Elektrisches Pendant der S-Klasse

Luxus-Elektroauto von Mercedes-Benz: Kommt der EQS auch als Maybach?

Mercedes-EQ, EQS 580 4MATIC
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Am 15. April hat Daimler den Mercedes-Benz EQS präsentiert.
  • Simon Mones
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Am 15. April hat Daimler mit dem Mercedes-Benz EQS ein neues Elektroauto präsentiert. Doch das S im Namen musste sich der Stromer erst verdienen.

Update, 22. April: Mit dem Mercedes-Benz EQS hat Daimler vor einer Woche gezeigt, was man unter einem elektrischen Luxusauto versteht. Schon vor der Weltpremiere war aber klar, dass es nicht bei den beiden vorgestellten Motorisierungen des Luxus-Elektroautos bleiben würde.

Im Interview mit AutoExpress hat der Daimler-Chefdesigner Gordon Wegener nun bestätigt, dass es auch eine Performance Version des Mercedes-Benz EQS vom Haustuner AMG geben wird. Diese soll bis zu 751 PS haben. Anders als die getunten Verbrennungsmotoren braucht die elektrische AMG-Version jedoch keinen großen Kühlergrill oder Lufteinlässe mehr, die für den aggressiven Look sorgen. Stattdessen könnte Mercedes-Benz das schwarze Panel nutzen, um den typischen Panamericana-Kühlergrill der AMG-Modelle darzustellen.

Mercedes-Benz: AMG-Version des EQS kommt - vielleicht auch ein Maybach?

„Es wird eine ähnliche Differenzierung geben, wie Sie sie von anderen AMG-Modellen kennen, die natürlich den Panamericana-Kühlergrill mit den vertikalen Stäben haben, also könnte es wahrscheinlich sein, dass wir etwas Ähnliches für ein Elektroauto machen“, sagte Wagener.

Auf die Frage, ob es - ähnlich wie bei der S-Klasse - auch eine noch luxuriösere Version des Mercedes-Benz EQS unter dem Namen Maybach gebe werde, wollte der Daimler-Chefdesigner nicht antworten. Laut AutoExpress soll Wagener aber gegrinst haben, eine Maybach-Version dürfte somit relativ wahrscheinlich sein. Sicher ist, dass der Mercedes-Benz EQS einen SUV-Ableger bekommt.

Mercedes-Benz: Weltpremiere des EQS - Daimler vergibt S „nicht leichtfertig“

Update, 15. April: Das ein oder andere Details zum Mercedes EQS hatte Daimler schon in den Wochen vor der Premiere des neuen Luxus-Elektroautos verraten. Dennoch wurde die heutige Premiere (Donnerstag, 15. April) von vielen mit Spannung erwartet, denn eine der wichtigsten Informationen hatte Mercedes bis zum heutigen Abend zurückgehalten: das Design es EQS.

Die erste elektrische Luxuslimousine von Daimler bestich vor allem durch seine elegante Linienführung und ein für Mercedes eher untypisches Design. Besonders auffällig ist das große schwarze Panel, das den Kühlergrill ersetzt und beide Scheinwerfer mit einem Lichtbalken über dem Mercedes-Stern verbindet.

Mercedes-Benz EQS: Daimler vergibt Buchstaben S „nicht leichtfertig“

„Mit der Entwicklung des EQS wollten wir die Erwartungen selbst der anspruchsvollsten unserer Kunden übertreffen. Denn das ist es, was ein Mercedes braucht, um den Buchstaben „S“ in seinem Namen zu verdienen. Und wir vergeben diesen Buchstaben nicht leichtfertig“, erklärte Daimler-Boss Ola Källenius im Rahmen der Online-Präsentation.

Ola Källenius präsentierte am Donnerstag den Mercedes-Benz EQS.

Zudem betonte der Schwede: „Wir glauben, dass der EQS Raffinesse, Nachhaltigkeit, Hightech und Stil vereint wie kein anderes Auto da draußen.“ Insgesamt schreibt Daimler das Thema Nachhaltigkeit beim Mercedes EQS groß und das beginnt schon bei der Batterie.

Mercedes-Benz EQS: Daimler setzt auf Nachhaltigkeit

Hier hat Daimler nicht nur den Kobalt-Anteil drastisch reduziert, sondern produziert die Batterien auch klimaneutral in Deutschland - wie übrigens das gesamte Fahrzeug. Außerdem möchte Daimler mit der „Green Charging“-Funktion den ökologischen Fußabdruck seiner Kunden reduzieren. „So sorgen wir dafür, dass die gleiche Menge an sauberem Strom ins Netz zurückgespeist wird, die Ihr Elektro-Mercedes zum Laden benötigt“, erklärt die Daimler-Vorständin Britta Seeger.

