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Mann von Mitbewohnern misshandelt und getötet – Mordprozess gegen Paar beginnt

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Von: Melissa Sperber, Julia Cuprakowa

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Justizgebäude Ulm
Der 31-Jährige wurde ab Ende Mai 2022 in einem Keller immer wieder gefesselt und misshandelt. © Stefan Puchner/dpa

Eine 27-Jährige soll zusammen mit ihrem Partner ihren Ex-Freund in einem Keller misshandelt und getötet haben. Alle drei lebten in einer Wohngemeinschaft im Alb-Donau-Kreis.

Es ist ein grausamer Fall, der vor dem Landgericht Ulm ab Montag (16. Januar) um 8.30 Uhr verhandelt wird. Ein 31-jähriger Mann soll tagelang von seiner Ex-Freundin und deren neuen Partner misshandelt worden sein, bevor sie ihn schließlich umbrachten. Alle drei wohnten zusammen in einer Wohngemeinschaft in Laichingen im Alb-Donau-Kreis. Zu Beginn des Mordprozesses um ihren Mitbewohner haben die beiden Angeklagten zu den Tatvorwürfen geschwiegen. 

Die 27 Jahre alte Frau und ihr 24-jähriger Partner stehen im Verdacht, ihren gemeinsamen Mitbewohner und Ex-Freund der Frau Anfang Juni im Haus in Laichingen getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie mit dem Mord tagelange Misshandlungen verdecken wollten. Das berichtet die „Deutsche Presse-Agentur“.

Opfer im Juni erwürgt – angeklagte Paar schweigt im Mordprozess

Laut Anklage war die Frau arbeitslos und bestritt ihren Lebensunterhalt durch finanzielle Zuwendungen von ihrem 31-jährigen Ex-Freund und von ihrem neuen Partner. Als der 31-Jährige das nicht mehr konnte, soll die Verdächtige beschlossen haben, ihn zu bestrafen.

Dafür log sie der Staatsanwaltschaft zufolge ihren eifersüchtigen und jähzornigen Lebensgefährten an und erzählte ihm, dass der Ex-Freund sie angefasst habe. Das Paar soll das Opfer in seine Gewalt gebracht und teils im Keller gefangengehalten haben. Der neue Freund steht im Verdacht, den Mann gefesselt und mit einem Teleskopstock geschlagen und schließlich erwürgt zu haben. Das angeklagte Paar schweigt bislang laut „dpa“ in dem Mordprozess.

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