkt muss aber keiner bekommen, denn noch handelt es sich bei dem auf der IAA Mobility in München vorgestellten Concept EQG nur um eine seriennahe Studie. Die seit 1979 verkaufte Mercedes G-Klasse wird es auch weiterhin als Verbrenner geben, doch der Zeitenwechsel ist eingeleitet: 2024 soll die elektrische G-Klasse dazukommen!

Mercedes: Revolution nach 40 Jahren - G-Klasse wird elektrisch

Im Fall der Mercedes G-Klasse könnte man sogar von einer Revolution sprechen, denn seit der Markteinführung vor über 40 Jahren wurde das Design des Offroaders nur behutsam angepasst. Optisch sieht man noch immer die deutliche Ähnlichkeit zur Ur-G-Klasse und das hat sich auch beim Concept EQG nicht geändert.

Schon auf den ersten Blick ist klar, dass es sich bei dem elektrischen Offroader um eine Mercedes G-Klasse handelt. Der wohl auffälligste Unterschied zur aktuellen Generation ist der Kühlergrill. Bei dem Cocept EQG findet sich das gleiche schwarze Panel mit beleuchtetem Mercedes-Stern wieder, wie bei allen Elektroautos von Mercedes. Zudem glänzt der „Kühlergrill“ mit einem animierten Muster aus beleuchteten Quadraten, das von einem Leuchtband eingerahmt wird.

Mercedes EQG bleibt der G-Klasse optisch treu

Die ikonischen kreisrunden Scheinwerfer der G-Klasse bleiben beim EQG indes erhalten und sind ebenfalls in zwei Leuchtbänder eingefasst. Dieses Element findet sich auch in den Außenspiegeln des elektrischen Offroaders wieder. Wer genau hinschaut, kann in den seitlichen Schutzleisten der elektrischen G-Klasse ein eben solches Leuchtband entdecken, dieses dürfte es jedoch aufgrund der gesetzlichen Vorschriften wohl nicht in die Serie schaffen.

In den Dachgepäckträger hat Mercedes ein G integriert.

Optisches Highlight des EQG ist jedoch die Zweifarb-Lackierung, die man so eher von den Mercedes-Maybach-Modellen kennt. Auch die speziell für die elektrische G-Klasse entwickelten 22-Zoll-Felgen springen sofort ins Auge, etwas besser verborgen ist das in den Dachgepäckträger integrierte G-Logo. Zudem sind eine weiße (vorne) und rote (hinten) LED-Leiste integriert. Statt der üblichen Reserveradabdeckung findet sich an der Hecktür eine verschließbare Box mit weiß beleuchteten Akzenten, deren Gestaltung an eine Wallbox erinnert. Hierin könnte beispielsweise das Ladekabel bequem erreichbar untergebracht werden.

Wie die Mercedes G-Klasse: EQG soll waschechter Offroader werden

„Mit dem neuen EQG treten wir eine Reise in die Zukunft an. Dieses Fahrzeug vereinigt modernste Offroad-Fähigkeiten mit dem Zeitalter der Elektromobilität, in das wir alle steuern. Es steht für unser unermüdliches Streben nach höchstem Anspruch und Luxus. Für uns war es essenziell, die DNA der G-Klasse wirklich zu erhalten, aber ins EQ-Zeitalter zu beamen: wie die G-Klasse, aber eben anders“, erklärte Daimler-Designchef Gorden Wagener.

Doch der EQG soll nicht nur optisch die Tradition der Mercedes G-Klasse fortführen, auch technisch soll das Elektroauto ein „kompromissloser Offroader“ sein, wie Daimler verspricht. Die Fahrwerkkonstruktion bleibt dabei typisch extrem geländegängig; mit Einzelradaufhängung an der Vorderachse und mit einer für die Integration des Elektroantriebs neu entwickelten Starrachse hinten. Die vier radnahen und individuell ansteuerbaren Elektromotoren sollen sowohl on- als auch offroad für einzigartige Fahreigenschaften sorgen.

Mercedes EQG startet 2024 - G-Klasse bleibt

Ansonsten hüllt man sich in Stuttgart in Schweigen, wenn es um technische Spezifikationen des EQG geht - immerhin handelt es sich ja bisher noch um eine Studie. Informationen zur Leistung und dem Antrieb der elektrischen G-Klasse sind deshalb bis jetzt Mangelware. Bekannt ist nur, dass die Batterien in den Leitrahmen integriert werden sollen, um so für einen tiefen Schwerpunkt zu sorgen.

Die G-Klasse wird auch ab 2024 noch als Verbrenner verkauft.

Wie die AutoBild berichtet, wird der EQG auch keine gänzliche Neuentwicklung, stattdessen passt Mercedes die Plattform der G-Klasse an. Zudem soll sich Mercedes laut dem Bericht bereits vor einiger Zeit die Bezeichnungen EQG 560 und EQG 580 gesichert haben. Welche Batteriegrößen sich dahinter verbergen, ist noch nicht bekannt. Auch bei der Reichweite gibt es noch keine Informationen, offiziell ist nur von einer alltagstauglichen Reichweite die Rede. Trotz der neuen Electric-Only-Strategie von Daimler bedeutet der Marktstart des EQG 2024 nicht das Aus für die Mercedes G-Klasse. Beide Autos sollen vorerst parallel angeboten werden, so wie es auch schon bei der S-Klasse und dem EQS der Fall ist.

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