Rückkehr zur Maskenpflicht im Unterricht?

Maskendiskussion in Schulen: Kultusministerin Schopper mit Ansage

Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne)
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Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) spricht bei einer Pressekonferenz.
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Die Rufe nach einer sofortigen Rückkehr zur Maskenpflicht werden immer lauter - Lehrer, Schüler und Eltern machen Druck. Doch was sagt Baden-Württembergs Kultusministerin dazu?

Das Coronavirus lässt Baden-Württemberg einfach nicht los. Seit Mittwoch, 3. November, gilt laut Corona-Verordnung die Warnstufe, die Ungeimpften viele Einschränkungen brachte - und die Zahlen steigen weiter an. Laut echo24.de-Corona-Ticker ist die Inzidenz für Baden-Württemberg mittlerweile auf 211,2 gestiegen und auch die Intensivstationen werden immer voller. Deshalb wird auch die Diskussion um eine Maskenpflicht in den Schulen des Südwestens immer lauter.

Seit dem 18. Oktober müssen Schüler und Lehrer im Unterricht am Platz keinen Mund-Nasenschutz mehr tragen, erst wenn die Corona-Alarmstufe des Landes greift und zu viele Corona-Patienten auf den Intensivstationen liegen, soll die Maskenpflicht wieder eingeführt werden. Doch Schüler, Eltern und mehrere Lehrerverbände hatten am Donnerstag (4. November) in einer gemeinsamen Stellungnahme die Maskenpflicht bereits von der kommenden Woche an zurückgeführt.

Maskenpflicht an Schulen: Stellungnahme von Kultusministerin Theresa Schopper

Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) reagierte darauf mit einer eher verhaltenen Ansage: Sie schließt eine vorzeitige Rückkehr zur Maskenpflicht in den Klassenzimmern angesichts der steigenden Coronafälle bei Kindern und Jugendlichen zwar nicht aus. Dennoch will sie nicht wieder direkt nach den Herbstferien zur Maskenpflicht zurück. In Stuttgart erklärte sie dazu, es sei ja nicht so, als ob die Maskenpflicht per se abgeschafft sei. Auf den Fluren und Schulhöfen habe man ohnehin nie auf die Maske verzichtet.

„Anders als beispielsweise in Bayern, wo die Zahlen aktuell übrigens deutlich höher sind, haben wir auch schon jetzt ein Sicherungssystem, mit dem automatisch die Maske am Platz in der Schule wieder zurückkehrt, wenn die Alarmstufe in Kraft tritt. Die Maske kehrt im Übrigen auch automatisch zurück, wenn es einen Infektionsfall in der Klasse gibt. Und jedem steht ohnehin frei, eine Maske zu tragen“, sagte Schopper in Stuttgart. Dazu argumentiert Schopper, man dürfe nicht außer Acht lassen, „dass Unterricht ohne Maske aus pädagogischen Gesichtspunkten großen Mehrwert bietet.“ Dies müsse ebenfalls immer in die Überlegungen mit einfließen.

Maskenpflicht an Schulen in Baden-Württemberg: Schopper will „Aspekte in Einklang bringen“

Zeitgleich plädiert Schopper dafür, in der Diskussion um die Maskenpflicht an Schulen einen kühlen Kopf zu bewahren. „Wir machen uns keine dieser Entscheidungen leicht und wägen Rückmeldungen und Einschätzungen, die wir erhalten, genau ab. Es ist mir wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Eltern wissen: Wir versuchen mit unseren Maßnahmen unser Möglichstes zu tun, um im Spannungsfeld Corona bestmöglich gesundheitliche und pädagogische Aspekte in Einklang zu bringen.“ 

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