Elektro-Offensive bei Daimler

Elektroauto für Einsteiger: Neuer EQA vorgestellt - das ist seine Schwachstelle 

Der Mercedes EQa fährt über eine Straße
+
Der Mercedes-Benz EQA feierte am 20. Januar seine Weltpremiere
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
    schließen

Für 2021 hat Daimler eine große Elektro-Offensive angekündigt. Mit der Weltpremiere des Mercedes-Benz EQA fiel jetzt der Startschuss.

Die Marschrichtung bei Daimler ist klar: Weg vom Verbrenner und hin zur Elektromobilität. Bei der Tochter-Marke Smart haben die Stuttgarter diesen drastischen Schritt bereits mit Erfolg gewagt. Als Nächstes soll auch die Luxus-Tochter Mercedes-Benz komplett elektrifiziert werden.

Dazu dient bei Mercedes die Marke EQ, unter der neben den Elektroautos auch die Plug-in-Hybrid-Modelle verkauft werden. Mit dem EQC und dem EQV hat Mercedes zudem bereits vollelektrische Fahrzeuge im Sortiment. 2021 sollen im Rahmen der Elektro-Offensive weitere hinzukommen.

Mercedes: Neuer EQA vorgestellt - Weltpremiere im Stream

Den Anfang macht der EQA, der am 20. Januar seine Weltpremiere feierte. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie fand diese – wie schon bei der S-Klasse – allerdings lediglich im digitalen Stream statt. Der EQA ist nach Aussage von Daimler „der neue Einstieg in die vollelektrische Fahrzeugwelt von Mercedes-EQ“.

ModellMercedes-Benz EQA 250
Weltpremiere20. Januar 2021
Reichweite486 Kilometer
Preisab 47.540,50 Euro

Dabei handelt es sich um den elektrischen Bruder des Mercedes GLA und er ist somit der erste vollelektrische Kompakt-SUV von Daimler. Ab dem 4. Februar ist der neue Stromer EQA bei den Mercedes-Benz-Händlern und auf der Internetseite der Daimler-Tochter Mercedes-Benz erhältlich.

Mercedes: Neuer EQA vorgestellt - eine gravierende Schwäche hat er

Eine mögliche Schwachstelle aus Sicht von Autofahrern: Zur Markteinführung gibt es den EQA lediglich als EQA 250 mit 140 kW. Laut Mercedes-Benz soll der kompakte Elektro-SUV damit eine Reichweite von 486 Kilometern schaffen. Weitere Modelle sollen aber folgen, etwa mit Allradantrieb oder „einem zusätzlichen elektrischen Antriebsstrang und Leistungen jenseits der 200 kW“.

Nie mehr über Ladepunkte nachdenken! Das Navigationssystem des EQA berücksichtigt die Ladesäulen bei der Routenplanung bereits.

Wer noch mehr Reichweite möchte, muss sich ebenfalls gedulden, eine Version mit über 500 Kilometern soll ebenfalls erst später kommen. Allerdings lassen sich längere Strecken dennoch gut mit dem Mercedes EQA zurücklegen, da das Navigationssystem mit Electric Intelligence bereits bei der Berechnung der Strecke mögliche Ladepunkte berücksichtigt.

Daimler: Stressfrei mit dem Elektroauto fahren – Mercedes-Benz EQA denkt mit

Insgesamt fahre es sich mit dem EQA laut Daimler besonders stressfrei, da der kompakte Stromer mitdenke: „Auf Basis permanenter Reichweiten-Simulationen werden dabei nötige Ladestopps ebenso berücksichtigt wie zahlreiche weitere Faktoren, etwa die Topografie und das Wetter. Auch auf Änderungen zum Beispiel der Verkehrssituation und des persönlichen Fahrverhaltens kann das System dynamisch reagieren.“

Zudem hat die Daimler-Tochter Mercedes einiges getan, um den Stromverbrauch des EQA (Stromverbrauch kombiniert: 15,7 kWh/100 km) zu senken. Das werde besonders durch einen geringen Luftwiderstand erreicht. „Zu den wichtigsten aerodynamischen Maßnahmen zählen das im oberen Bereich komplett geschlossene Kühlluftregelsystem, die strömungsgünstige Front- und Heckschürze, ein sehr glatter, nahezu vollständig geschlossener Unterboden, speziell optimierte Aero-Räder und darauf angepasste Radspoiler vorne und hinten.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema