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„Wirklich an der Zeit“: Gesundheitsminister Lauterbach fordert Maskenpflicht in Innenräumen

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Von: Anna-Maureen Bremer

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Die Corona-Zahlen steigen und Gesundheitsminister Karl Lauterbach fordert, lieber jetzt mit einer erneuten Maskenpflicht zu reagieren, als später mit drastischeren Maßnahmen.

Auch der Letzte dürfte es mitbekommen haben. Die Corona-Infektionszahlen steigen wieder. Gesundheitsminister Karl Lauterbach zeigt sich alarmiert. Er hat die Länder eindringlich aufgefordert, wieder mehr Maskenvorgaben für Innenräume vorzusehen. „Die Richtung, in die wir unterwegs sind, ist keine gute“, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin mit Blick auf steigende Zahlen bei Ansteckungen, Gestorbenen und Belastungen in Kliniken. „Es ist jetzt wirklich an der Zeit.“ Sinnvoll wäre, mit geringeren Einschränkungen jetzt zu arbeiten, als mit sehr drastischen spät zu reagieren.

Maskenpflicht in Innenräumen: Lauterbach stellt neue Kampagne vor

Lauterbach stellte eine neue Kampagne unter dem Motto „Ich schütze mich“ vor, die für Impfungen, aber auch für gegenseitige Vorsicht und Schutz mit Masken werben soll. Es sei keine Angstkampagne. „Es geht darum, dass wir als Gemeinschaft zusammenhalten.“ In der Kampagne würden 84 „echte Personen“ von ihrem Schicksal, etwa auch zu länger anhaltenden Gesundheitsbeschwerden nach Infektionen (Long Covid), berichten. Es gebe lustige und „nicht so lustige“ Motive in der Kampagne. Geplant sind Veröffentlichungen in allen Medien.

Der Minister machte deutlich, dass mit fortentwickelten Impfstoffen, Medikamenten für Infizierte und genaueren Daten die Instrumente für eine Pandemie-Kontrolle im Herbst und Winter vorhanden seien. Die Bundesregierung setze alles daran, dass die Corona-Krise in Zeiten des Ukraine-Krieges und hoher Inflation im Hintergrund bleibe und nicht zum bestimmenden Thema im Herbst und Winter werde.

Im Herbst und Winter könnte für Discounter und Supermärkte wieder eine Maskenpflicht kommen. Bei Kaufland und Lidl verfolgt man dazu eine klare Linie. Auch Supermärkte und Discounter wie Aldi, Rewe und Edeka müssen sich mit der Frage der Umsetzung beschäftigen

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