Für den Mercedes-Benz EQS bietet Daimler zwei verschiedene Batterien an, wobei die größere eine Kapazität von 107,8 kWh hat. Zusammen mit dem niedrigen Luftwiderstand des Luxus-Elektroautos ermöglicht dies eine Reichweite von bis zu 770 Kilometer. An Schnellladestationen lässt sich der Mercedes-Benz EQS mit bis zu 200 kW laden und kann so innerhalb von 15 Minuten 300 Kilometer Reichweite „nachtanken“. Wer sich einen Mercedes-Benz EQS kauft, kann zudem ein Jahr lang kosten los an den Schnellladesäulen von IONITY laden.

Mercedes-Benz EQS: Neues Elektroauto von Daimler - Elektrische S-Klasse denkt mit

Damit die Kunden mit dem Mercedes-Benz EQS möglichst komfortabel und effizient von A nach B kommen, setzt Daimler auf die Navigation mit Electric Intelligence. Diese „plant auf Basis zahlreicher Faktoren die schnellste und komfortabelste Route inklusive Ladestopps und reagiert dynamisch beispielsweise auf Staus oder eine Änderung der Fahrweise“, erklärt Mercedes-Benz in einer Mittelung. Zudem zeigt der EQS auf dem MBUX (Mercedes-Benz User Experience) ob die Batterieladung ausreicht, um zum Startpunkt zurückzukehren.

Doch nicht nur hier denkt der Mercedes-Benz EQS mit: Das neue Luxus-Elektroauto von Daimler soll ähnlich wie die S-Klasse das autonome Fahren auf Level 3 unterstützen. „Möglich wird dies durch die intelligente Fusion von Sensoren, wie LiDAR, mehreren Kameras und Radar sowie modernster Software“, erklärte Daimler-Vorstand Sajjad Khan. So kommt beispielsweise der Drive-Pilot zum Einsatz, der es ermöglicht, dass der EQS auf der Autobahn bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h eigenständig fahren kann. Zudem können die Daimler-Kunden erstmals per Over-the-Air-Updates (OTA) neue Funktionen in vielen Funktionsbereichen hinzufügen und aktivieren. So möchte Daimler mit dem Mercedes-Benz EQS im Kampf gegen Tesla und Co. einen wichtigen Schritt nach vorne machen.

Mercedes EQS: Details über neues Luxus-Elektroauto bekannt

Update, 6. April: Die Weltpremiere des neuen Luxus-Elektroautos von Mercedes rückt immer näher. Am 15. April wird die Daimler Tochter den EQS der Öffentlichkeit präsentieren - wegen Corona natürlich rein virtuell. Doch bis auf Fron- und Heckpartie ist bereits nahezu alles über den EQS bekannt.

Im Rahmen der Hauptversammlung am 31. März verriet Daimler-Boss Ola Källenus bereits, dass der EQS nach WLTP eine Reichweite von 770 Kilometern erzielt. Diese Reichweite schafft das Luxus-Elektroauto von Mercedes jedoch nur mit der 108 kWh-Batterie, mit dem kleineren 90 kWh-Akku fällt diese etwas geringer aus.

Mercedes EQS: Luxus-Elektroauto mit viel Leistung

Außerdem hat Daimler inzwischen noch mehr Informationen über den Mercedes EQS preisgegeben: so soll das Luxus-Elektroauto neben der Reichweite und seinem cW-Wert von 0,20 - Weltrekord für ein Serienfahrzeug - auch mit seiner Leistung, dem Design und der Ladezeit bei den Kunden punkten.

Wie Daimler mitteilte, soll der Mercedes EQS sowohl mit Heck- als auch mit Allradantrieb erhältlich sein und „245 bis 385 kW“ (333-523 PS) liefern. Die Höchstgeschwindigkeit ist jedoch auf 210 km/h begrenzt. Zudem sei noch eine stärkere Performance-Version des Luxus-Elektroautos geplant.

Mercedes EQS: Moderne Technik steigert Effizienz

Sowohl an der Vorder- als auch an der Hinterachse kommen moderne, permanenterregte Synchronmaschinen zum Einsatz. Bei diesen Motoren folgen sogenannte Permanentmagnete mit ihrem Magnetfeld dem umlaufenden Magnetfeld im Stator - und das synchron und mit der gleichen Drehzahl. Daher bieten diese Motoren eine höhere Leistungsdichte sowie einen höheren Wirkungsgrad als die Asynchronmaschine.

Die allradbetriebenen 4MATIC-Modelle des Mercedes EQS haben zudem noch eine Torque-Shift-Funktion, bei der die Antriebsmomente stufenlos und automatisch zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt werden. Dadurch soll der jeweilige elektrische Antriebsstrang besonders effizient genutzt werden, zudem wird so eine deutlich schnellere Reaktion als bei einem herkömmlichen Allradantrieb ermöglicht.

Mercedes EQS: Schnelleres Laden - Daimler setzt auf besonderen Kniff

Auch das Laden möchte Mercedes beim EQS deutlich schneller gestalten, dazu hat sich die Daimler-Tochter etwas Besonderes einfallen lassen. Bereits vor dem Ladeprozess lässt sich die Batterie ins optimale Temperaturfenster bringen. Dazu wird diese entweder erwärmt oder abgekühlt.

