Schlechte Scherze zum 1. Mai

1. Maischerze in Baden-Württemberg: Von harmlos bis zur gefährlichen Straftat

Unbekannter attackiert Spaziergängerin
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In Baden-Württemberg haben sich zahlreiche Menschen einen Scherz zum 1. Mai erlaubt. (Symbolbild)
  • Lisa Klein
    vonLisa Klein
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In Baden-Württemberg haben sich zahlreiche Menschen einen Scherz zum 1. Mai erlaubt. Dabei waren nicht alle harmlos, bei einigen wurden sogar Menschenleben riskiert.

Unbekannte haben im Kreis Schwäbisch Hall Frischhaltefolie quer über eine Straße gespannt, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) mitteilt. Nur aus Glück sei bei dem Vorfall in Rot am See in der Nacht zum 1. Mai kein Unfall passiert, teilte die Polizei am Samstag mit. Bereits kurz zuvor hätten vermutlich dieselben Täter den Schaukasten eines Sportvereins umgeschmissen, hieß es. Die Polizei geht davon aus, dass die Taten als Maischerz gemeint waren. Es handle sich dabei aber um Straftaten. Die Täter werden nun von der Polizei gesucht.

Auch im Landkreis Heilbronn soll es laut eines Lesers einen 1. Maischerz gegeben haben: In dem kleinen Ort Vorhof, welches zur Gemeinde Untergruppenbach gehört, sollen Unbekannte heute das Ortsschild ausgetauscht haben, wie ein ebenfalls Unbekannter in einer Mail *echo24.de mitteilte: Aus Vorhof wurde Bochonowhof, ein Mix aus dem Ortsnamen und dem Namen eines Anwohners des Ortes. In der Kritik steht ein Anwohner, der sich laut Aussagen des Lesers an vielen Dingen stört. Ob die Bilder echt sind und das Ortsschild tatsächlich ausgetauscht wurde oder es sich bei der Mail selbst um einen Scherz handelt, konnte bislang noch nicht bestätigt werden.

1. Maischerze in Baden-Württemberg: Von harmlosen Scherzen bis zur Straftat

Auch im Raum Stuttgart ist die Polizei in der Nacht zum 1. Mai wegen Maischerzen ausgerückt, wie die Stuttgart Nachrichten berichten. Dabei waren manche der Maischerze alles andere als lustig, sondern einfach nur gefährlich. In Rudersberg (Rems-Murr-Kreis) platzierten am späten Freitagabend Unbekannte gegen 23:45 Uhr offenbar einen Böller in der Ulmenstraße im Briefkasten eines Friseurgeschäftes und zündeten diesen an. Durch die Wucht der Explosion wurde laut Polizei sowohl der Briefkasten als auch das Glas der Eingangstür komplett zerstört. Zum Glück war zu diesem Zeitpunkt niemand unterwegs, sodass es keine Verletzten gab. Bei der Tat entstand Sachschaden von rund 3.000 Euro.

Warum gibt es 1. Maischerze?

Als Freinacht oder auch Hexennacht wird heutzutage vor allem im Süden Deutschlands die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai bezeichnet. Sie wird von Jugendlichen gerne genutzt, um den traditionellen Maibaum anliegender Gemeinden zu stehlen.

In den Kreisen Esslingen, Reutlingen, Tübingen und im Zollernalbkreis stellte die Polizei laut Stuttgarter Nachrichten glücklicherweise nur die üblichen Maischerze fest: Mit Rasierschaum beschmierte oder in Toilettenpapier eingewickelte Gegenstände. Gefährlich wurde ein 1. Maischerz in Schwäbisch Gmünd, dort warfen Unbekannte am Samstagmorgen gegen 5 Uhr in der Buchstraße umwickelte Eier von einer Brücke auf die Fahrbahn. Ein 31 Jahre alter Hyundai-Fahrer konnte einem Ei gerade noch ausweichen. Nur durch Glück kam es zu keinem Unfall. Auch hier ermittelt nun die Polizei.

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