Kurz vor der Präsentation zeigt Mercedes was unter dem Blechkleid des EQS steckt.

Anschließend lässt sich das Luxus-Elektroauto dann mit bis zu 200 kW laden. An öffentlichen Ladestationen oder zu Hause lässt sich der EQS mit bis zu 22 kW Wechselstrom über das On-Board-Ladegerät „betanken“ - das ist jedoch eine Sonderausstattung. In Japan ermöglicht Daimler zudem das „Bidirektionale Laden“, heißt: Strom aus dem Fahrzeug kann wieder in das Netz zurückgespeist werden.

Mercedes EQS: Luxus-Elektroauto bedient sich bei EQA - ist aber leiser

Zudem berücksichtigt der Mercedes EQS - wie auch der EQA - bei der Navigation mögliche Ladestopps und kann dabei auf die Wünsche des Fahrers reagieren. Dabei werde die aktuelle Verkehrssituation und die Anzahl der Ladestationen berücksichtigt. Wie bei den meisten Elektroautos inzwischen üblich, lässt sich auch bei der elektrischen S-Klasse durch die Rekuperation Energie zurückgewinnen. Am Lenkrad des Mercedes EQS kann der Fahrer zwischen drei Stufen wählen und maximal 290 kW zurückgewinnen. Bei Daimlers neuem Luxus-Elektroauto ist sogar ein Abbremsen bis zum Stillstand möglich.

Um den Fahrkomfort noch weiter zu steigern, hat Mercedes beim EQS der Schalldämmung besondere Aufmerksamkeit geschenkt. So wurden in der Heckklappe des Luxus-Elektroautos zwei Akustiktrennwände verbaut, damit drohende Geräusche reduziert werden. Was der Mercedes EQS kosten soll und wann er genau auf den Markt kommt, verriet die Daimler-Tochter noch nicht - als Start wurde lediglich der August genannt.

Mercedes EQS: Neues Luxus-Elektroauto - Daimler enthüllt erste Details

Erstmeldung, 1. April: Die Zukunft von Daimler und somit auch von Mercedes ist elektrisch, das hat der Vorstandsvorsitzende des Stuttgarter Automobilkonzerns in der Vergangenheit mehrfach deutlich gemacht. Mit dem EQA hat Mercedes in diesem Jahr bereits ein neues Elektroauto auf den Markt gebracht, insgesamt sollen es vier vollelektrische Autos werden.

Eines davon ist der Mercedes EQS, der das elektrische Pendant zum Flaggschiff S-Klasse werden soll. Bereits vor dessen Premiere am 15. April hat Daimler-Chef Ola Källenius auf der Hauptversammlung erste Details über das neue Luxus-Elektroauto verraten. Bislang gab Daimler die Reichweite des Mercedes EQS beispielsweise stets mit über 700 Kilometern an.

Mercedes EQS: Neuer Luxus-Stromer von Daimler - Källenius verrät Reichweite

Auf der Hauptversammlung wurde Källenius hier erstmals konkret: Gemäß dem neuen Testverfahren „Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure“ (WLTP) schafft der EQS mit einer Ladung 770 Kilometer. Damit liegt die Top-Version des EQS - mit 108-kWh-Akkupaket - aber immer noch hinter der neuen Generation des Tesla Model S, das rund 840 Kilometer schaffen soll. Innerhalb von nur 15 Minuten sollen die Batterien der Luxus-Limousine von Mercedes allerdings bereits wieder so weit geladen sein, dass weitere 300 Kilometer möglich sind.

Zudem überzeugt das Luxus-Elektroauto mit einem besonders niedrigen Luftwiderstand, laut Daimler-Chef Källenius liegt der Cw-Wert des Mercedes EQS bei grade einmal 0,20. Bei der Sicherheit liegt der Luxus-Stromer auf dem Niveau der S-Klasse, der er auch in Sachen Ausstattung in nichts nachsteht.

Mercedes EQS: Källenius mit Lob - Daimler zeigt Innenraum

Bereits vor einigen Tagen hatte Daimler erste Bilder des Innenraums des Mercedes EQS präsentiert, der deutlich konservativer ausfällt als in der 2019 vorgestellten Studie Vision EQS. Eine zentrale Rolle wird jedoch der MBUX Hyperscreen einnehmen, der sich dank künstlicher Intelligenz auf den jeweiligen Fahrer einstellt.

„.Ein Auto, das den Buchstaben ’S’ verdient“, urteilte Källenius laut ecomento.de vor der Daimler Hauptversammlung über den neuen Luxus-Stromer von Mercedes. Zudem betonte Källenius: „Wir wollen die Elektrifizierung unseres Produktportfolios beschleunigen. Vor knapp zwei Jahren haben wir unsere Ambition2039 mit dem Ziel einer CO2-neutralen Pkw-Neuwagenflotte bis 2039 vorgestellt. Wir haben den Ehrgeiz, dieses selbst gesteckte Ziel früher zu erreichen.“

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